Neuer Hackerangriff Nintendo unter Beschuss

Nintendo unter Beschuss von Hackern (Foto)
Kundendaten seien nicht gestohlen worden. Doch der aktuelle Angriff von Hackern auf Nintendo zeigt: Sicherheit ist in der Branche ein Problem. Bild: dapd

Hacker setzen der Gamesbranche derzeit schwer zu. Sony kämpft weiter mit Angriffen, Square Enix litt ebenfalls unter Datenklau und jetzt hat es Nintendo erwischt. Kunden sollen aufatmen können, trotzdem war der Zeitpunkt ein strategischer Volltreffer.

Der Besuch der Hacker-Gruppe Lulz Security soll harmlos verlaufen sein. Kundendaten oder Firmendaten seien nicht gestohlen worden, heißt es seitens Nintendo. Allerdings wollten die Angreifer deutlich machen, dass auch bei diesem japanischen Spielekonzern die Sicherheit durchaus Schwachstellen hat. Das Leck, auf das Lulz Security hatte hinweisen wollen, sei inzwischen gestopft worden.

Wie die Angreifer selbst berichten, hätten sie eine Konfigurationsdatei von einem Nintendo-Webserver in den USA beschafft. «Wir lieben Nintendo», versicherten die Hacker zugleich in einer Nachricht beim Kurzmeldungsdienst Twitter.

Für das japanische Unternehmen ist das allerdings ein schlechter Start für die Electronic Entertainment Expo, die am Abend (Ortszeit) in Los Angeles beginnt. Dort will Nintendo eine spielbare Version der neuen Wii vorstellen, die bislang unter dem Arbeitstitel «Project Café» firmiert.

ham/rzf/som/news.de/dpa

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