Spielen mit Kindersicherung
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Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann
Artikel vom 17.08.2010
Medienkompetenz, Jugendschutz, Sucht - das sind die großen Schlagworte, die sich für Eltern und Pädagogen um Videospiele ranken. Davor drückt sich auch die Gamescom nicht - und bietet ein Anlaufzentrum für alle, die Aufklärung um das digitale Zocken suchen.
Als Messe für Videospiele setzt die Gamescom nicht nur auf die Core-Gamer. Für jeden Geschmack, für jede Generation werden Neuheiten aufgeboten. Da ist an einem Stand die Action für Hartgesottene zu sehen, während nicht weit entfernt die ganz jungen Spieler ihren Spaß haben können.
Eltern, die sich mit dem Nachwuchs das Kölner Event anschauen, verlieren schnell den Überblick. Doch die Messe lässt ihre Besucher nicht im Regen stehen. Orientierung bieten zunächst die Armbändchen. Die gibt es in den Farben grün (ab 12 Jahre), blau (ab 16 Jahre) und rot (ab 18 Jahre) und müssen von den Besuchern am Handgelenk getragen werden.
Messebesucher erhalten die Bändchen vor den Messehallen, in den Eingangsbereichen sowie an den Infostellen in den einzelnen Hallen. Voraussetzung: Es muss ein Ausweis mit Foto vorgelegt werden (Personalausweis, Reisepass, Schülerausweis, Führerschein etc.), anhand dessen sich das Alter der Besucher nachvollziehen lässt. Die Bändchen helfen dem Standpersonal zu entscheiden, wer zu welcher Präsentation zugelassen wird oder eben nicht.
Doch dabei bleibt es nicht. Einen Schwerpunkt in Sachen Jugendschutz setzt die Gamescom mit dem Bereich «gamesCompetence», an dem Eltern, Lehrer und Pädagogen erfahren, warum Kinder und Jugendliche von Videospielen so begeistert sind. In Zusammenarbeit mit der Initiative «Spielen verbindet» werden in Halle 8 Informationen rund um Spiele, Medienkompetenz und Jugendmedienschutz geboten.
Wer seine Kinder auch nach der Messe beim Spielen geschützt sehen will, kann sich auch auf der Internetseite der Kampagne informieren. Dort finden sich unter anderem auch ein Elternratgeber sowie das Kursprogramm «Wege durch den Mediendschungel».
Aufklären will die Unterhaltungssoftware-Selbstkontrolle derweil über die Alterskennzeichen für Videospiele. Pünktlich zur Gamescom ist nicht nur die Internetseite überarbeitet worden. Die Mitarbeiter wollen auf der Messe über die Arbeit aufklären, die hinter der Vergabe von Alterssiegeln steckt, und deutlich machen, warum der neue Jugendmedienschutz-Staatsvertrag den Jugendschutz in Deutschland verbessert.
Allerdings setzen die Veranstalter nicht nur auf Experten. Zuhören, anschauen, mitmachen ist gefragt. Unter anderem beim Programm «play2gether» des Deutschen Kinderschutzbundes, dessen Motto lautet «Schau hin, frag nach, spiel mit». Dort zeigen die Kinder ihren Eltern an verschiedenen Spielstationen ihre Welt der Computer- und Videospiele.
Wer wissen will, welche Spiele sich für welche Altersgruppe eignen, ist beim Spieleratgeber NRW gut aufgehoben. Die Mitwirkenden dort probieren Spiele für Kinder aus und bieten Ratgeber für den richtigen Umgang mit spielenden Kids. Über die wachsende Begeisterung für Onlinespiele, für die es ab Januar ebenfalls eine Altersklassifizierung geben wird, informiert die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM). Die Experten dort, sprechen mit den Eltern über altersgerechtes Spielen, aber auch das Suchtpotenzial.
sca/news.de
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