Software Radikalkur für lahme Computer

Ärgerlich: Wenn es schnell gehen muss, streikt der Computer. Schuld sind Dateien und Programme, die die Festplatte unnötig verstopfen. Wer keine Lust auf einen manuellen Löschmarathon hat, greift zur praktischen Software-Lösung.

Wenn der Computer lahmt (Foto)
Arbeitstempo wie eine Schnecke: Unnötige Dateien und Programme verstopfen oft die Festplatte. Bild: dpa

«Mit der Zeit mutiert jede Festplatte ganz von allein zur Mülldeponie: Nie genutzte Programme, doppelte Dateien oder Spuren vergangener Internet-Kurztrips haben sich dort angesammelt. Die Datenberge kosten wertvollen Speicherplatz, das Durcheinander senkt die High-Speed-Geschwindigkeit und viele Programme müssen dringend wieder aktualisiert werden», sagt Tobias Weidemann von PC-Welt.

«Damit Windows noch vernünftig arbeiten kann, muss ein Viertel der Festplatte frei sein. Wenn sie randvoll ist, bremst sie Windows aus und es geht fast nichts mehr. Deshalb muss man dann einiges löschen», eklärt Axel Vahldiek von der Zeitschrift c't. Zudem mahnt er zur Vorsicht. «Wenn man die falschen Dateien löscht, zum Beispiel Systemdateien, kann das dazu führen, dass die Programme gar nicht mehr laufen. Schlimmstenfalls streikt dann sogar Windows.»

Entscheidend beim PC-Datenputz sind die passenden Werkzeuge. «Das kostenlose Programm WinDirStat eignet sich hervorragend zum Aufräumen. Es zeigt einem, wo die richtigen Brocken auf der Festplatte liegen», sagt er. Das könnten beispielsweise Kopien von DVDs sein. «Wenn ich zehn Kopien von einer DVD mache und vergesse, sie zu löschen, sind schnell mal 40 GB voll.»

Auch das Gratis-Programm CCleaner helfe bei der digitalen Aufräumaktion, ergänzt Tobias Weidemann. «Es entfernt vor allem unbenutzte und temporäre Dateien. Aber auch nicht oder nicht mehr benötigte Einstellungen. Es kann den Verlauf der besuchten Webseiten bei Browsern löschen oder diverse andere Verläufe - zum Beispiel benutzte Dateien oder eingegebene Suchbegriffe in der Windows-Suche.» Außerdem lösche es je nach Bedarf Einträge der Registrierungsdatenbank, die nach der Deinstallation von Programmen übrig geblieben sind.

Gute Programme gibt es ab 20 Euro

Mit Twin7 von Data Becker (zirka 20 bis 40 Euro) kann man laut Weidemann die Festplatte von überflüssigem Datenmüll säubern und die Leistung verbessern. Das Programm biete eine automatische Optimierung und Analyse des Computers mit anschließenden Verbesserungsvorschlägen. «Umfangreich ist aber auch die automatische Löschfunktion für bestimmte Dateien. Eine Tuning-Möglichkeit ist beispielsweise die Einstellung, nach welcher Zeit abgestürzte Programme automatisch aus dem Arbeitsspeicher fliegen», sagt Weidemann.

Ein weiteres Programm, um den PC auf Zack zu bringen, sei Tune Up Utilities» (zirka 40 Euro): «Mit wenigen Klicks repariert es Software und Programmfehler, verbessert die Leistungsfähigkeit, beseitigt Dateienballast und rettet versehentlich gelöschte Dateien.» Besonders praktisch sei die Funktion «Program Deactivator»: «Damit lassen sich Programme vorübergehend komplett deaktivieren, ohne dass sie deinstalliert werden müssen», sagt Weidemann.

Wer sich einigermaßen gut auf seinem Computer zurechtfinde, könne die Festplatte auch per Hand bereinigen, meint Vahldiek. «Da eignet sich die Datenträger-Bereinigung. Die findet man, indem man auf das Startmenü klickt, dann weiter auf Alle Programme, Zubehör, Systemprogramme und dann auf Datenträger bereinigen. Mit diesen wenigen Klicks löscht man alle temporären Daten, die man nicht mehr braucht.»

ham/zij/som/news.de/dapd

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Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • Sebastian
  • Kommentar 3
  • 21.09.2011 04:44

Hier findet man 17 sehr effektive Optimierungsmaßnahmen für Windows 7 und Vista: http://www.windows7-tuning.de/17-effektive-optimierungen

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  • Ritchi
  • Kommentar 2
  • 11.08.2011 13:32
Antwort auf Kommentar 1

Am PC ist nichts sicher, der CCleaner ist jedoch eines der zuverlässigsten Programme für Autostart- oder Systembereinigungen. Wie immer, empfiehlt es sich eine Sicherungskopie anzulegen.

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  • wissender dritter
  • Kommentar 1
  • 29.07.2011 13:03

WICHTIG!: Wer sich mit seinem Computer nicht auskennt, sollte besser die Finger davon lassen und jemanden aus dem Bekanntenkreis fragen, der am besten Beruflich damit zutun hat! und: FINGER WEG vom CCleaner!!! Damit könnt ihr eurem Gerät den Stoß ins Nirvana geben!

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