Spielerei der Woche Die iPhone-Kamera

Smartphones sind zum Surfen und Telefonieren da, mit der Kamera lassen sich gute Schnappschüsse machen. Unsere Spielerei der Woche ist die Kombination aus beiden Welten. Eine Smartcam.

Leica i9 (Foto)
Mit der Leica i9 wird das iPhone zur Kompaktkamera. Bild: screenshot

Ist das der Gnadenstoß für die Digitalkameras? Ein Konzept der kalifornischen Black Design Association (Blackda) kombiniert das iPhone 4 mit einer Leica-Kamera. Heraus kommt sozusagen eine Smartcam.

Tatsächlich soll die i9 eine eigenständige Kamera sein - mit internem Speicher, 12-Megapixel-Auflösung und achtfach optischem Zoom. Inspiriert sein dürfte die i9 von Leicas M9, der nach eigenen Angaben kleinsten kompakten Kamera der Welt im angesagten Retroschick. Für die dürfen Fotoverrückte etwa 5000 Euro auf die Ladentheke legen. Blackda hat für seine i9 zumindest humanere Preisvorstellungen, die zwischen 900 und 1200 Dollar - umgerechnet 600 bis 800 Euro - liegen.

Für das iPhone ist die Kompaktkamera im Prinzip das schützende Gehäuse. Mit der passenden App kommen alle Schnappschüsse von der Knipse auf das Smartphone. Das wiederum steuert sein Retinadisplay, zusätzliche Speicherkapazität, mobilen Internetzugang und den Multitouchscreen zum Kamera-Smartphone-Mix bei.

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Umsetzung fragwürdig

So können die Fotos nicht nur besser betrachtet werden, sondern auch bequemer mit Freunden geteilt oder an soziale Netzwerke versendet werden. Die notwendige Energie dafür sollen sich die beiden Geräte aus ihren jeweiligen Akkus teilen. Zukunftssicher wollen die Entwickler die i9 mit wechselbaren Adaptern und Software-Updates machen.

Wann und ob das Konzept umgesetzt wird, steht nicht fest. Gut sieht es für eine Umsetzung derzeit aber nicht aus - zumindest mit Leica. Gegenüber news.de äußerte sich das Unternehmen äußerst zurückhaltend. Es handele sich um eine Designspielerei, die nie von Leica in Auftrag gegeben worden sei. Zudem hätten sich die Designer nicht mit dem Kamerahersteller abgestimmt.

Interessant könnte die Kombination aus Smartphone und Kamera aber dennoch sein, gerade für Hersteller, die beide Produktsegmente bedienen. So hat beispielsweise Samsung längst Kameras mit Wlan im Repertoire und mit dem Galaxy S2 einen scharfen iPhone-Konkurrenten am Start. Denkbar wäre auch Sony, das mit dem Joint Venture Sony Ericsson ebenfalls überzeugende Androiden liefert und in der eigenen Kamerasparte mit NEX 3 und NEX 5 vielversprechende Systemkameras vorlegt.

Apps für ein gutes Smartphone-Foto

Wer mit seinem Smartphone schon jetzt perfekte Schnappschüsse liefern will, kann zu kleinen Helferlein greifen - Foto-Apps. Klassiker unter den Bildbearbeitungsprogrammen ist unbestritten Adobes Photoshop und das gibt es auch als mobile Anwendung unter dem Namen Photoshop Express - für iPhone und Android. Es bietet eine komplette Palette von Fotokorrekturen, kann Bilder beschneiden und ihnen Effekte hinzufügen.

Eine weitere plattformübergreifende App ist BeFunky. Die Cloud-Anwendung stellt aber nur wenige Werkzeuge für Korrekturen zur Verfügung, außerdem ist die Bedienung nicht gerade verständlich, urteilen die Redakteure der c't in ihrem aktuellen Test von Foto-Apps. Dafür gibt es eine ganze Reihe an Effekten auszuprobieren.

Camera Illusion gibt es ebenfalls für Android und iPhone. Das Programm ermöglicht es, Effekte live während der Aufnahme anzuwenden - bereits im Sucher kann jeder anschauen, wie sein Schnappschuss später einmal aussehen wird. Filter gibt es hier beispielweise für Bleistiftzeichnung und Ölgemälde. Allerdings sind die c't-Tester weniger begeistert. Die Effekte wirkten plump, die Voreinstellungen seien durchwachsen.

ham/sca/news.de

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