Roaming Mit Wlan und Co. billig im Ausland surfen

Sparen beim Roaming (Foto)
Telefon abschalten oder Sim-Karte tauschen: Es gibt viele Möglichkeiten, beim Roaming zu sparen. Bild: dapd

Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann
Der Schock nach dem erholsamen Urlaub: Die Handyrechnung sprengt alle Rekorde. Doch wie lassen sich Roaming-Gebühren sparen? Die Tipps von news.de.

Mit dem eigenen Handy oder SmartphoneSmartphones sind streng genommen Mobiltelefone mit erweiterten Fähigkeiten - zum Beispiel für die Verwaltung von Kontakten, Terminen und Aufgaben (sogenannten PIM-Funktionen) - sowie multimedialen oder internetbasierten Anwendungen. Sie benutzen meist ein spezielles Betriebssystem, welches die Installation weiterer Programme erlaubt (Symbian OS, Windows-Mobile, Android). Der Begriff Smartphone wird oft synonym verwandt für Geräte anderer Gattungen, zum Beispiel Organizer oder PDAs mit Telefonfunktionen. im Ausland telefonieren oder im Internet surfen wird schnell teuer. Trotz gerade gesenkter Roaming-Preise. Wer sein Telefonverhalten vor dem Urlaub genau durchspielt, kann sich besser vorbereiten.

Urlaubsfallen
So werden Touristen betrogen

Vor dem Urlaub: Wer im Urlaub mit seiner eigenen Telefonnummer telefonieren und surfen will, sollte sich bei seinem Anbieter über den EU-Tarif informieren, der laut Stiftung Warentest allerings bei keinem der Anbieter so heißt. Außerdem unterteilen die Netzbetreiber die Länder in unterschiedliche Kategorien - und fordern für das Surfen auch verschiedene Preise.

E-Plus beispielsweise verlangt im Roaming-Typ «Reisevorteil» pro angefangenen 10 Kilobyte bis zu 20 Cent. Bei 1 Megabyte (1024 Kilobyte) sind das rund 20 Euro. Bei T-Mobile kostet jeder angefangene Datenblock von 50 Kilobyte im Tarif «Smart Traveller», der laut Unternehmen bei allen aktuellen Sprachtarifen voreingestellt sei, bis zu 79 Cent. Bei 1 Megabyte sind das rund 16 Euro. Zum Vergleich: Ein Foto vom Urlaubsort kann bis zu 2 Megabyte groß sein.

Service-Hotline E-Plus/Base  o2 Vodafone   T-Mobile
Vertragskunden (0163)
11 40
(0179)
5 52 2
(0172)
1 22 20
Kurzwahl
22 02
Prepaid-Kunden (0177)
11 47
(0179)
5 52 82
(0172)
1 22 20
Kurzwahl
22 02


Sich vorab über die Datenkosten zu informieren, ist deshalb wichtig, weil die EU - anders als bei Telefoniekosten - keine Obergrenzen gesetzt hat. Zumindest sind die Anbieter aber verpflichtet, bei einem Kostenverbrauch von 60 Euro (Surfen plus Mehrwertsteuer) die Datenleitung zu trennen. Wer bereit ist, mehr zu zahlen, muss dies im Vorfeld des Urlaubs mit dem Provider explizit abstimmen. Eine Alternative sind sogenannte Tagesflats, bei T-Mobile zum Beispiel «Travel & Surf».

Aktivurlauber und Wanderer: Digitale Navigationskarten sind praktischer als die Papiervariante. Wer seine Reise plant, sollte entsprechende Karten-Apps bereits in Deutschland auf sein Smartphone herunterladen und dort auch für das Reisegebiet aktualisieren. Da entsprechende Software in der Regel ein echter Megabyte-Fresser ist, wird es im Urlaub sonst teuer. Beispiel: Google Maps für ein Smartphone wird im Android Market mit rund 7 Megabyte angeboten. Wer die App erst im Urlaub herunterlädt und dort dann per Online-Verbindung auf der Karte sucht, ist schnell bei 10 Megabyte. Mehr sind es bei Satellitenbildern.

Erste Regel für den Urlaub: Schalten Sie das automatische Einwählen ihres Handys ins Internet aus. Viele Geräte haben diese werksseitige Einstellung, um ungehemmt GPS-Satelliten und E-Mail-Konten zu kontaktieren. Viele Smartphone-Besitzer vergessen diese Funktion häufig. Wer sich von der Verbindung ins Internet nicht ganz trennen möchte, sollte zumindest Apps abschalten, die diesen Kontakt oft aufbauen.

Günstig telefonieren: Wer mit seinem eigenen Handy aus dem Ausland zu Hause anruft, zahlt mindestens 41 Cent im EU-Tarif. Günstiger ist es, einen Rückruf aus Deutschland zu vereinbaren. Der Anrufer zahlt den Preis für das deutsche Funknetz - also mindestens 9 Cent, abhängig vom eigenen Vertrag. Für den Angerufenen werden dann nur die Weiterleitungskosten ins Ausland fällig. Das sind 13 Cent pro Minute. Erfolgt ein Rückruf aus Deutschland per Festnetz, werden laut Stiftung Warentest mindestens 20 Cent fällig.

Kostenlose Wlan-Hotspots nutzen: Viele Bars, Hotels und Restaurants bieten kostenlosen Zugang ins Internet - insbesondere, wenn diese zu großen Unternehmensketten gehören. Aber auch hier gilt: Suchen Sie möglichst schon in Deutschland nach entsprechenden Anbietern. Hilfreich dabei ist unter anderem die Internetseite hotspot-locations.de. Wlan-Hotspots können hier nach Land und Region gesucht werden. Im Ergebnis ist zu sehen, ob es sich um Bezahl- oder kostenlose Angebote handelt.

Aber aufgepasst: Einige Restaurants bieten die kostenfreie Nutzung des Wlan nur in Verbindung mit einer Bestellung an. Außerdem sollten Nutzer von Hotspots - egal ob im Café oder Hotel - darauf achten, dass die Verbindung verschlüsselt ist.

Prepaid-Karte aus dem Ausland. Sparfüchse tauschen die eigene Sim-Karte gegen eine Prepaid-Karte aus dem Ausland aus. Die gibt es im Internet - zum Beispiel bei travelsimshop.com, oder vor Ort im Supermarkt oder am Flughafen. Der Vorteil: Wer telefonieren oder im Internet surfen will, zahlt dann den Inlandstarif des Urlaubslandes und braucht nur das Guthaben auf, das vorab aufgeladen wurde. Gespräche aus Deutschland sind für den Reisenden kostenlos, nach Hause zu telefonieren ist ebenfalls günstiger. Der Nachteil: Reisende sind für die Zeit des Urlaubs nicht mehr unter der eigenen Telefonnummer zu erreichen.

Wichtig: Die Prepaid-Karten können nicht in allen Handys genutzt werden, sondern nur in solchen, die nicht an das Netz eines bestimmten Providers (Sim-Lock) gebunden sind.

sis/rzf/news.de

Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig