Haushaltstipp So nutzen Sie den Geschirrspüler effizient

Mit einfachen Mitteln viel Strom sparen (Foto)
Moderne Spülmaschinen verbrauchen weniger Wasser, Strom und Reinigungsmittel als das Spülen von Hand Bild: dpa

Von news.de-Redakteurin Sophia Sieber
Die Wenigsten nutzen ihren Geschirrspüler richtig. Dabei können Verbraucher mit dem praktischen Helfer Energie und bares Geld sparen. Wie Sie das Gerät richtig beladen und bei welcher Temperatur Sie spülen sollten, erfahren Sie hier.

In den meisten Haushalten dürfte der Geschirrspüler längst zum Standardinventar zählen. Immerhin stehen 26 Millionen dieser Maschinen laut Onlineportal statista.de (Stand: 2011) in deutschen Küchen. Richtig benutzt werden Geschirrspüler aber von den wenigsten Verbrauchern. Eine Studie der Universität Bonn, die auch von Hausgeräte- und Spülmittelherstellern finanziert wurde, zeigt, dass die Maschine im Durchschnitt 50 Prozent weniger Wasser und 28 Prozent weniger Energie verbraucht als das Spülen mit der Hand.

Eine Überraschung ist dieses Ergebnis nicht: Moderne Spülmaschinen können 13 Maßgedecke mit gerade einmal sieben Litern Wasser säubern. Laut BUND Bremen wären dafür im Waschbecken etwa 50 Liter Wasser erforderlich. In ihrer Studie decken die Bonner Wissenschaftler außerdem die größten Fehler der Verbraucher auf: Sie spülen vor, verschwenden Platz, waschen zu heiß oder spülen zwischendurch unter fließendem Wasser.

Stromverbrauch am PC
Was Sie einsparen können

Mit diesen Tipps tappen Sie garantiert nicht in die Kostenfalle:

Vorspülen ist überflüssig, zwischendurch spülen ist Verschwendung. Grobe Essensreste entsorgen Sie einfach im Mülleimer, rät die Initiative Hausgeräte+. Fett- und Soßenreste schadeten dem Geschirrspüler nicht. Auch das Spülen zwischendurch unter fließendem Wasser sollten Verbraucher vermeiden.

Einmal voll beladen. Das Bonner Wissenschaftler-Team schätzt, dass jeder zehnte Spülgang eingespart werden könnte, wenn die Maschinen stets voll beladen wären.

Richtig beladen. Glas und Porzellan müssen fest stehen und dürfen nicht aneinander stoßen, empfiehlt Hausgeräte+. Das Besteck komme unsortiert in den Korb und Geschirr mit Einbuchtungen sollten angewinkelt in die Maschine gestellt werden. Wichtig: Die Spülarme sollten sich immer frei drehen können.

Nicht zu heiß spülen. Gerade die Deutschen spülen zu heiß, ergab die Bonner Studie. Bei modernen Maschinen und modernen Reinigungsmitteln reichten aber schon niedrige Temperaturen für ein gutes Reinigungsergebnis aus. Auch die Verbraucherzentralen raten zu möglichst niedrigen Spültemperaturen, denn je länger aufgeheizt werden müsse, desto höher ist der Stromverbrauch. Empfohlen werden 50 bis 55 Grad Celsius, höhere Temperaturen seien nur bei besonders starker Verschmutzung ratsam.

Innenraum-Check. Kontrollieren Sie regelmäßig Siebe, Sprüharme, Düsen und Dichtungsgummi der Türen, rät Hausgeräte+.

ham/som/news.de

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Friedrich Kristall
  • Kommentar 1
  • 16.08.2011 12:01

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe ein Elektrofachgeschäft und ärgere mich immer über solche "tollen" Ratschäge.Z.B. nicht vorspülen- der Schmutz muß irgendwo hin, u.a. in die Wassertasche.Nach ca. 3 Jahren fällt eine Reperatur an,Kosten 300-400€!!SUPER GESPART!! Stichwort Temperatur: Die besten Ergebnisse erzielt man mit ca.60 Grad. Es gäbe viel zu erörtern,aber der Platz ist beengt. Vieleicht unterhalten Sie sich auch mal mit Fachverkäufern und Kundendiensttechnikern der Herstellerfirmen bevor Sie Artikel schreiben und veröffentlichen.MfG Kristall

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