3D Weg mit der Brille!

Sie ist teuer und stört: die 3D-Brille. Es wird Zeit, dass sie von der Bildfläche verschwindet. Ein aktuelles 3D-Notebook verzichtet auf das lästige Accessoire. Zur Ifa wandert die brillenlose Technologie zudem ins Wohnzimmer.

Qosmio - 3D ohne Brille (Foto)
Qosmio - 3D ohne Brille. Bild: Toshiba

Wer etwa 1700 Euro auf den Ladentisch legt, bekommt dafür ein abgewracktes Auto, einen gut ausgestatteten internetfähigen HD-Fernseher oder ein Notebook mit dem Namen Qosmio F750 von Toshiba. Das Unternehmen, das seinen Ifa-Auftritt in diesem Jahr unter den Schwerpunkt «3D» stellen will, startet mit dem mobilen Computer in ein dreidimensionales Zeitalter ohne Brille.

Das Gerät ist in der Lage, 2D- und 3D-Inhalte gleichzeitig darzustellen. Wer ein Video in 3D anschauen will, kann nebenbei ganz normal in seinem Textverarbeitungsprogramm weiterarbeiten - in 2D natürlich. Mittlerweile ist es Standard, zweidimensionale Inhalte zu konvertieren. Das geschieht auf Knopfdruck.

Realisiert wird das brillenlose 3D mit der sogenannten Active-Lense-Technologie. Dabei sorgt eine Linse, die vor dem eigentlichen TFT-Panel sitzt, dafür, dass zwei Bilder mit unterschiedlichen Perspektiven für das rechte und linke Auge erzeugt werden. Dafür verfügt das Qosmio über eine Webcam. Sie erfasst die Kopf- beziehungsweise Augenbewegungen des Nutzers, sodass die Linse die ausgegebenen Bilder entsprechend adaptieren kann.

Die Webcam macht außerdem die Sicherung des Geräts durch Gesichtserkennung möglich. Im Inneren des 15-Zoll-Notebooks arbeitet ein Intel-Core-i7-Prozessor mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher. Für Gamingvergnügen ist die NVIDIA GeForce GT 540 mit an Bord.

Hersteller wie Asus und Acer haben bereits ähnliche Geräte angekündigt oder vorgestellt. Wann diese erhältlich sein werden, ist aber noch unklar.

Fernseher ohne Brille und 3D aus dem Kino

Im Rahmen der Ifa-Vorschau versprach Toshiba zudem, einen 3D-Fernseher vorzustellen, der ohne Brille auskommt. Dies sei aber ungleich schwieriger umzusetzen, da solch ein Gerät einer enormen Rechenleistung bedürfe. Realisieren will das Unternehmen dies mit der eigenen Multiprozessor-Plattform Cevo-Engine. Sie wird auch in den ab September erhältlichen, herkömmlichen 3D-Fernsehern der Serien YL und WL arbeiten - preislich soll es ab etwa 1500 Euro losgehen.

Welche 3D-Innovationen die anderen TV-Hersteller zur Ifa zeigen werden, erfahren Sie hier.

ham/sca/news.de

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