Adieu Maus Abschied vom Doppelklick

Grafiken bearbeiten, feine Details im Foto korrigieren - mit der Maus macht das am Computer selten Spaß. Zu ungenau arbeitet das Gerät. Eine gute Alternative sind Grafiktabletts.

Alternative zur Maus: Grafiktabletts (Foto)
Präziser und schneller: Für Bild- und Grafikbearbeitung sind Grafiktabletts besser geeignet als eine Maus. Bild: dpa

Mit der Maus wird das Zeichnen, Ausschneiden oder Retuschieren schnell zur nervigen Friemelei. Schneller und besser geht es mit den elektronischen Stiften, die zu Grafiktabletts gehören. Auf dem PC-Monitor wird jeder Strich sofort sichtbar. Allerdings: Das perfekte Gerät, das alles leistet, gebe es leider nicht, sagt Gerald Himmelein von der Zeitschrift c't. Die besten Grafiktabletts können zwar sehr viel und sind sehr gut, aber sie haben einen stolzen Preis. Billige Geräte haben mitunter Macken.

Wer mit dem Gedanken spielt, ein Grafiktablett zu kaufen, sollte vorher überlegen, wofür es gebraucht wird. Für kleinere Retuschearbeiten genügen Geräte im A5-Format. Filigranere Arbeiten, etwa anspruchsvolle Retusche und das Zeichnen oder Malen, lassen sich auf einem A4-Tablett besser umsetzen. Ideal ist, wenn sich Größe und Seitenverhältnis von Tablett-Arbeitsfläche und Display möglichst nahekommen. Professionelle Grafiker nutzen Tabletts im A3-Format, die größer als der Monitor sind - es fühlt sich dann an, als würde man mit einer Lupe malen. Allerdings sind diese Geräte nichts für den kleinen Geldbeutel.

Kleiner als eine Postkarte sollte ein Grafiktablett auf keinen Fall sein, warnt Himmelein. Die Hand-Auge-Koordination klappt sonst nicht mehr. Schließlich materialisieren sich die auf dem Tablett gezeichneten Striche erst am Monitor - und das Tablett liegt normalerweise waagerecht auf dem Tisch, während der Monitor senkrecht dazu steht. Auf diese Art zu arbeiten müssen sich viele erst gewöhnen. Der Frust-Faktor sei gerade am Anfang recht hoch, sagt der Experte. Doch die Vorteile überwiegen - etwa die Rückgängig-Funktion oder die Möglichkeit, schnell zu korrigieren und zu kolorieren. Die Zeitersparnis durch Grafiktabletts sei enorm, betont Himmelein.

Die Auflösung ist nicht alles

Wichtig beim Kauf: Wie liegt der Stift in der Hand liegt und wie ist er verarbeitet? Bei manchen Billigprodukten wackelt die Mine im Schaft, was die Genauigkeit des Tabletts zunichte macht. Auch das Gewicht entscheidet. Manche Stifte brauchen eine Batterie, die den Schwerpunkt des Schreibgeräts deutlich verändern kann. Ist sie zu hoch angebracht, rutscht der Stift beim Zeichnen hin und her. Batterielose Stifte beziehen ihren Strom per Induktion über das Tablett. Das hat den Vorteil, dass keine Ausfälle durch eine schwache Batterie vorkommen.

Druckstufen und dpi-Werte sind Himmelein zufolge hingegen nicht sehr aussagekräftig. Manche Hersteller prahlten mit 2000 Druckstufen, doch so viel Kontrolle habe kaum jemand über die Andruckstärke. Bei der Auflösung reiche ein Wert von 1024 dpi vollkommen aus, und den bieten schon die günstigen Tabletts.

Wer noch nie ein Grafiktablett benutzt hat, sollte es erst einmal ausprobieren und nicht gleich zu den teuersten Geräten greifen. Auch für den Zwölfjährigen im Mangafieber muss nicht gleich das 400-Euro-Gerät unterm Weihnachtsbaum liegen. Wer einmal Gefallen an der Maus-Alternative gefunden hat und sie häufiger nutzt, sollte im oberen Preissegment zuzulangen. In den c't-Tests schnitt die Firma Wacom am besten ab, allerdings sind die aktuellen Hanvon-Geräte fast gleichwertig. Lediglich die Treiber ließen zu wünschen übrig, sagt Himmelein.

Eine besondere Form der Grafik-Tabletts sind Pen-Displays und Tablett-PCs mit eingebauter Grafik-Funktion. Hier fällt die Abstraktionsebene weg: Was gezeichnet wird, ist direkt an Ort und Stelle sichtbar. Solche Geräte seien quasi wie elektronisches Papier mit Rückgängig-Funktion, sagt Himmelein. Nur liegt hier der Preis im vierstelligen Bereich - diese Geräte sind eher etwas für Profis.

Sie wollen Bildbearbeitung mit einem neuen Grafiktablett ausprobieren? Ideen zum Ausprobieren finden Sie im news.de-Dossier «Photoshop & Co.».

ham/sca/news.de/ddp

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Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Suppentopfhuhn nochmal
  • Kommentar 2
  • 01.01.2011 16:47

sieht aber so als hätte focus geklaut, der artikel da ist vom 11.12.10, dieser vom 10.12.10 ...(http://www.focus.de/digital/computer/grafiktabletts-abschied-von-der-maus_aid_580574.html)

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  • Suppentopfhuhn
  • Kommentar 1
  • 01.01.2011 16:44

Irgendwie hab ich das Gefühl, den Artikel schonmal gelesen zu haben. http://www.focus.de/digital/computer/grafiktabletts-abschied-von-der-maus_aid_580574.html Naja, trotzdem ein hilfreicher Text

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