Spielerei der Woche Tastaturen mit Dialekt

Bairisch (Foto)
«Hopfen und Malz, Gott erhalt's» - damit kommen auf der bayerischen Tastatur die Leerzeichen in den Text. Bild: Cherry

Von news.de-Redakteurin Sophia Sieber
Viele deutsche Mundarten sind vom Aussterben bedroht. Leider. Denn erst regionale Eigenheiten machen unsere Sprache lebendig. Mit dieser Spielerei der Woche retten Sie Bayerisch, Sächsisch und Co.

Schon der alte Goethe wusste: «Beim Dialekt fängt die gesprochene Sprache an.» Beim Schreiben allerdings müssen wir uns alle zügeln. Zur überregionalen Verständigung sind wir dem Hochdeutschen verpflichtet - ohne Eigenheiten, ohne Charme. Schade eigentlich. Doch wer auch beim Schreiben sein geliebtes Berlinerisch, Sächsisch oder Bayerisch pflegen will, der kann tricksen.

Dialekttastaturen helfen dabei. Wer zur sächsischen Variante greift, der bekommt statt eines «Y» ein Ybbselonn, statt «D» gibt es Diddschen und statt «6» gibt es ne Säggse. Die Bayern entfernen falsche Buchstaben mit «Doas weg» und schmettern nach einem Absatz nicht auf Enter, sondern auf «Basd scho!». «Ick bin ein Berliner» sorgt für die Leerzeichen auf der Hauptstadt-Tastatur. Statt «A» gibt es natürlich den Alex und das «S» musste der Stulle weichen, dazu prangt das Berliner Wappentier rechts oben anstelle eines Firmenlogos.

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Wer sich die Dialekt-Tastaturen von Cherry zulegt, der betreibt auch aktiv Bestandsschutz. Viele deutsche Mundarten wie Bayerisch oder Sächsisch stehen längst vor dem Aussterben. Mit etwa 30 Euro - soviel kosten die Tastaturen – kann ihr Siechtum wenigstens etwas abgebremst werden.

ham/ivb/news.de

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