News.de-Check Stabmixer im Test

Von news.de-Redakteurin Sophia Sieber
Pürieren, zerkleinern, schlagen: Moderne Stabmixer machen den klobigen Küchenmaschinen längst Konkurrenz. Neue Modelle ohne Schnur versprechen zudem höchsten Komfort. News.de hat vier aktuelle Geräte unter die Lupe genommen.

Ob für eine köstliche Cremesuppe, einen erfrischenden Smoothie oder Crushed Ice - Stabmixer erleichtern die tägliche Küchenarbeit. Einige Modelle machen die klobige Küchenmaschine sogar überflüssig - können Sahne schlagen oder Kaffee mahlen.

News.de hat vier aktuelle Modelle genauer unter die Lupe genommen. Darunter der Philips-Stabmixer Viva Collection, der Tefal Click&Mix 450, der ESGE Zauberstab und der Braun Multiquick 7 Schnurlos. Er bekommt seine Energie von Lithium-Ionen-Akkus und ist damit nicht an eine Steckdose gebunden. Wie er sich im Vergleich zur Konkurrenz schlägt, erfahren Sie auf den nächsten Seiten.  

Zum Philips-Stabmixer Viva Collection

Heißer Winter
Seelentröster Suppe

Philips-Stabmixer: Viva Collection

Design. Schnörkellos und edel wirkt der Stabmixer von Philips. Das Gerät ist schlicht gehalten, in Weiß und Lavendel, Messer und Schaft bestehen aus Edelstahl. Der Stabmixer ist eines der schwereren Geräte im Test, dafür liegt er aber sehr angenehm in der Hand - auch dank sogenanntem Soft-Touch-Griff.

Bedienungsableitung. Die Bedienungsanleitung des Philips-Stabmixers ist im Testfeld am magersten ausgefallen. Hier steht nur das Nötigste. Dafür können sich Interessierte auf der Homepage des Herstellers weiter informieren.

Ausstattung. Das Gerät verfügt über einen 600-Watt-Motor und ein vertikal und horizontal schneidendes Messer. Aufgewertet wird der Stabmixer durch einen Zerkleinereraufsatz samt Becher. Dazu kommt ein Messbehälter zum Aufbewahren.

Das praktische Extra. Philips spendiert seinem Stabmixer einen Schneebesenaufsatz. Das klingt banal, ist aber äußerst praktisch: Sahne, Eischnee oder Pfannkuchenteig - alles kein Problem. Damit sticht das Gerät deutlich aus dem Testfeld heraus.

Stärken. Im Test zeigte sich der Philips als zuverlässiger und starker Zerkleinerer. Ob Kürbis, gefrorene Früchte, kein Problem - gerade mit aktiver Turbotaste. Kräuter, Zwiebeln oder Knoblauch zerkleinerte das Gerät gleichmäßig. Mit dem Schneebesen schlagen Sie zuverlässig Sahne oder Eischnee auf.

Schwächen. Im Vergleich zu anderen Modellen im Test bringt der Philips das wenigste Zubehör mit, so gibt es beispielsweise keinen Aufsatz zum Eiscrushen. Außerdem ist die Bedienungsanleitung sehr knapp. Rezeptangebote finden Kunden auf der Philips-eigenen Website. Sie ist bedienfreundlich, funktionierte im Test mit dem Firefox-Browser aber nicht immer einwandfrei.

Preis. In einigen Online-Shops gibt es den Mixer ab etwa 50 Euro zuzüglich Versandkosten. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt bei 59,90 Euro.

Fazit. Mehr braucht keine Küchenfee. Dank des Schneebesenaufsatzes ersetzt der Stabmixer locker eine Küchenmaschine. Leider fehlt der Aufsatz und das Zubehör zum Eiszerkleinern, da sind die Konkurrenten voraus. Gut gelungen ist auch das abgestimmte Online-Angebot des Herstellers mit vielen Rezeptvorschlägen.

Bruschetta - das Rezept zum Mixer.

1. Baguette in dicke Scheiben schneiden und mit Olivenöl (z.B. Bertolli) bestreichen, im Backofen bei etwa 200 Grad etwa 12 Minuten rösten.

2. Tomaten kurz im Zerkleinerer häckseln. (alternativ: Knorr Tomato al Gusto Tomaten Stückchen). Zwiebeln und Knoblauch ebenfalls im Zerkleinerer häckseln, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Knoblauch, Zwiebeln und Tomaten mischen, abschmecken.

3. Brotscheiben mit Knoblauch einreiben. Tomatenmischung darauf verteilen. Mit Basilikumblättern garnieren. 

Zum Tefal Click&Mix 450

Tefal Click&Mix 450

Design. Im Vergleich zu den anderen Geräten im Test ist der Tefal Click&Mix deutlich verspielter. Das kleine und leichte Gerät besteht ausschließlich aus Plastik. Dadurch wirkt es nicht so wertig wie die Konkurrenz.

Bedienungsableitung. Die Bedienungsanleitung des Mixers ist sehr ausführlich. Allerdings ist die Schrift so klein, dass der eine oder andere Zeitgenosse eine Lupe braucht. Praktisch: Eine Übersichtstabelle stellt Rezepte und die passende Zubereitungsanleitung vor.

Ausstattung. Unser getestetes Modell schafft 450 Watt und ist damit schwächer als die Konkurrrenz. In der Praxis machte sich dieser Leistungsunterschied aber nicht bemerkbar. Dazu kommen ein 0,8-Liter-Becher und ein Ice-Crusher-Einsatz.

Das praktische Extra. In einem bunten Kunststoffbehälter bringt der Click&Mix vier verschiedenfarbige Wechselköpfe mit. Jede Farbe steht für einen anderen Anwendungsbereich: Grün zum Mixen, Gelb zum Emulgieren, Blau zum Eiszerkleinern und Rot zum Zerkleinern von Fleisch.

Stärken. Für den Tefalmixer sind auch härtere Zutaten wie Kürbis oder Apfel kein Problem. Besonders beim Eiszerkleinern kann der blaue Aufsatz seine Stärken ausspielen. Das Eis wird fein und gleichmäßig zerkleinert - perfekt für eine erfrischende Margarita.

Schwächen. Das Plastik des Mixers riecht unangenehm, außerdem wird das Gerät beim Zerkleinern härterer Zutaten wie Kürbissen ordentlich heiß. Im Test funktionierte der gelbe Aufsatz nicht optimal, der Eischnee blieb sehr flüssig. Die Reinigung des Geräts ist umständlich: Es reicht nicht, den Mixer einfach unter dem Wasserhahn abzuspülen. Da die Zutaten hinter die Wechselköpfe laufen, muss der Mixaufsatz jedes Mal auseinandermontiert werden.

Preis. Das Gerät gibt es im Online-Shop ab etwa 45 Euro inklusive Versandkosten.

Fazit. Der Tefal Click&Mix ist ein handliches Gerät, das durch seine Wechselköpfe sehr flexibel ist. Allerdings funktionierte im Test das Schlagen von Eischnee nur bedingt. Unangenehm fielen zudem Hitze- und Geruchsentwicklung auf, wenn das Gerät mit härteren Zutaten konfrontiert wurde.

Margarita - das Rezept zum Mixer.

1. Ice-Crusher-Einsatz in den Messbecher stecken. Drei Eiswürfel einfüllen, den blauen Messereinsatz auf den Mixer stecken. Eis im Turbogang zerkleinern.

2. Das zerkleinerte Eis mit 60 ml Tequila, 30 ml Cointreau und 10 ml Zitronensaft auffüllen.

Zum ESGE Zauberstab

Unold: ESGE Zauberstab

Design. Im Vergleich zur Konkurrenz ist der ESGE Zauberstab ein echter Brocken. Trotzdem liegt das Gerät dank ergonomischem Griff gut in der Hand. Für sein silbernes Plastikgehäuse wird er keinen Schönheitspreis gewinnen. Anders als bei der Konkurrenz ist sein Mixerkopf nicht abnehmbar.

Bedienungsableitung. Unser Testmodell, der ESGE Zauberstab in der Schuhbeck-Edition, kommt mit einer mehr als ausführlichen Bedienungsanleitung, die mit anschaulichen Bildern korrekte Handhabung, Bedienung und Reinigung vorführt. Dazu gibt es viele Rezeptvorschläge zu den Messereinsätzen.

Ausstattung. Dem 180-Watt-starken Geräte liegen ein Becher und ein Zerkleinerer bei, der sogar für Kaffee geeignet ist. Dazu kommen mehrere Wechselmesser, darunter auch eine Schlagscheibe für Sahne, Pudding oder Eischnee. 

Das praktische Extra. In unserer Schuhbeck-Version liegt dem Zauberstab ein abgestimmtes Rezeptbuch von Alfons Schuhbeck bei, sehr nützlich.

Stärken. Der Zauberstab ist ein absolut robustes Gerät, das auch mit härteren Zutaten wie Kürbis oder gefrorenen Himbeeren keine Probleme hat. Besonders vielseitig wird er durch die Wechselmesser. Anders als beim Tefalgerät verrichtet der Quirleinsatz seinen Dienst tadellos. Der Eischnee gelingt binnen weniger Sekunden perfekt, auch Milchschaum ist schnell hergestellt.

Schwächen. Das fast zwei Kilogramm schwere Gerät kommt ohne abnehmbaren Mixerkopf, das erschwert die Reinigung des Geräts deutlich. Im Test schaffte der Zauberstab nicht immer ein gleichmäßiges Pürierergebnis.

Preis. Ein ebenso großer Brocken wie das Gerät selbst ist der Preis: 179,99 Euro. In manchen Online-Shops ist das Gerät ab 140 Euro inklusive Versandkosten zu haben.

Fazit. Der Zauberstab ist ein robustes und zuverlässiges Gerät mit einem großen Funktionsumfang. Der Preis ist dennoch recht hoch, bedenkt man, dass das Philipsgerät mit einer vergleichbaren Ausstattung etwa 100 Euro günstiger ist. Fans von Alfons Schuhbeck kommen voll auf ihre Kosten. 

Mousse au Chocolate - das Rezept zum Mixer:

1. 150 Gramm Zartbitter-Schokolade über einem heißen Wasserbad langsam schmelzen und mit 50 Milliliter starkem Kaffee verrühren.

2. Drei frische Eigelb mit 20 Gramm Vanillezucker mit der Schlagscheibe schlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Mit der Schoko-Kaffeemischung verrühren.

3. 100 Gramm Sahne mit der Schlagscheibe steif schlagen und unter die Schokomasse heben. Aus drei Eiweiß und vier Esslöffeln Zucker Eischnee schlagen und unterheben.

4. Mousse in Schälchen füllen und sechs Stunden kühlen lassen. 

Zum Braun Multi-Quick Kabelloser Stabmixer

Braun Multi-Quick Kabelloser Stabmixer

Design. Klavierlack und Edelstahl lassen den Braun-Mixer besonders hochwertig wirken. Das Gerät liegt gut in der Hand, ist allerdings nicht so griffig wie der vergleichbar große Esge Zauberstab. Wie es sein Name schon sagt, arbeitet der Mixer kabellos. In einer optisch abgestimmten Ladestation wird das Gerät zudem äußerst ansehnlich präsentiert.

Bedienungsableitung. Brauns Multi-Quick kommt mit ausführlicher Bedienungsanleitung, die kurz und knapp die wichtigsten Hinweise zur Handhabung und Reiniung gibt. Rezepte wie beim Tefalgerät oder dem Zauberstab liegen nicht bei. Eine winzige Auswahl bietet dafür die Website des Herstellers, übersichtlich ist das Angebot allerdings nicht.

Ausstattung. Zum Mixer samt Ladestation gehören ein Messbecher, ein Zerkleinerer und ein Eiswürfelzerkleinerer. Für Power sorgen die Lithium-Ionen-Akkus. Sie benötigen für eine volle Ladung etwa zwei Stunden und sollen dann 20 Minuten einsatzbereit sein. Im Test hielt das Gerät allerdings nie so lange durch.

Stärken. In seiner Nähe braucht der Stabmixer keine Steckdose, das macht ihn äußerst flexibel. Praktisch: Die Ladestation dient gleichzeitig als Ständer, so hat das Gerät stets seinen Platz.

Schwächen. Seine Stärke ist auch gleichzeitig seine Schwäche. Wer den Mixer einsetzen will, muss ihn stets aufladen. Dafür hängt die Ladestation ständig an der Steckdose und verbraucht Energie. Den Mixer nach dem Gebrauch im Schrank verstauen und spontan wieder einsetzen, ist damit nicht möglich. Zudem ist die Kombination aus Ladestation und Mixer sehr groß, nimmt in kleinen Küchen viel Platz weg. Im Test zeigte sich zudem, dass der schnurlose Mixer Probleme mit härteren Zutaten wie Kürbis hat. Im Vergleich zur Konkurrenz brauchte er deutlich länger, bis alle Stücken fein püriert waren. Außerdem rutschte der Mixaufsatz beim Pürieren von Suppe immer vom Motorteil ab. Nicht zufriedenstellend arbeitete zudem der Eiszerkleinerereinsatz: Zu große Stücke blieben zurück, zudem brauchte das Gerät für die gleiche Menge länger als der Tefalkonkurrent.

Preis. In manchen Online-Shops ist das Gerät bereits ab 85 Euro inklusive Versandkosten zu haben. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt bei 169,99 Euro.

Fazit. Der Multiquick 7 Schnurlos hat im Test deutliche Schwächen gezeigt, sowohl beim Zubereiten von Speisen als auch in der Handhabung. Das Konzept hinter dem Mixer überzeugt trotzdem: schnurlos flexibel. Wer ein schickes Gerät für die Designerküche sucht und sich eher auf leichte Suppen und Smoothies beschränkt, liegt mit dem Multiquick genau richtig.

Himbeersmoothie - das Rezept zum Mixer.

1. 300 Gramm Himbeeren pürieren und sieben. Ein paar Himbeeren zur Deko beiseite legen.

2. 500 Gramm Vanille-Eis (z.b. Cremissimo) mit 250 Millilitern Buttermilch, dem Himbeerpüree und dem Abrieb einer Zitrone kräftig mixen.

3. In Gläser füllen und mit Himbeeren und Minze garnieren.

zij/ham/news.de

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