Technik im Winter Pistengaudi mit Handy und Co.

Vorsicht bei Minusgraden (Foto)
Vorsicht bie Minusgraden, die machen gerade dem Akku schwer zu schaffen. Bild: ddp

Von news.de-Redakteurin Sophia Sieber
Einige Ski-Gebiete haben ihre Pisten bereits für Bretterkönige geöffnet. Im weißen Schnee macht der Winter erst richtig Spaß. Doch wie überstehen Kamera, Handy und Navi den Ritt auf den Brettern bei Eis und Schnee?

Den Winter mögen Handy, Navi und Co. genauso wenig wie Schlangen, Geckos oder Karpfen. Je kälter, desto langsamer und kraftloser werden sie. Deshalb ist Vorsicht geboten.

Wasser sollte nicht auf Kamera, Handy oder Outdoor-Navi gelangen. Das quittiert die empfindliche Technik im Inneren umgehend – auch mit permanenten Schäden. Der Griff zu einer geeigneten Schutzhülle bewahrt vor unbeabsichtigter Bewässerung und vor allzu heftigen Stoßschäden. Zudem empfiehlt es sich, sein SmartphoneSmartphones sind streng genommen Mobiltelefone mit erweiterten Fähigkeiten - zum Beispiel für die Verwaltung von Kontakten, Terminen und Aufgaben (sogenannten PIM-Funktionen) - sowie multimedialen oder internetbasierten Anwendungen. Sie benutzen meist ein spezielles Betriebssystem, welches die Installation weiterer Programme erlaubt (Symbian OS, Windows-Mobile, Android). Der Begriff Smartphone wird oft synonym verwandt für Geräte anderer Gattungen, zum Beispiel Organizer oder PDAs mit Telefonfunktionen. auf der Piste – wenn es denn unbedingt sein muss – mit einem HeadsetEin Headset ist eine Kombination aus Kopfhörern und Mikrofon, es ermöglicht die Sprachkommunikation über den Computer. und automatischer Rufannahme zu betreiben. Dann wird das Gespräch umgehend angenommen, ohne das Telefon in die Hand zu nehmen.

Zu Wasserschäden kann es übrigens auch kommen, wenn es von der Kälte ins warme Kaminzimmer geht. Dann bildet sich Kondenzwasser - Wassertröpfchen kommen so auf Kontakte und Platinen. Warten Sie daher mindestens zehn Minuten, bis Sie das Handy wieder in Betrieb nehmen.

Handys sind scharf auf Körperwärme

Akkus macht die Kälte besonders schwer zu schaffen. Sie lassen schnell nach. Dafür verantwortlich sind chemische Prozesse in den Lithium-Ionen-Akkus: Sie verlaufen langsamer und gleichzeitig nimmt der Innenwiderstand zu. Je höher letzterer ist, desto schlechter fließt der Strom. Einfrieren können Akkus auch - ab einer Temperatur von minus 25 Grad Celsius.

Wer nicht will, dass Handy oder Digitalkamera im Ernstfall schlapp machen, verlängert im Winter die Laufzeit der kleinen Kraftwerke ganz einfach: Dazu genügt es, die Technik in der Innenseite der Winterjacke, also möglichst nah am Körper zu tragen. Die abgegebene Wärme reicht, die Wechselwarmen auf Betriebstemperatur zu halten. Schweiß sollte allerdings nicht mit der Technik in Berührung kommen, die darin gelösten Salze sind noch schädlicher als Wasser.

Tabuzone Heizung

Hat der Akku gerade seinen Geist aufgegeben lässt, er sich kurz reanimieren. Dafür nehmen Sie das Mini-Kraftwerk einfach aus dem Gerät und wärmen es in den Händen wieder auf.

Doch nicht nur Kälte macht Akkus zu schaffen. Auch auf Hitze reagieren die empfindlichen Energiespender sensibel. Niemals sollten sie deshalb zu schnell aufgeladen werden. Eine Grundregel: Auf der Heizung hat die Technik nichts verloren. Der Hitzeschock kann die Hülle der Akkus zerstören - Batterieflüssigkeit auslaufen.

Wer auf der Piste auf Nummer sicher gehen will, greift in der kühlen Jahreszeit einfach zum günstigen Zweithandy. Alternativ gibt es echte Outdoor-Handys- und Kameras.

ham/news.de

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