Technikneuheiten Schwebt Apple bald auf Wolken?

Neue Betriebssysteme für mobile und stationäre Geräte und der Weg ins Cloud Computing - in diesen Bereichen will Apple Neuheiten präsentieren. Nach Revolution klingt das nicht. Was also hat Apple in der Hinterhand?

Apple stellt Neuheiten vor  (Foto)
Details zum iPhone 5 oder doch nur neue Betriebssysteme. Apple startet seine Entwicklerkonferenz. Bild: dpa

Smartphones und Tablet-PCs - in diesen beiden Sparten erlebt der Technikmarkt derzeit eine wahre Flut an Neugeräten. Selbst E-Plus-Ableger Base ist gerade mit einem tragbaren Gerät am Start. Doch um den Revolutionär in beiden Sparten ist es derzeit zu ruhig. Abgesehen vom Streit mit Samsung und einem kleinen Speicherskandal rund ums iPhone hält Apple sich bedeckt.

Selbst die Gerüchteküche brodelt nur bedächtig um die Trendsetter aus Cupertino. Intensive Diskussionen gibt es lediglich um das iPhone 5, dessen Spezifikationen und den möglichen Marktstart. Doch selbst wenn Apple hier mit klaren Daten aufwartet - einen Hype wird das nicht auslösen. Was also hält das Jobs-Imperium zum heutigen Start der Entwicklerkonferenz (WWDC) in der Hinterhand? Sollte das Prinzip «totale Verschwiegenheit» tatsächlich einmal funktioniert haben oder ist der Internetdienst iCloud alles, was den Entwicklern eingefallen ist?

Potenzielle Überraschung könnte Time Capsule sein. Der hauseigene Router mit Backup-Funktion könnte laut einer von cultofmac.com nicht näher genannten unternehmensnahen Quelle stärker als persönlicher Server eingesetzt werden und Backups per Cloud Computing verfügbar machen - und zwar in Verbindung mit iCloud für Mac und Mobilgeräte.

Dies stützen könnte die These, es handele sich bei iCloud um eine Online-Festplatte, auf der Besitzer von Apple-Geräten ihre virtuellen Einkäufe aus dem iTunes-Store ablegen könnten. Entsprechende Verträge sollen mit den großen Konzernen bereits geschlossen sein. Es wäre allerdings untypisch für die Hightech-Schmiede, wenn dieses Cloud-Computing-Vorhaben so bliebe, wie es andere Anbieter bereits offerieren - Dokumentenaustausch inklusive.

Eine Online-Präsenz des Vorhabens scheint bereits in den Startlöchern zu stehen. Wie macrumors.com Anfang Juni meldete, habe Apple für den Dienst die Domain iCloud.com registriert - angeblich für 4,5 Millionen US-Dollar. Diese leitet bislang auf die Webadresse cloudme.com um, einen Onlinespeicher für Dateien, der von PC und Mobilgeräten gleichermaßen genutzt werden kann. Heise.de vermutet, unter iCloud könnten auch die bislang unter MobileMe gebündelten Angebote integriert werden.

Sicher ist, dass iOS 5, das neue Betriebssystem für iPhone, iPod Touch und iPad, vorgestellt wird. Das hatte das Unternehmen bereits im Vorfeld angekündigt. Gleiches gilt für das jüngste Betriebssystem für den Mac, das den Namen «Lion» tragen soll. Steve Jobs selbst will die Präsentation der aktuellen Produkte übernehmen.

Macnotes spekuliert, dass im iOS künftig soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook direkt integriert werden könnte, eine Spracherkennung für die mobilen Geräte sei nach dem Zukauf des Unternehmens Nuance ebenfalls denkbar.

Apples Präsentation zu WWDC beginnt um 19 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Sie ist Auftakt zur Apple-Entwicklerkonferenz, die bis zum 10. Juni andauert.

rzf/som/news.de

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