Xperia ray im Test Das Supermodel unter den Smartphones

Sony Ericsson Xperia ray im Test (Foto)
Super Maße, super Aussehen: Das Xperia ray erweist sich als Supermodel unter den Smartphones und absolutes Frauengerät. Bild: Sony Ericsson

Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann
Smartphones sind langweilige Quader? Keineswegs. Das Xperia ray würde selbst als Accessoire auf dem Catwalk eine gute Figur machen. Ob es aber auch im Alltag besteht? News.de hat das Smartphone nicht nur auf seine Modelmaße getestet.

Bitte mehr Mut zur Farbe! Das ist ein Wunsch, den vor allem Frauen den Smartphone-Herstellern gern mit auf den Weg geben würden. Schwarz ist die prägende Farbe, wer Glück hat, findet noch ein weißes Gerät. Mann mag das genügen. Der Frau von Welt, die gern im Mittelpunkt steht, ist das zu wenig. Immerhin lässt sich auch ein Smartphone im weitesten Sinne als Accessoire verstehen.

Hut ab deshalb vor dem Xperia ray. Denn mit diesem Gerät hat Sony Ericsson Frauen als Zielgruppe für Smartphones erkannt. Verfügbar in Gold, Weiß, klassischem Schwarz und einem Pink, das ins Rötliche übergeht, trägt das Smartphone nicht nur Farbe, es wartet im Vergleich zur Konkurrenz auch mit Modelmaßen auf.

Xperia ray im Test
Weiblicher Glanz im Schwarz-Weiß-Dschungel

Mit nur 111 Millimetern Höhe, 53 Millimetern Breite und 9,4 Millimetern Tiefe ist das Gerät ein echter Schlankheitsfanatiker. So passt die Schönheit in jede Hosentasche und in - fast jede - Handtasche. Da das Smartphone obendrein nur das Gewicht einer durchschnittlichen Tafel Schokolade - aber nicht die zugehörigen Kalorien - auf die Waage bringt, wird es nicht zur Belastung.

Partielles Tastendrama

Doch die Modelmaße haben ihren Preis: Das Display des Smartphones ist nur 3,3 Zoll groß, was bei der Eingabe von Texten - zum Beispiel SMS oder E-Mails - die Trefferquote auf der simulierten Tastatur besonders im Hochformat deutlich minimiert. Darüber hinaus reagiert der Bildschirm mit seiner Auflösung von 854 mal 480 Pixel ganz angenehm. Das Scrollen funktioniert problemlos, gleiches gilt für das Aktivieren von Apps und anderen Programmen, sobald sie mit dem Finger angewählt werden.

Parallel dazu verfügt das Xperia ray unterhalb des Displays über zwei Touch-Tasten. Die reagieren bisweilen so unterkühlt auf Eingaben wie Models auf Fragen von Journalisten und lassen sich gerne zweimal bitten. Zumindest merkt der Nutzer aber im ersten Moment, ob das Feld getroffen wurde oder nicht: Bei erfolgreicher Aktion gibt ein auf Standard eingestelltes Xperia ray einen Vibrationseffekt ab.

Manuelle Tasten hat das Model-Smartphone ebenfalls: zum Ein- und Ausschalten, eine Home-Taste auf der Frontseite, um aus jeder Anwendung heraus zum Startbildschirm zurückzukehren, und einen Wippschalter für die Lautstärke.

Gute Datenverbindung, lahmes Google Maps

Eingefasst ist das Gerät - zumindest teilweise - in einen Aluminium-Rahmen. Leider hält der hochwertige Eindruck nur bis zum Blick auf die Rückwand. Die besteht aus Plastik und muss - ähnlich wie beim Xperia play - per Hebelbewegung eines Fingernagels mit Kraft nach oben gedrückt werden, um Sim- oder Micro-SD-Karte auszutauschen. Im Gerät gehalten wird die Rückwand nur von sehr kleinen Plastikhaken, die sich schnell abnutzen können. Ist das erst einmal geschehen, hebt sich ein deutlich sichtbares Spaltmaß zwischen Rückwand und Telefon ab.

Smartphone
Die smarte Herbstkollektion

Ein zweiter Schönheitsfehler ist die USB-Buchse. Die steht auf der linken Seite des Xperia ray hervor, stört darüber hinaus aber nicht.

Letztlich ist Optik aber das eine und Leistung das andere. In dem Gerät steckt ein 1-GHz-Prozessor, der reaktionsschnelle Verarbeitung ermöglicht. In Verbindung mit der HSDPA-Geschwindigkeit ist der Zugriff auf Facebook schnell möglich. Geduld braucht lediglich - wie bei vielen anderen Smartphones auch -, wer sich auf dem kleinen Display mit Hilfe von Google-Maps orientieren möchte.

Annehmbare Farben und solider Akku

Um von unterwegs Schnappschüsse nach Hause zu senden, ist die 8,1-Megapixel-Kamera des Smartphones ein zuverlässiger Begleiter. Bei guten Tageslichtverhältnissen sind Aufnahmen kein Problem, die Kamera löst mit kaum merklicher Verzögerung aus. Bei schlechteren Lichtbedingungen sind aber deutliche Abstriche zu machen, selbst mit zugeschaltetem Blitz. Unschärfen und stärkere Körnung zeigen sich dann deutlich - bei interpolierten Pixeln leider nicht anders zu erwarten.

Bei Videoaufnahmen hält das Xperia ray durchaus mit, auch wenn das Smartphone dank seines Fliegengewichts kaum eine gute Stabilisierung in den Händen bietet. Die Farben fallen letztlich aber etwas grell und mit einem leichten Rotstich aus.

Telefonieren, SMS verschicken oder Bilder auf Facebook hochladen funktioniert problemlos. Auch die Sprachqualität ist gut. Mit ständig aktivierter HSDPA-Verbindung und GPS-Verbindung hielt die Akkuleistung etwa 6,5 Stunden. Sind beide Dienste abgeschaltet und wird nur wenig telefoniert, ist das Smartphone mehrere Tage betriebsbereit.

Fazit. Wer sich für Sony Ericssons Xperia ray entscheidet, sticht auf jeden Fall heraus aus der Masse der Smartphone-Besitzer. Zumindest in Sachen Farbwahl. Mit seinem Design passt das Gerät in eine junge, hippe Zielgruppe, die auf Musik, Facebook und die Verbreitung von Schnappschüssen steht. Geschäftsleute dürften sich allerdings für eine andere Geräteklasse entscheiden, auch wenn sich die Termin- und Kontaktverwaltung problemlos bewerkstelligen lässt. Mit seiner Leistung und seinen Maßen ist das farbbewusste Smartphone definitiv eine Gerät für Frauen.

Gerät: Sony Ericsson Xperia ray
Hersteller: Sony Ericsson
Farbvarianten: Gold, Schwarz, Pink, Weiß
Preis: zirka 350 Euro
Lieferumfang: 4-GB-Micro-SD-Card, Headset, USB-Netz-Adapter, USB-Kabel, Geräteanleitung

Welche Smartphones in diesem Herbst noch angesagt sind, sehen Sie in unserer Fotostrecke.

som/eia/news.de

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • tssss
  • Kommentar 1
  • 26.10.2011 18:16

ich weiss nicht, was das dauernde getue mit dem akkudeckel soll ... mal sitzt er zu fest, dann wieder zu locker, dann nutzen sich die pins zu schnell ab ... ich versteh es nicht! den akkudeckel macht man genau einmal auf. nämlich dann, wenn man die sim-karte und die sd-karte reinsteckt. und dann macht man den deckel wieder zu und dann bleibt der zu. ich hab noch von keinem gehört, dass er laufend am akku rumspielt oder die sim- bzw. die sd-karte rein und raus und rein und raus bastelt.

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