So., 12.02.12

PC-Tuning Des Stromfressers Zähmung

Von news.de-Mitarbeiter Karsten Busch

Artikel vom 31.08.2010

Der neue Rechner ist schnell, frisst aber auch im Leerlauf enorm viel Strom? Der Verbrauch lässt sich oft noch reduzieren, ein Blick in die Energiespareinstellungen von Windows kann kleine Wunder bewirken.

Wer sich einen neuen Desktop-Computer mit Windows 7 zulegt oder einen leistungsfähigen Rechner mit separater Grafikkarte zusammenschraubt, kann sich nicht darauf verlassen, dass dieser generell und besonders im Leerlauf möglichst energiesparend läuft. Mit den richtigen Einstellungen kann aber jeder eine spürbare bis beträchtliche Stromersparnis bewirken - je nachdem, wie leistungsfähig der Computer ist. Die Einstellungen von zwei Bauteilen sind zum Stromsparen besonders ausschlaggebend: die des Prozessors und die der separaten Grafikkarte.

Dreh- und Angelpunkt der Anpassungen sind die Energieoptionen in der Systemsteuerung von Windows 7, die wie schon unter Windows Vista feinere Einstellungsmöglichkeiten bieten als bei Windows XP. Das reine Umstellen vom Modus «Ausbalanciert» oder «Höchstleistung» auf den «Energiesparmodus» allein bringt nur wenig Punkte. Stattdessen sollten einzelne Einstellungen für den jeweiligen Modus angepasst werden. Später kann dann je nach Anforderung zwischen einem leistungsfähigen und dem energiesparenden Modus umgestellt werden.

Schritt 1: Prozessor

Jeder einzelne Energiemodus bietet erweiterte Einstellungen, in welchen sich auch der minimale Leistungszustand des Prozessors anpassen lässt. Dieser steht in der Voreinstellung von Windows auf 20 Prozent, lässt sich aber bis auf Null senken. Damit wird zwar nicht die Leistungsaufnahme des Prozessors auf Null gesenkt, aber alle moderneren Prozessoren können ihre Geschwindigkeit (genauer: die Taktfrequenz) zum Energiesparen automatisch senken. Wird null Prozent eingestellt, wird die Taktfrequenz des Prozessors auf den niegristen Pegel abgesenkt - zum Beispiel 800 MHz anstelle maximal möglicher 2800.

Mögliche Folge dieser Einstellung ist ein etwas trägeres Ansprechen des Computers. Denn jedes Mal, wenn Leistung benötigt wird, muss der Prozessor erst wieder hochtakten, also gewissermaßen beschleunigen. Für normale Büroarbeiten ist das aber zu verschmerzen oder es fällt gar nicht auf.

Die maximale Leistung des Prozessors lässt sich ebenfalls einstellen und damit auch drosseln. Hier allerdings wird die Leistungsfähigkeit direkt beschnitten, da die Automatik nicht über das eingestellte Limit hinausgeht. Das kann sich deutlich bemerkbar machen, etwa beim Systemstart, beim Starten von Programmen oder wenn kurzfristig viel Leistung benötig wird, etwa beim Entpacken eines großes Archivs. Hier muss jeder Nutzer selbst herausfinden, ob die mögliche Stromersparnis die längere Wartezeit wert ist.

Sinnvoll ist es, die Ausschaltzeiten von Monitor und Festplatte auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Zu kurze Werte - zum Beispiel unter 20 Minuten - können aber hinderlich für flüssiges Weiterarbeiten sein. Beim Drahtlosadapter - damit ist zum Beispiel ein W-Lan-Stick gemeint - kann Energie sparen schnell zu Frust führen, gerade wenn die Drahtlosverbindung zum Router im anderen Raum sowieso schon schwach ist.

Schritt 2: Die Grafikkarte

Ein weiteres Mal richtig sparen lässt sich dagegen, wenn eine leistungsfähige Grafikkarte verbaut ist, deren Treiber die Einstellung der Taktfrequenz des Grafikprozessors erlaubt. Bevor diese Einstellungen angerührt werden, sollte man sich aber informieren, ob die Garantie der Grafikkarte beim Nutzen dieser Möglichkeit entfällt. Der Garantieverlust ist eine mögliche Schutzklausel der Hersteller gegen zu hohes Übertakten der KarteDie Grafikkarte verfügt von Herstellerseite über eine bestimmte Taktfrequenz, also Arbeitsleistung. Diese kann erhöht - also übertaktet - werden, wodurch der PC schneller arbeiten kann. , was zu Schäden führen kann.

Stromsparen bedeutet allerdings das Gegenteil - es soll untertaktet werden. Im entsprechenden Menü der Grafikkarte, meist erreichbar im Startmenü unter «Nvidia» oder bei ATI etwa unter «Catalyst Control Center», können die Taktfrequenz des Grafikprozessors und des Grafikspeichers gesenkt werden und ebenfalls in verschiedenen Energiemodi gespeichert werden.

Im normalen Bürobetrieb machen sich diese Änderungen kaum bis gar nicht bemerkbar, denn die volle Leistung wird vor allem für Spiele oder aufwändigere Grafikanwendungen, wie etwa Bild- oder Videobearbeitung, benötigt. Der prinzipbedingte Nachteil dieser Lösung ist: Der Wechsel der Grafikleistungsmodi kann nicht in der Systemsteuerung, sondern nur im Menü der Grafikkarte erfolgen. Wer den PC also auf sparsam stellen will, der muss immer zweimal Einstellungen vornehmen.

Der Vollständigkeit halber sollte in den oben beschriebenen, erweiterten Energie-Einstellungen in der Systemsteuerung auch der Wert «PCI Express» angepasst werden - zum Beispiel auf «Maximale Energieeinsparungen». Damit wird auch die Stromzufuhr der Grafikkarte geregelt, welche im PCI-Express-Anschluss des Computers sitzt.

Mit beiden genannten Stromsparmöglichkeiten - Prozessor und Grafikkarte - kann ein schlecht eingestellter, potenter Computer mit Vierkernprozessor und spieletauglicher Grafikkarte sogar dreistellige Wattzahlen sparen, eine deutliche Stromersparnis sollte auch bei schwächeren Computern möglich sein. Immer aber kommt es auf die verbauten Teile und individuelle Art der Nutzung an. Zur Überprüfung des Stromverbrauchs kann ein handelsübliches Verbrauchsmessgerät für die Steckdose zum Einsatz kommen.

ham/sis/ivb/news.de/ddp
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PC-Tuning: Des Stromfressers Zähmung » Technik » Nachrichten

URL : http://www.news.de/technik/855071217/des-stromfressers-zaehmung/1/
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Leserkommentare (2)
  • Kommentar: 2
  • 31.08.2010 15:46
von
Matthias Engel

Beschaffungskosten, Abfallkosten haben die ja überhaupt nicht, die ziehen uns nur über den Tisch wegen Gier am Geld, Sozial- Transfernbezieher wie auch Rentner können jetzt schon keine Stromforderungen gerecht mehr bezahlen und alles sieht zu, dass ist ein Zusammenhalt in Scheiß Deutschland ich könnte kotzen, Die RWE Essen und andere fertige Konzerne sollen mein Namen sich gut merken, den der Affentanz geht erst richtig los!! Brüderle sagt auch kein Echtes Wort, dass unsere Strompreise noch billig wären, dass ist als Minister hoher unbewusster Unsinn! Bei Gewinne widerspricht sich das.

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  • Kommentar: 1
  • 31.08.2010 14:52
von
Matthias Engel

Pappelepapp! Die Energiefratzen sollten sich mal lieber schämen, hier die Leute zu betrügen und zu belügen, uns hier die falsche Sparmaßnahmen aufdrücken und die machen Gewinne und erhöhen betrügerisch weiter wegen Spinnerei der Gier! Und kein Staatsanwalt in Deutschland traut sich an diese Verbrecher- Allüren heran. Hauptsache ein Wiederholungstäter der Klaut im Laden sperrt man 2 Jahre ins Gefängnis, es wird bald nur noch eine Sprache herrschen, die Energiefertigen Konzerne treiben regelrecht die Leute dazu bald, auch mal Amok zu laufen wenn die so weiter spinnen! Ich klage derzeit!

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