Von Playmates und Professoren
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Von den news.de-Redakteuren Sophia Sieber und Mandy Hannemann
Artikel vom 13.08.2010
Stillstand ist ein Fremdwort in der Spielebranche. Damit Sie nichts verpassen, haben wir Augen und Ohren aufgesperrt und präsentieren die Woche in Spielen. Heute: Ein Playboy-Bunny lässt mit sich spielen, während Duke Nukem Forever Rätsel aufgibt.
Zitat der Woche. «Bisher war es in unserer Branche in der Regel so, dass man mit einer einzigen Plattform riesige Gewinne erzielen konnte. Dieses Modell gehört aber definitiv der Vergangenheit an», sagt EA-Gründer Trip Hawkins dem SaaS-Forum über die Zukunft der Spielebranche.
Bunny zum Spielen. Auf dem Cover vom September-Playboy zeigt sich Bunny Bernadette Kaspar äußerst sexy. Im neuen Browserspiel Poisonville gibt sich das heiße Playmate bereits ab 18. August ziemlich geladen. Poisonville ist ein Action-MMORPG, in dem sich vier Gangs ordentlich in die Quere kommen.
Alles halb so wild. Zwischen Koelnmesse, der Stadt Köln und dem Eigentümer des Geländes Oppenheim-Esch kam es zu Auseinandersetzungen wegen hoher Mieten und Verstößen gegen das geltende EU-Recht. Die Tageszeitung Die Welt titelte daraufhin: «Aussteller bangen um Gamescom», auch andere Medien schrieben von Zwangsräumung und einem verhängnisvollen Mietstreit. Nun die Entwarnung: Natürlich findet die Spielemesse auch in diesem Jahr statt, verkündete Messe-Geschäftsführer Oliver Kurth. Medienberichte, die das Gegenteil behaupteten, beruhten auf Fehlinterpretationen.
Kopfnussige Zeitreise. Der coolste Professor der Videospielwelt ist wieder unterwegs. Nicht nur, weil die Fans es wollen, sondern weil Layton ein Brief aus der Zukunft erreicht. Am 22. Oktober lässt Nintendo Professor Layton und die verlorene Zeit auf die Handheld-Fans los - und verspricht 165 ordentliche Kopfnüsse und Rätsel, verpackt in dunkle Verschwörungen und viele Videosequenzen.
Klappe, die dritte. Rapture hat ausgedient. Statt sich - wieder einmal - in der halb zerstörten Unterwasserstadt wilde Gefechte mit deformierten Kreaturen zu liefern, schicken die Entwickler von Irrational Games die Fans diesmal nach Columbia - eine Stadt im Himmel. Die Story spielt im Jahr 1912. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Detektivs um die junge Elizabeth zu retten, die seit ihrer Kindheit in der Stadt festgehalten wird. Bioshock Infinite soll laut 2K Games 2012 auf den Markt kommen.
Dekadenz muss sein. Im Film bekommt James Bond technische Extrawürste vom genialen Q. Dem Videospiel-007 spendiert Activision einen goldenen Controller. Den bekommen Spieler, die sich die GoldenEye 007 Classic Edition zulegen. Das Spiel selbst unterstützt neben dem klassischen Wii-Controller und dem Nunchuck auch den Wii Zapper. GoldenEye 007 erscheint im Herbst 2010 für Wii und Nintendo DS. Die Classic Edition soll rund 70 Euro kosten.
Die Chinesen haben jetzt auch eine. Auf ein paar Buchstaben kommt es nun wirklich nicht an: In China hat man bald auch eine Xbox - Entschuldigung - eine Ebox. Im Land der Bonsai-Bäume wird eifrig an einer neuen Konsole getüftelt. Und Überraschung: Controller brauche die Ebox nicht, da die Steuerung über eine Webcam-ähnliche Technik funktioniere, die Bewegungen erkenne. Das meldet zumindest das Online-Portal cynamite.de. Optisch ähnele die Konsole stark einer Xbox oder einer Wii. 30 Spiele solle es bereits zum Marktstart im nächsten Jahr geben, entwickelt von internationelen, erfahrenen Teams. Da warten wir doch lieber auf Duke Nukem Forever.
Running Gag. Diesen Begriff hat sich Duke Nukem Forever wahrlich verdient. Seit 1997 taucht das Spiel immer wieder in Spielmagazinen und Onlineportalen auf - mit Fotos, Details und Videos. Nur erschienen ist es bislang nicht. Offenbar scheint sich nun ein neues Entwicklerstudio an der harten Nuss zu versuchen. Kotaku.com berichtet, es handele sich um Gearbox Software, die unter anderem durch Brothers in Arms und Borderlands bekannt sind.
Neue Geldquelle. Nach unsäglichen Kopierschutzvorschlägen will das Unternehmen Activision jetzt kräftig bei Gebrauchtspielen mitverdienen. Wie das Branchenmagazin MCV berichtet, sei gegenüber Investoren erklärt worden: «Was bislang am besten funktioniert hat, ist zusätzliche Inhalte anzubieten und so das Angebot an gebrauchten Spielen zu verringern. Diese Strategie hat sich bewährt, also machen wir so weiter.»
Verwirrung um Kinect. Nur mit Gesten steuern Xbox-Zocker demnächst flotte Rennwagen und niedliche Tigerchen. Anfang der Woche vermeldeten einige Medien, dass Kinect die Gebärdensprache unterstütze. Somit sei denkbar, dass gehör- und sprachgeschädigte bei einer Onlinesession durch Handbewegungen kommunizieren könnten, schreibt golem.de. Dazu seien bereits 2009 Patente eingereicht worden. Das Dementi folgte auf den Fuß: Kotaku widerlegt die Berichte und bezieht sich auf Microsoft selbst. Demnach halten die Redmonder viele solcher Patente, die ausgelieferten Geräte würden aber keine Gebärdensprache unterstützen. Kotaku will außerdem erfahren haben, dass das Unternehmen aus Kostengründen nur eine abgespeckte Version von Kinect auf den Markt bringt.
Clone-Kriege zum Nulltarif. Yoda, Anakin und Co. grüßen bald aus dem Browser. Dafür will Sony Online Entertainment mit der virtuellen Welt Clone Wars Adventures sorgen, die auf der erfolgreichen TV-Serie Star Wars: The Clone Wars beruht. Spieler dürfen sich kostenlos in die actionreiche Geschichte stürzen, bekommen dafür aber nur eine Basisausstattung. Wer mehr will, kann sich entsprechendes zukaufen.
Ende des Geschlechterkampfs. Frauen machen Männern bei der Verbreitung von Videospielen die Vorherrschaft streitig. In Deutschland spielen fast so viele Frauen wie Männer. Nur bei den Genres sind sich die Geschlechter noch nicht einig. Dafür bleibt der PC die beliebteste Spieleplattform.
Telefonierende Playstation. Engadget.com meldet: Aus vetrauenswürdiger Quelle hätte man erfahren, Sony Ericsson bastele an einem Playstation Phone, dass in seiner Entwicklung schon sehr weit fortgeschritten sei. Das Gerät sei eine Kreuzung zwischen Samsung Capative und PSPGo. Anstelle einer Tastatur gibt es also Game-Controller im PSP-Stil . Momentan laufe es unter dem Xperia-Branding, bekomme zur Markteinführung aber den Playstation-Stempel. Laufen soll das Smartphone mit Android 3.0. Engadget vermutet, dass das Gerät schon im Oktober Marktstart haben könnte.
Die Neuerscheinungen der kommenden Woche. Kane & Lynch 2: Dog Days (20. August, PS 3, Xbox 360, PC), Lost Horizon (20. August, PC), Drakensang: Am Fluss der Zeit - Phileassons Geheimnis (20. August, PC), Armada 2526 (20. August, PC)
sis/ham/news.de
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