Anonym im Internet
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Von news.de-Redakteurin Sophia Sieber
Artikel vom 28.06.2011
Wer im Netz surft, hinterlässt Spuren und gibt unzählige Informationen über sich preis. Anonymisierer helfen, den Datenstriptease zu verhindern. Welche Programme es gibt und was sie wirklich leisten, lesen Sie hier.
Welche Spuren hinterlasse ich beim Surfen?
Jedem Computer, der an das Internet angebunden ist, wird eine IP-Adresse zugewiesen. Sie macht die Geräte erst adressier- und erreichbar und ist quasi das digitale Pendant zur Postanschrift. Wer surft, gibt in der Regel seine IP-Adresse preis.
Damit verrät der Nutzer, wann er eine Seite besucht hat, mit welchem Betriebssystem er arbeitet, welchen Browser er nutzt und in welchem Land er sich befindet. «Sorry, this content is not available in your location», heißt es, wenn sich jemand beispielsweise US-amerikanische, in Deutschland noch nicht ausgestrahlte Serien auf der Seite des entsprechenden US-Networks anschauen will. Die sperren den deutschen Nutzer aus lizenzrechtlichen Gründen aus.
Verräterisch sind auch die sogenannten CookiesSind kleine Textdateien, die ein Server an den eigenen Browser sendet. So kann das Surfverhalten des Nutzers registriert werden. . Sie markieren den Surfer und machen ihn so identifizierbar. Oft werden sie dauerhaft vom Browser gespeichert. Amazon nutzt die kleinen Textdateien beispielsweise dazu, seine Kunden bei einem Besuch automatisch zu erkennen und persönlich zu begrüßen. Außerdem ist es dem Versandhändler so möglich, persönliche Kaufempfehlungen zu geben.
Welche Einstellungen bietet mein Browser?
Zumindest gegen die Machenschaften der Cookies bieten schon die Browser einen Schutz. Der Internet Explorer ab Version 8 ermöglicht privates Surfen. Dafür einfach ins Menü auf «Extras» gehen und die Funktion «InPrivate» (Tastenkombination «Steuerung+Umschalt+P») auswählen. Ihre IP-Adresse verschleiern Sie so nicht, aber Sie verhindern, dass ein Browserverlauf angelegt wird, temporäre Internetdateien, Cookies oder Kennwörter gespeichert werden.
Das Firefoxsche Pendant dazu heißt «Privater Modus», auch er kann über die Tastenkombination «Steuerung+Umschalt+P» eingestellt werden.
Was macht Anonymisierungssoftware?
Wem das nicht weit genug geht, der kann eine Anonymisierungssoftware auf seinem Rechner installieren. Sie verschafft dem Surfer eine anonyme IP-Adresse. Laut chip.de gibt es drei Methoden, zwischen denen Nutzer wählen können.
Die erste ist VPNVirtual Private Network - zu deutsch virtuelles privates Netz - kurz VPN ist eine Schnittstelle in einem Netzwerk. (Quelle: wikipedia) - Virtual Private Network. Hierfür installiert der Nutzer eine Software auf seinem System. Sie sorgt dafür, dass alle ausgehenden Datenpakete abgefangen und über einen VPN-Server geschleust werden, der dem Nutzer eine anonyme IP-Adresse zuweist. Die chip.de-Redakteure nennen einen gravierenden Nachteil: Zwar seien die VPN-Server in der Regel schnell, jedoch müssten Kunden dem Anbieter vertrauen können. Nach außen hin sei der Surfer zwar anonym, seine Daten lägen aber vollständig auf dem Server des VPN-Dienstes.
Eine weitere Option sei das sogenannte Onion-Routing: Hier nutzt der User laut chip.de keinen festen Server, sondern viele freie Proxyserver. Mix-Kaskaden ist die dritte Methode im Bunde, auch hier wird die Anfrage des Users über mehrer Server geschickt.
Kauf- oder Gratisprogramm?
Anonymisierer gibt es viele, einige davon sind sogar kostenlos. Ein prominenter Vertreter ist «Tor». Der Name des Gratis-Dienstes ist das Akronym für «The Onion-Routing». In einem Test der Computerbild-Test zeigte sich «Tor» zwar als sehr sicher, allerdings auch als sehr langsam. Gleiches Urteil gab es für das kostenlose Anonymouse. Mit ihm konnten die Tester nur «im Schneckentempo» surfen. Auch die Qualität der Anonymisierung war unsicher.
Wer trotz Tarnkappe zügig unterwegs sein wolle, sollte zu Kaufsoftware greifen, raten die Computerbild-Redakteure. Im aktuellen Ranking verzögerte gerade der Testsieger CyberGhost den Seitenaufbau minimal. Allerdings müssen Interessierte hier etwa 80 Euro im Jahr einplanen. Ebenso gut geschlagen haben sich die Programme ArchiCrypt und Internet Anonym - sie kosten ebenfalls circa 80 Euro.
Welche Nachteile hat die Nutzung von Anonymisierungssoftware?
Unter dem Radar zu surfen, hat nicht nur Vorteile. Neben den verlängerten Ladezeiten, müssten User auch mit weniger Komfort rechnen: Seiten können nicht immer korrekt angezeigt und Videos nicht mehr einwandfrei abgespielt werden, so die Computerbild-Tester.
Außerdem müssen Nutzer damit rechnen, dass sie ausgesperrt werden. Erst in der vergangenen Woche hatte Niedersachsen den Zugriff auf seine Seiten über Anonymisierungsdienste kurzzeitig verweigert, im Interesse der IT-Sicherheit. Wie der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen kurz darauf mitteilte, behalte man sich vor, «Anonymisierungsdienste wieder in die Sperrlisten aufzunehmen, sollten über diese Dienste Angriffe von Hackern auf das Landes-CMS durchgeführt werden.»
ham/rzf/news.de
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Anonym surfen geht heute schon mittels UMTS und FLAT von LDL, ALDI und co. Wie? Man barkaufe eine SIM-Karte, anonymisiere diese bei der Anmeldung, was durchaus gegen geltendes Recht verstößt. Dann noch ein Neetbook oder Smartphone, ganz ohne persönliche Daten und schon können einen die vielen Datenschnuffies mal kreuzweise. Doch halt, dank UMTS-Ortung sind Handy/UMTS-Sticknutzer immer auffindbar. Und zwar von jedermann! Wer ständig in Bewegung ist, verkompliziert das mit der Ortung. Da haben die öffentlichen Verkehrsmittel gleich in doppelter Hinsicht was mit erhöter Verkehrsicherheit gemein.
jetzt antwortenKommentar meldenMan kann nioch so anonym surfen. Festplatte hat jeder ,na da liegt doch alles . Es kann hochgefahren werden !!
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