Telekommunikation KPN baut nach Umsatzrückgang tausende Stellen ab

Der niederländische Telekomkonzern KPN hat nach einem Umsatzrückgang im ersten Quartal den Abbau von bis zu 5000 Arbeitsplätzen angekündigt. Zugleich warnte der Mutterkonzern des in Deutschland tätigen Mobilfunkanbieters E-Plus am Donnerstag vor einem Rückgang der Einnahmen im gesamten Jahr 2011.

KPN baut nach Umsatzrückgang tausende Stellen ab (Foto)
KPN baut nach Umsatzrückgang tausende Stellen ab Bild: dpa

Den Haag (dpa) - Der niederländische Telekomkonzern KPN hat nach einem Umsatzrückgang im ersten Quartal den Abbau von bis zu 5000 Arbeitsplätzen angekündigt. Zugleich warnte der Mutterkonzern des in Deutschland tätigen Mobilfunkanbieters E-Plus am Donnerstag vor einem Rückgang der Einnahmen im gesamten Jahr 2011.

Für den Negativtrend habe maßgeblich ein schlechtes Mobilfunkgeschäft in den Niederlanden gesorgt, während KPN in Deutschland und Belgien erneut gewachsen sei. Der Konzern werde die Kosten deutlich senken, erklärte KPN-Chef Eelco Blok. Dafür sollen bis 2015 in den Niederlanden 4000 bis 5000 Stellen und damit 20 bis 25 Prozent der heutigen Arbeitsplätze entfallen. Dies soll vor allem durch Outsourcing und die Verlagerung von Unternehmensaktivitäten ins Ausland erfolgen.

Für die ersten drei Monate des Jahres verbuchte KPN ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von rund 1,27 Milliarden Euro und damit 4,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt weist KPN jedoch im ersten Quartal 2011 einen Nettoprofit von 591 Millionen Euro gegenüber 449 Millionen Euro aus - eine Steigerung um 32 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2011 rechnet KPN nun mit einem EBITDA von rund 5,3 Milliarden Euro - gegenüber 5,5 Milliarden Euro im Vorjahr. Zuvor hatte der Konzern für 2011 noch ein Wachstum gegenüber 2010 in Aussicht gestellt. «Wir sind mit negativen Trends in den Niederlanden konfrontiert», sagte Blok. In Deutschland dagegen werde KPN weiter investieren. Dort stieg die Zahl der E-Plus-Kunden um 533 000 auf jetzt mehr als 21 Millionen.

KPN-Bericht

news.de/dpa

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