Digitale Bilderrahmen So klappt's mit dem Fotomixer

Fast ein Klassiker: Digitale Bilderrahmen sind beliebt (Foto)
Digitale Bilderrahmen gibt es in unterschiedlichen Größen und mit mehr oder weniger vielen Zusatzfunktionen. Bild: dpa

Von news.de-Redakteurin Sophia Sieber
Nur Fotos abspielen? Digitale Bilderrahmen können längst mehr. Wie viel die Multimediatalente durchschnittlich kosten und worauf Sie beim Kauf achten sollten, lesen Sie hier.

Die Weihnachtszeit ist die Hochsaison für digitale Bilderrahmen. Doch die stoßen nicht bei allen Zeitgenossen auf Jubelstürme: Überflüssige Energiefresser - so lautet das vernichtende Urteil der Gegner. Tatsächlich haben sich nicht alle Geräte in den vergangenen Jahren mit Ruhm bekleckert: In den meisten Tests reichte es für das Gros gerade mal für ein «Befriedigend» oder «Ausreichend» - egal in welcher Preisklasse.

Große Rahmen werden billiger

Für alle Käufer und Verschenker gibt es gute Nachrichten: Die Preise für die Foto-DJs sinken. Das ergibt ein aktueller Marktreport von billiger.de. Demnach fielen die Preise für ein 10-Zoll-Gerät von August bis Oktober von durchschnittlich 139 Euro auf 124 Euro. Bei den kleineren 7-Zöllern war die Preissenkung deutlich geringer, im Durchschnitt kosteten diese Ende Oktober 64 Euro. Bei den 8-Zöllern verzeichnet das Preisvergleichsportal sogar eine Steigerung: Während die Geräte im August durchschnittlich 84 Euro kosteten, schlugen sie im Oktober mit durchschnittlich 87 Euro zu Buche.

Digitale Bilderrahmen
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Multimediatalente auf dem Vormarsch

Dabei sind die Bilderrahmen nicht mehr nur Abspieler für die gut sortierte Fotosammlung - sie sind echte Multimediatalente. Längst sind sie kleine DVB-T-Fernseher, spielen Songs ab oder taugen als E-Book. Via Wlan lassen sie sich ins heimische Netzwerk einbinden und streamen die Fotosammlung vom Netzwerkspeicher oder PC.

Gerade erst hat Sony zwei neue Wlan-Rahmen herausgebracht. Kodak zielt mit seinem Pulse sogar noch offensiver auf die Generation Facebook. Dieser empfängt Bilder per Mail und verbindet sich mit den Fotoalben auf Facebook. Außerdem gibt es eine Kommentarfunktion für empfangene Fotos.

Darauf sollten Sie grundsätzlich achten

Neben diesen Spielereien gibt es beim Rahmenkauf aber auch Grundsätzliches zu beachten. So gelte für Bilderrahmen mit LCD-Display dasselbe wie für Fernseher, erklärt das Fotomagazin (8/2011): «Je höher die Auflösung, desto besser die Bilder.» Empfehlenswert seien Geräte ab 800 mal 600 beziehungsweise 800 mal 480 Bildpunkten. Mittlerweile werden auch hochauflösende Displays verbaut, was sich bei der Wiedergabe von Videos auszahlt, insbesondere, wenn die eigene Kamera auch in HD filmen kann.

Außerdem rät das Fotomagazin zu Geräten mit wirksamem Antireflexschutz, den aber nur wenige Anbieter liefern. Glänzende Rahmen mit Glasabdeckung spiegeln sehr stark. Soll der digitale Bilderrahmen wie ein Fotoalbum herumgezeigt werden, muss ein Vertreter mit Akku her. Leider reiche die Ladung der mobilen Stromquelle bei den meisten Geräten für gerade einmal drei Stunden. Ein Blick auf den Stromverbrauch lohne sich grundsätzlich. In ihrem letzten Test rechneten die Redakteure der Stiftung Warentest vor, dass ein besonders energiehungriges Gerät schon einmal mit etwa 6,30 Euro jährlich zu Buche schlagen könnte - bei einer täglichen Betriebsdauer von acht Stunden.

Vor dem Kauf sollten Sie sich außerdem fragen, wie Sie den Rahmen nutzen wollen. Soll er die gesamte Fotosammlung in Rotation zeigen oder nur besonders gelungene Einzelstücke? Oft haben die Geräte selbst nur einen internen Speicher zwischen einem und zwei Gigabyte. Geht man davon aus, dass eine Fotodatei etwa drei Megabyte groß ist, reicht das je nach Fotogröße für etwa 350 beziehungsweise 700 Bilder. Eine SD-Karte muss also her, wenn der Rahmen Abwechslung bieten soll. Stiftung Warentest weist außerdem darauf hin, dass der Fotowechsel von einer SD-Karte schneller funktioniert als vom internen Speicher.

ham/eia/news.de

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