Telekommunikation O2 will zügig mit LTE-Vermarktung starten

Der Aufbau der vierten Mobilfunkgeneration in Deutschland wird schneller als erwartet auch die Städte erreichen. Die politisch vorgeschriebene Versorgung der ländlichen Gebiete ohne Breitband-Internet sei bei O2 bereits im zweiten Quartal 2011 weitgehend abgeschlossen.

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O2 will zügig mit LTE-Vermarktung starten Bild: dpa

Barcelona (dpa) - Der Aufbau der vierten Mobilfunkgeneration in Deutschland wird schneller als erwartet auch die Städte erreichen. Die politisch vorgeschriebene Versorgung der ländlichen Gebiete ohne Breitband-Internet sei bei O2 bereits im zweiten Quartal 2011 weitgehend abgeschlossen.

Das sagte der Chef von Telefónica O2 Deutschland, René Schuster, am Dienstag auf dem Mobile World Congress in Barcelona. «Deshalb kann bald mit dem kommerziellen Rollout in den Großstädten begonnen werden.»

O2 Telefónica habe in diesem Sinn bereits die Bundesnetzagentur angeschrieben, um den Service «LTE 800» auch in den Städten anbieten zu können. Die Regulierungsbehörde kontrolliert, ob zunächst die «weißen Flecken» auf dem Land breitbandig ans Netz angeschlossen sind, bevor mit dem LTE-Angebot in den Metropolen begonnen werden darf. Dies war eine politische Vorgabe bei der Vergabe der LTE-Lizenzen durch den Gesetzgeber.

Der Standard «Long Term Evolution» (LTE) verspricht hohe Datenübertragungsgeschwindigkeiten bis theoretisch 300 Megabit pro Sekunde. In der Praxis werden die Datenraten allerdings deutlich geringer ausfallen. Die Ersteigerung der erforderlichen Frequenz-Lizenzen im Mai 2010 kostete die deutschen Netzbetreiber insgesamt 4,4 Milliarden Euro.

Zusammen mit den beiden größeren Mobilfunkprovidern in Deutschland, Deutsche Telekom und Vodafone, will O2 den Einsatz des mobilen Bezahlsystems «mpass» vorantreiben, vor allem beim Einkaufen im mobilen Internet. Das System kann von allen Vertragskunden der Provider genutzt werden, die einen Einkauf mit ihrem Handy und einer PIN bestätigen. Der Kaufbetrag wird dann über die Telefonrechnung eingetrieben. Schuster verwies auf Marktstudien, wonach bis zum Jahr 2014 bereits ein Bezahlvolumen von über sieben Milliarden Euro über das Handy oder Smartphone in Deutschland abgewickelt wird. «Ich kann mir den Tag vorstellen, an dem wir keine Plastikarten für das Bezahlen mehr benötigen.»

Das Unternehmen O2 Telefónica Germany wird vom April an nur unter dem Namen der spanischen Muttergesellschaft auftreten und in Telefónica Germany umfirmieren. Die Produkte werden aber weiterhin unter den bisherigen Markennamen angeboten.

news.de/dpa

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