Spielerei der Woche Ein Drucker für Schokoholics

Wissenschaft mal lecker: Britische Forscher haben einen Drucker entwickelt, der Schokolade verarbeiten kann. Bald gibt es also das Traumauto, das eigene Haus oder das Gesicht der Schwiegermutter - zum Vernaschen.

Schokoladendrucker (Foto)
Sieht kompliziert aus, ist er auch: der Schokodrucker. Bild: EPSRC

Wissenschaft ist langweilig, staubtrocken und selten praktisch. Von wegen! Wissenschaft ist lecker und macht glücklich. Zumindest diese hier: Britische Forscher der Universitäten Exeter und Brunel haben gemeinsam mit der Softwareschmiede Delcam einen Drucker entwickelt, der köstliche Schokolade in Form bringt.

Das Gerät ist in der Lage, dreidimensionale Objekte zu drucken, in dem es das Material Schicht für Schicht auf den Untergrund aufträgt. Abgeschaut haben sich die Forscher die Technik aus der Industrie: Dort werden 3D-Drucker eingesetzt, um Plastik- oder Metallprodukte zu produzieren.

Einfach sei die Entwicklung trotzdem nicht gewesen, so die Forscher: Schokolade sei ein schwieriges Material, denn diese lässt sich nur mit der exakten Temperatur verarbeiten. Die Wissenschaftler haben dem Gerät deshalb ein neuartiges Kühl- und Heizkontrollsystem verpasst.

Nicht nur für Streber: Die Spielereien der Woche

Der Leiter der Forschungsgruppe, Dr. Liang Hao, kann sich gut vorstellen, dass die Schokofans der Welt bald nur noch selbstdesignte Köstlichkeiten verspeisen: Von der Form des Lieblingsspielzeugs bis zum Konterfei der besten Freundin soll alles möglich sein. Eine nutzerfreundliche Software dazu sei ebenfalls in Arbeit. Guten Appetit.

Weitere verrückte Gadgets zeigt unsere Bilderstrecke.

ham/som/news.de

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • CADFAN
  • Kommentar 1
  • 25.07.2011 15:20

Man! Da hat man nun mit diesem Zeug (3D-Drucker) zu tun- und andere kommen auf diese Idee! Wenn die ersten auf dem Markt sind, sofort kaufen und dann nichts wie los, mal sehen was sich alles "schokolieren" lässt. Hauptsache die Schnittstelle zu Inventor und CATIA funktioniert. Hoffentlich denken die Jungs auch an das Einfüllen von Flüssigkeiten für gefüllte "Weinbrand-Projekte" u.ä. Danke für diesen anregenden Beitrag!!

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