Telekommunikation Motorola: Schwächelnder Mobilfunk-Pionier

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Motorola: Schwächelnder Mobilfunk-Pionier Bild: dpa

Motorolas Mobilfunksparte ist in den vergangenen Monaten immer wieder zur Zielscheibe im heftigen Patent-Gerangel zwischen Google, Microsoft und Apple geworden.

Berlin (dpa) - Motorolas Mobilfunksparte ist in den vergangenen Monaten immer wieder zur Zielscheibe im heftigen Patent-Gerangel zwischen Google, Microsoft und Apple geworden.

Sowohl Apple als auch Microsoft strengten Klagen gegen das Traditionsunternehmen wegen angeblicher Patentverletzungen bei seinen Handys mit Google-Betriebssystem Android an. In einer Woche steht vor der Internationalen Handelskommission der USA (ITC) eine Anhörung zur Beschwerde von Microsoft gegen Motorola auf der Tagesordnung. Der Mobilfunkpionier Motorola besitzt jedoch ebenfalls ein attraktives Portfolio an Patenten.

Patentklagen gehören im Mobilfunkmarkt derzeit zum täglichen Geschäft. Es gibt kaum einen nennenswerten Anbieter, der nicht gegen mindestens einen seiner Konkurrenten vor Gericht zieht. Von Motorola standen zuletzt 18 Patente im vergangenen Oktober bei einer Klage gegen Apple auf dem Plan.

Viele der geschützten Verfahren beziehen sich dabei auf grundlegende Techniken zur Übertragung von Daten über verschiedene Mobilfunkstandards, aber auch Verfahren zur E-Mail-Übermittlung, dem Aufbau von ortsbezogenen Diensten oder zur Synchronisation sind betroffen.

Motorola gehörte einst zu den Schwergewichten in der Mobilfunkbranche. Mit dem DynaTAC brachte das amerikanische Unternehmen Anfang der 80er Jahre das erste kommerziell verfügbare Mobiltelefon der Welt auf den Markt. Zehn Jahre darauf folgte als eines der ersten GSM-Handys das «International 3200», das als «Knochen» in die Geschichte einging.

In den vergangenen Jahren geriet das Unternehmen allerdings mit seinen Klapp-Handys immer mehr ins Hintertreffen. Auch der Interims-Erfolg des als besonders stylisch geltenden «Razr» konnte den Abwärtstrend auf dem Handy-Markt nicht mehr aufhalten. Im Sommer vergangenen Jahres leitete das Unternehmen schließlich seine Aufspaltung ein.

Seit Januar firmiert die abgespaltene Motorola Mobility als eigenständiger Handy-Hersteller und kehrte mit neuen Smartphone-Erfolgen dank des Google-Betriebssystems Android wieder in die Gewinnzone zurück. Dennoch hatte das Unternehmen weiterhin schwer an der starken Konkurrenz zu knapsen.

Einen Erfolg verbuchte Motorola bei seinem ersten Tablet «Xoom», das das Unternehmen aus Schaumburg (Illinois) exklusiv als erstes mit Googles neuem Android-Betriebssystem Honeycomb auslieferte. Auf der CES in Las Vegas erhielt das «Xoom» prompt die Auszeichnung als «Bestes Gerät» der Messe.

news.de/dpa

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