Android 3.0 Sturm auf das iPad

Motorola und Asus: Erste Tablets mit Android 3.0 (Foto)
Das Motorola Xoom ist eins der ersten Tablet Computer mit dem neuem Android-Betriebssystem 3.0 «Honeycomb» (Honigwabe). Bild: dpa

Von news.de-Redakteurin Sophia Sieber
Google hat sein Smartphone-Betriebssystem Android fit für Tablet-PCs gemacht. Obwohl der Internetriese selbst zu einem Veröffentlichungsdatum schweigt, haben einige Hersteller erste Tablets mit Honeycomb für das Frühjahr 2011 angekündigt.

Was haben die Redakteure der Fachmagazine gemeckert: Die bisherigen Android-Tablets krankten an ihrem nicht optimierten Smartphone-Betriebssystem - lediglich die Auflösung werde angepasst, der gewonnene Bildschirmplatz nicht gewinnbringend genutzt. Google präsentiert auf der diesjährigen Consumer Electronics Show in Las Vegas (CES) eine Lösung für das Dilemma: Android 3.0 alias Honeycomb - Honigwabe. Zugegeben, dieser Name verheißt keine süßen Köstlichkeiten wie seine Smartphonekollegen Eclair, Froyo oder Gingerbread.

Dafür soll Android 3.0 grundlegend auf die größeren Displays der Tablets ausgelegt sein und mit überarbeiteter Nutzeroberfläche kommen. Viele Details sind bisher noch nicht bekannt, doch laut den Redakteuren von heise.de setzt Google stärker als bisher auf sogenannte Widgets - die kleinen Anwendungen, die im jeweiligen Fenster stets über eingehende Mails, Wetter oder Börsenkurse auf dem Laufenden halten.

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Apps und Medien entscheiden über Konkurrenzfähigkeit

Honeycomb kommt laut chip.de zudem mit einem verbesserten Browser, der es erlaubt, mehrere Websites mit Tabs innerhalb eines Fensters zu verwalten. Diese sogenannte Registernavigation (Tabbed Browsing) fehlte beim Android-Browser bisher. Erweitert wird der Neue auch um die Funktion, um inkognito surfen zu können.

Die Redakteure von heise.de vermuten, dass die meisten Smartphone-Apps aus dem Android-Market mit dem neuen Tablet-Betriebssystem kompatibel sind. Bisher gibt es aber nur eine verschwindend geringe Anzahl an Anwendungen, die speziell auf die größeren Displays abgestimmt sind. Hier müssen die Entwickler nacharbeiten.

Konkurrenzfähig müsste aber nicht nur die App-Auswahl sein: Auch das Angebot an Medien wird über Niederlage und Erfolg der Android-Tablets entscheiden. Hieran arbeite Google bereits mit Hochdruck und verhandle mit Verlagen, berichtet heise.de. Hier ist Apple mit seinem iPad schon weiter: New York Times, Bild, ZeitSpiegel - sie alle bieten eigene Apps für das Apple-Tablet an.

Die Geräte auf der CES

Auf der CES haben bereits mehrere Hersteller Tablets mit dem neuen Google-Betriebssystem angekündigt. Allen voran ist derzeit Motorola mit dem Xoom, das Gerüchten zufolge noch im April in den US-amerikanischen Handel kommen könnte und in Las Vegas schon zum besten Gerät gekürt wurde. Das 10-Zoll-Tablet soll den Mobilfunkstandard der vierten Generation, LTE, beherrschen - wieviel es kosten soll ist ebenfalls noch ungewiss.

Auch Asus kündigt drei Tablets mit Android 3.0 an: Das Eee Pad Transformer wird mit entsprechender Dockingstation zum Netbook und soll laut heise.de im April für etwa 300 bis 550 Euro erhältlich sein. Im Mai kommt das Eee Pad Slider dazu, ein Tablet mit ausziehbarer Tastatur, das zwischen 400 und 600 Euro kosten soll. Weiterhin zeigt Asus das MeMO, ein 7-Zoll-Tablet, dass mit Stift bedient werden kann.

Neben Asus und Motorola hat auch Acer ein 10-Zoll-Gerät angekündigt, dass wie das Xoom bereits LTE unterstützt. Ohne Namen ist bisher noch das Android-3.0-Tablet von Toshiba. Laut heise.de haben einige Hersteller zudem angekündigt, entsprechende Updates für ihre Geräte zur Verfügung zu stellen. Wann das neue Google-Betriebssystem auf dem Markt erscheinen wird, dazu schweigt das Unternehmen. Ob die Hersteller also ihre angekündigten Termine halten können, bleibt unklar.

sca/ivb/news.de

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