Das taugen 3D-Fernseher
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Von news.de-Redakteurin Sophia Sieber, Berlin
Artikel vom 01.09.2010
Zwar sind die 3D-Fernseher im Elektromarkt immer noch selten, aber sie drängen langsam in den Massenmarkt. Hersteller Samsung will zum Beispiel schon vor der Ifa 16 verschiedene Modelle an den Mann bringen. Ob sich der Kauf der Spezialgeräte lohnt, lesen Sie hier.
Nicht nur die Cebit stand ganz im Zeichen von 3D. Auch auf der Ifa wird niemand an dem Thema vorbeikommen. Die Hersteller dürfte es freuen, haben sie doch bereits seit Anfang des Jahres einige 3D-fähige Geräte auf den Markt gebracht – allen voran der koreanische Hersteller Samsung. Doch lohnt der Kauf wirklich? Immerhin handelt es sich um Fernseher, die preislich eine bis zwei Klassen über den herkömmlichen Geräten rangieren. Zudem ist echter 3D-Content noch rar.
Die Redakteure der Computerzeitschrift c't wollten es mal wieder genauer wissen und haben ganze acht Geräte durch die Profibrille betrachtet. Ihr Resümee ist nicht gerade überschwänglich, aber auch nicht vernichtend. Angetreten sind drei Geräte von Sony, vier von Samsung und eines von Panasonic. Die räumlichen Bilder am Fernsehschirm könnten sich oft mit denen im 3D-Kino messen, so die Tester. Gerade die teuren Geräte brächten dazu noch etliche Komfortfunktionen wie Internetzugriff, Direktaufnahme auf USB-Sticks oder LED-Hintergrundbeleuchtung mit.
Starke Nackenmuskulatur für echten 3D-Genuss
Die getesteten Fernseher funktionierten alle über die sogenannten Shutterbrillen, die jeweils synchron zum Bildwechsel ein Glas abdunkeln. Allerdings fanden die Tester heraus, dass sich die unterschiedlichen, gerätespezifischen Modelle stark unterscheiden. So sei die Samsung-Brille zwar leicht, flimmere aber heftig und beim Sony-Modell reduziere sich schon bei einem leicht geneigten Kopf der 3D-Effekt - gemütlich sei das nicht.
Problemlos funktionierte die 3D-Darstellung über einen neuen 3D-Blu-ray-Player. Allerdings mussten sich einige Geräte im Test erst warmlaufen. So hatten Samsungs 3D-LCD-Flachbildschirme deutliche Probleme mit sogenannten Geisterbildern - ein Auge sieht also einen Teil des Bildes, das für das andere Auge bestimmt ist, und Sonys Geräte fielen den Testern wegen Filmmerns in kontrastreichen Standbildern auf. Bei den c't-Redakteuren sorgte das zuweilen für Kopfschmerzen und Übelkeit.
Samsung und Sony bieten ihren Käufern zudem die Möglichkeit, von normalen 2D-Inhalten auf 3D umzustellen. Das klingt ob mangelnder dreidimensionaler Bilder praktisch, funktioniere aber nur in wenigen Szenen zufriedenstellend, monieren die Tester - oft wirke die Tiefendarstellung schlicht falsch.
Gute Bildqualität auch im normalen Betrieb
Natürlich könne mit allen 3D-Fernsehern auch das normale Fernsehbild angeschaut werden: «Und zwar meist besser als mit den Vorgängergeräten.» Die Bildqualität bei TV- und Videobetrieb sei gut. Allerdings sei Samsungs Einsteiger-TV für etwa 950 Euro hier etwas schwächer. Am besten haben den Testern die Farbdarstellungen auf dem Plasma-Bildschirm von Panasonic gefallen, danach kam Sonys HX9.
Meckern können die c't-Redakteure aber auch: So sei die Sendersortierung bei Samsung eine Katastrophe, bei Sony nerve das lahme Hauptmenü und Panasonic müsste seine Bewegbildoptimierung überarbeiten.
ham/ivb/news.de
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