Spielerei der Woche Hightech-Brillen auf der Ifa 

HMD (Foto)
Sony bringt mit dem «Personal 3D Viewer» wieder eine Multimediabrille heraus. Bild: Sony

Von news.de-Redakteurin Sophia Sieber
Auf der Ifa werden Trends gesetzt - auch modische. Bald schnallen wir uns nicht nur schicke MP3-Player um, sondern setzen uns auch Brillen auf den Kopf, durch die man nicht durchsehen kann. Die Spielereien der Ifa.

Wie schauen wir in Zukunft einen Film? Nicht auf dem Fernseher, dem Computer oder dem Smartphone, lautet Sonys Antwort auf diese Frage. Auf der Ifa stellen die Japaner gerade ein neues Head-mounted Display (HMD) mit dem schicken Namen «Personal 3D Viewer» vor.

Neu ist die Technik nicht: Die Displays, die wie eine Brille direkt auf dem Kopf getragen werden, sitzen zum Beispiel bereits schon vor den Augen der Eurofighterpiloten. Auch Sony selbst versuchte sich schon in den 1990er Jahren an den HMDs und brachte das Glasstron heraus, das sich vor allem an Gamer richtete.

Jetzt ist also das 3D-Publikum dran. Die neue Brille hat zwei kleine, verstellbare OLED-Displays mit einer Auflösung von 1280 x 720 - dem kleinen HD also. Dazu gibt es zwei Kopfhörer, die Surround-Sound imitieren. Auf der Ifa hatte news.de Gelegenheit, den «Personal 3D Viewer» auszuprobieren. Unserer Testerin kam die Brille sehr schwer vor, außerdem saß sie nicht optimal auf ihrem Kopf - auch nicht nach mehreren Arretierungsversuchen des Standpersonals. Seh- und Hörerlebnis überzeugten - allerdings sind die schwarzen Ränder um die Displays noch relativ groß wahrnehmbar.

Nicht nur für Streber
Die Spielereien der Woche

Futter bekommt das HMD von einem Blu-Ray-Player oder der Playstation 3. Das Gerät wird wohl pünktlich zum Weihnachtsgeschäft in den Läden stehen und laut heise.de 800 Euro kosten. Wer die Brille selbst aufprobieren will, der hat auf der Ifa Gelegenheit dazu. Sony präsentiert den «Personal 3D Viewer» und andere Produktneuheiten in Halle 4.2.

Sollten Sie sich auf dem riesigen Berliner Messegelände in die etwas abgelegene Halle 11 verirren, dann finden Sie dort vielleicht einen Klon der Sony-Brille. Allerdings gibt der keine Videofilme oder -spiele wieder, denn dieser Brillenhelm ist ein Massagegerät für Augen und Kopf aus dem Hause Breo.

Träger sollen damit nicht in aufregende 3D-Welten abtauchen, sondern in die Welt der traditionellen chinesischen Massage. Zur Verfügung stehen verschiedene Massagemodi: Mit Hilfe eines hochfrequenten Magnetfeldes sollen die Nerven stimuliert und der Sauerstofftransport im Blut verbessert werden.

Die klassische Druckmassage der wichtigsten Akkupunkturpunkte soll Verspannungen lösen, Luftdruck die Muskulatur entspannen und Vibrationen den Körper energetisieren. Dazu hören die Träger Entspannungsmusik und werden mit wärmenden Infrarotstrahlen entspannt. Nach einem anstrengenden Messetag ist das genau das Richtige. Wann der neue iDream-Massagehelm in Deutschland angeboten wird, ist noch unklar. Vorgängermodelle werden in einigen deutschen Onlineshops für etwa 200 Euro angeboten.

IFA
Die Messehighlights auf einen Blick

rzf/som/news.de

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