Smartphones Diese Foto-Apps halten, was sie versprechen

Themendienst Handy: Fotos auf dem Smartphone (Foto)
Knipst gerne mit dem Smartphone: Lilly Becker, Ehefrau von Tennislegende Boris Becker. Bild: dapd

Immer für einen Schnappschuss gut: das Smartphone. Leider überzeugt die Qualität der Bilder nicht immer. Foto-Apps bieten Abhilfe. Was sie wirklich können und welche der tausenden Programme empfehlenswert sind, erfahren Sie bei news.de.

Smartphones ersetzen inzwischen durch ihre Fotofunktionen oft die Digitalkamera. Zumindest mit Blick auf die Auflösung reichen Geräte wie das iPhone 4 mit fünf Megapixeln an das heran, was vor wenigen Jahren üblicher Standard bei den kleinen Kompaktkameras war. Um die Ergebnisse zu verbessern, gibt es allein im App-Store aktuell über 4000 Programme, viele davon kostenpflichtig.

André Kramer von der Zeitschrift c't sieht die Flut der Apps in diesem Bereich skeptisch. «Es gibt auch viel Blödsinn da draußen.» Dazu zählten beispielsweise Programme, die den im Smartphone nicht vorhandenen Blitz ersetzen sollen. «Flash» zum Beispiel macht nichts anderes als die Schatten aufzuhellen. «Es gibt keine App, die eine Lampe ersetzen kann», sagt Kramer.

Fotokunst
Tilt-Shift in Eigenregie
Ausgangsbild (Foto) Zur Fotostrecke

Die Schwäche der Fotohandys im Vergleich zu Digitalkameras ist das starke Bildrauschen. Verantwortlich dafür seien «gewisse physikalische Beschränkungen» wie etwa die kleine Linse, sagt Kramer. Bei guten Lichtverhältnissen könnten die Fotohandys mit Hilfe einiger Assistenten passable Ergebnisse liefern. «Das ist praktisch für den schnellen Schnappschuss zwischendurch, aber natürlich absolut kein Ersatz für eine Digitalkamera.»

Zu diesen Tools gehören die kostenpflichtigen Apps Camera Genius, ProCamera oder die Gratisanwendung Darkroom. Sie lösen erst aus, wenn der Nutzer das Fotohandy ganz ruhig hält. Teilweise bieten sie auch ein Raster, um schiefe Bilder von Bauwerken zu vermeiden.

Apps für Verfremdungseffekte

Neben den Aufnahmehilfen gibt es sowohl für das iPhone als auch für Android-Modelle eine unüberschaubare Zahl von Apps, die Filtereffekte imitieren. So bietet das kostenlose Instagram bis zu 15 verschiedene Verfremdungseffekte. Wie bei vielen anderen Tools kann der Nutzer die Bilder gleich ins Internet hochladen.

Die Kaufsoftware Filterstorm beinhaltet neben den Verfremdungen auch eine Bildbearbeitungssoftware zum Freistellen, Skalieren oder Drehen. Eine komplette Bildbearbeitung gibt es kostenlos vom Marktführer Adobe. Photoshop Express ist sowohl für iPhone als auch Android-Smartphones verfügbar und ermöglicht Korrekturen bei der Belichtung, Sättigung oder das Umwandeln eines Bildes in schwarz-weiß.

Kramer empfiehlt zudem die App Hipstamatic. Sie verleiht den Schnappschüssen mit dem Fotohandy den Look der guten alten analogen Kamera. Zu der kostenpflichtigen Basisversion kann sich der Nutzer weitere Module herunterladen, die etwa Filmtypen imitieren. Ganze Panoramen erstellt das kostenlose Microsoft-Tool Photosynth sowie die Kauf-App Auto Stitch Panorama. Für interessante Miniatureffekte bietet sich der kostenpflichtige TiltShift-Generator an. Wie Sie den Miniatureffekt mit Ihrer Kamera nachstellen, verrät dieses <em>news.de</em>-Tutorial.

Bei allen Helferlein sollten Nutzer nicht vergessen, dass sie mit dem Smartphone gewaltige Kompromisse in Sachen Qualität eingehen, sagt Kramer. «Es ist absolut kein Ersatz für eine vollwertige Kamera. Das eine sind Schnappschüsse, das andere ästhetisch gute Fotos.» 

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sis/ham/rzf/news.de/dapd

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