Kabelanbieter Der Teufel steckt im Kleingedruckten

Kabelanbieter (Foto)
Viele Kabelanbieter täuschen ihre Kunden. Bild: iStockphoto

Fernsehen, Telefon und Internet aus einer Hand zum günstigen Preis. Das klingt verlockend und lässt so machen Verbraucher in die Falle tappen. Denn wer das Kleingedruckte nicht liest, bürdet sich schnell Zusatzkosten auf.

Wer ein Komplettangebot für Fernsehen, Internet und Telefon abschließt, sollte vorher auf das Kleingedruckte achten. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift Audio Video Foto Bild (Heft 8/2011) nach einem Vergleich der Angebote von sechs Kabelnetzbetreibern in Deutschland. Keiner der sechs Anbieter staffelt seine Angebote klar vom einfachen Basis-TV-Anschluss bis hin zu zusätzlich buchbaren Paketen.

Die Tester der Zeitschrift bemängelten die Informationspolitik der Anbieter im Internet. So werden auf den Webseiten oftmals die Internet- und Telefonangebote groß angepriesen. Bei Unitymedia werden die Internetangebote im Web prominent beworben. Die TV-Angebote fallen dagegen laut Zeitschrift auf der Startseite kleiner aus. Eine Preisangabe fehlt dort. Kabel BW zeigt auf der Startseite nur zusätzlich buchbare TV-Pakete, nicht aber den Basistarif für den TV-Anschluss.

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Vorsicht vor dem Kleingedruckten

Teilweise finden sich im Kleingedruckten Aktivierungsgebühren, Bereitstellungskosten oder sich automatisch verlängernde Probe-Abos. Kunden von Kabel Deutschland erhalten mit dem TV-Anschluss automatisch ein Probeabo für Bezahlprogramme. Kündigen sie dieses nicht innerhalb von 60 Tagen, läuft es ein Jahr lang für 12,90 Euro pro Monat weiter.

Auch Primacom und Unitymedia haben laut dem Test ähnliche Abofallen. Zudem wirbt Primacom für HDTV. Hochauflösendes Fernsehen ist laut Kleingedrucktem aber nur in Teilen des Netzes verfügbar.

Außerdem lauern bei vielen Angeboten zusätzliche Einmalkosten. Primacom verlangt 29,90 Euro bei Bestellung und 12 Euro Versand für den Digitalreceiver. Die Bereitstellungskosten von Telecolumbus können bis zu 49,90 Euro betragen. Die Zusendung des Receivers kostet weitere 9,90 Euro.

som/sis/rzf/news.de/dapd

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