Die letzte große Schlacht einer Maus
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Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann
Artikel vom 27.08.2010
Grafikvielfalt, Genremix und viel Freiheit für den Spieler. All das will Videopsiel-Ikone Warren Spector auffahren, um Micky Maus im Konsolespiel Micky Epic den noch fehlenden Ruhm als Games-Held einzubringen.
Seit 82 Jahren ist Micky Maus ein gefeierter Star. Comics, Cartoons, Poster, Kino- und Fernsehfilme, Vergnügungsparks, überall ist Walt Disneys Zeichentrickfigur erfolgreich. Doch es gibt eine letzte Bastion, die die Figur bislang nicht für sich einnehmen konnte: Videospiele.
Alles, was Micky bislang digital spielbar machen sollte, floppte. Doch das Ende dieser Ära ist eingeläutet. Zumindest wenn es nach Videospiel-Ikone Warren Spector geht. Der Macher der Ultima- und Deus Ex-Reihe will seinem hochverehrten Kindheitshelden zum Erfolg auf Nintendos Wii verhelfen.
Micky Epic (Originaltitel: Epic Mickey) heißt das Projekt, das im Winter 2010 auf den Markt kommen soll. Ein genaues Datum existiert bislang nicht. Fest steht jedoch, dass das Videospiel kein gradliniges Abenteuer werden soll. Der Produzent mischt, was das Zeug hält: Da gibt es 3D-Animationen, 2D-Schauplätze, Schwarz-Weiß-Sequenzen, moderne und vollkommen vergessene Disney-Charaktere und einen breiten Genre-Mix. Jump'n'run-Spaß geht fließend in Rollenspiel-Elemente und Action-Adventure über.
Auch wenn Micky Maus inzwischen Mainstream ist. Das Spiel wird es nicht. Dafür steht der Name Warren Spector. Denn der heute 55-Jährige Erfolgsproduzent mag es gar nicht, wenn Spieler digitale Abenteuer nur nach den Vorgaben der Entwickler erleben. Mit der Wii-RemoteEs handelt sich dabei um den Controller - das Steuergerät - für die Nintendo-Konsole Wii. in der Hand ist der Spieler in Micky Epic deshalb gezwungen, Probleme selbst zu lösen - mit Hilfe eines magischen Pinsels, Farbe und Verdünner.
Dreh- und Angelpunkt der Spielgeschichte ist Wasteland, geschaffen vom Magier Yen Sid. Dessen Name ist nicht von ungefähr gewählt, rückwärts gelesen ehrt er den großen Vater von Micky Maus. Wasteland selbst ist ein Sammelbecken für bekannte Figuren aus Walt Disneys Firma - darunter Steamboat Willie -, aber auch für die Charaktere und Konzepte, die nie veröffentlicht wurden. Dazu gehört auch Mickys Halbbruder: Oswald the Lucky Rabbit.
Auslöser für das digitale Abenteuer ist Micky selbst, der über die Weltkarte von Wasteland Zaubertinte verschüttet und so Bösewicht Blot zum Leben erweckt. Dieses Phantom bringt nun allerei Chaos über die Welt und Micky ist der einzige, der das Missgeschick wieder aus der Welt schaffen kann.
Mit seinen Hilfsmitteln kann Micky Wege schaffen, wo vorher keine waren oder Gegenstände entstehen lassen, die ihm den Weg zum Ziel erst eröffnen. Zudem liegt es in der Hand des Spielers, wie er mit den Kreaturen umgeht, die Micky begnen: Er kann sie zu Freunden machen oder aber sie aus dem Weg räumen. Und das bei jedem auf's Neue. Letztich hat jede Handlung auch Konsequenzen. Klaut Micky zu oft Gegenstände, werden die Figuren das entsprechend quittieren. Der Mauseheld kann andere Charaktere auch austricksen, wenn ihm ein Auftrag nach zu viel Arbeit aussieht.
Natürlich gibt es aber auch Grenzen. Denn ließe sich eine Landschaft vollkommen ausradieren, wäre auch die Geschichte vorbei.
/news.de
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