Digitalfernsehen Machen Sie den Zukunftscheck

2012 ist Schluss mit dem analogen Fernsehempfang. Zumindest für alle, die via Satellit schauen. Die müssen ihr Equipment spätestens dann auf den aktuellen Stand gebracht haben. So testen Sie, ob Ihre Empfangsanlage die Generalüberholung nötig hat.

Analogabschaltung (Foto)
Die digitale Übertragung von Fernsehsignalen spart Bandbreiten: Sodass mehr Programme und Zusatzdienste übertragen werden können. Bild: iStockphoto

Ende des vergangenen Jahres haben die Programmveranstalter angekündigt, die analoge Übertragung ihrer Fernsehprogramme auf dem Satelliten zu beenden. In nicht ganz zwei Jahren, am 30. April 2012, wird es soweit sein - dann kann nur noch digital geschaut werdenDer digitale Satellitenempfang hat das Kürzel DVB-S. . Die Initiative Klardigital aus privaten und öffentlich-rechtlichen Programmveranstaltern, dem Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) und der Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (ALM) begleitet den Umstieg mit einer Informationskampagne.

Über die Serviceseiten von Klardigital im Videotext können die Satellitenhaushalte deshalb ab dem 3. September - pünktlich zur Ifa - überprüfen, ob ihr Empfangsequipment fit für das digitale Fernsehzeitalter ist. Dazu müssen sie einfach Das Erste, ProSieben, RTL, Sat.1, ZDF oder Bayerisches Fernsehen einschalten und die Videotextseite 198 aufrufen. Empfängt der Zuschauer sein Programm noch analog, erscheint der Hinweis auf die bevorstehende Analogabschaltung. Ist die Umstellung auf digital erfolgt, steht auf der Videotextseite «Sie empfangen bereits digital».

Wer noch analog empfängt, sollte bis spätestens April 2012 in eine neue Empfangsanlage investieren, ansonsten bleibt der Bildschirm am 30. April 2012 schwarz beziehungsweise grisselig. Obwohl beim Fernsehen via Satellit die Digitalisierung schon sehr weit vorangeschritten ist, sehen laut Klardigital noch etwa ein Drittel aller betroffenen Haushalte analog.

Als erste Maßnahme sollten sich Betroffene einen digitalen Satellitenreceiver anschaffen, der zwischen Sat-Anschluss und Fernseher geschalten wird. Im Prinzip eignet sich hier jedes Modell, allerdings sollte es schon auf einem aktuellen Stand sein und den Empfang von hochauflösenden Programmen möglich machen. Wer dazu noch die verschlüsselten, hochauflösenden Bezahlprogramme von RTL und ProSiebenSat.1 empfangen will, braucht einen speziellen, lizenzierten Receiver, der über eine CI+-Schnittstelle verfügt. Fernsehgerät selbst besitzen mittlerweile zwar auch integrierte Empfänger, haben aber selten auch einen Sat-Receiver (DVB-S) an Bord.

Einfache Receiver kosten etwa um die 50 Euro, HDTV-Modelle kommen um die 100. Die Preisspannen sind aber enorm: Wer ein HD+-fähiges Luxusmodell mit integrierter Festplatte haben will, der kann auch schnell mehrere hundert Euro auf die Ladentheke legen. Außerdem benötigen Satschüssels wiederum ein entsprechendes digitalfähiges Universal-LNB (rauscharmer Signalumsetzer). Wessen LNB schon mehr als zwölf Jahre auf dem Buckel hat, der muss es höchstwahrscheinlich tauschen.

Doch nicht nur Satellitenhaushalte sind betroffen: Teilweise werden die analogen Satellitensignale auch in das Kabelnetz eingespeist - diese fallen dann natürlich weg. Auch die Kabelnetzbetreiber sind über den Umstieg informiert und arbeiten bereits an Lösungen oder rüsten ihre Systeme ebenfalls um. Der Umstieg ist also unumgänglich, für die Umrüstung ist aber noch genügend Zeit.

ham/news.de

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