Ohne Photoshop Kostenlos schönere Bilder

Bei Bildbearbeitung denken alle an Photoshop, doch leisten kann es sich eigentlich niemand. Auch die Bedienung ist aufwendig. Grund genug, sich professionelle, vielfältige und kostenlose Alternativen anzusehen.

Alternativen zu Photoshop (Foto)
Gimp, Irfanview und Co. erweisen sich als effektive und kostenfreie Alternativen zu Photoshop. Bild: news.de

Photoshop kann alles, so scheint es. Alle Profis arbeiten damit und es gibt ganze Wettbewerbe für Kreationen mit dem professionellen Platzhirsch von Adobe. Der kostet allerdings auch eine Menge: 900 Euro und mehr wollen Onlinehändler für eine deutsche Lizenz. Für einen Bruchteil von rund 60 Euro gibt es zwar die Schmalspur-Version für Heimanwender. Doch die ist mit der Profiversion nicht zu vergleichen und umringt von ähnlich ausgestatteten und guten Konkurrenten.

Doch es ist gar nicht viel Geld nötig, um auf dem Niveau von Photoshop Bilder zu bearbeiten – genauer gesagt: gar keins. Zudem ist Photoshop nicht immer die beste Wahl, beispielsweise, wenn es um schnell zu erledigende, kleine oder spezielle Aufgaben geht. Spaß damit haben vor allem Windows-Nutzer. Wer einen Mac besitzt, findet dagegen kaum kostenlose Alternativen.

Der Alleskönner: Gimp

Von Profis lange belächelt oder verflucht wegen der im Vergleich zu Photoshop anderen Bedienung, hat sich Gimp längst zum respektablen Konkurrenten im Bereich der umfassenden Bild-Retusche gemausert. Auch die für normale Anwender ungewöhnliche Anordnung der Menüs und Fenster wurde angepasst und wird in kommenden Versionen aller Voraussicht nach noch verbessert. Für Einsteiger ist Gimp zu komplex, da es keine Automatiken bietet und Einarbeitung voraussetzt.

Gimp ist freie Software und steht unter einer Open-Source-Lizenz für alle Betriebssysteme zur Verfügung. Dank seiner Verbreitung finden sich im Netz etliche Tutorials und Anleitungen für jeden denkbaren Anwendungsfall.

Professionell für Einsteiger

Photoscape hat eine ungewöhnliche Benutzeroberfläche, die sich aber für schnelle, effektive Korrekturen eines ganzen Bilderordners anbietet und dennoch einen enormen Funktionsumfang aufweist. Dank verschiedener Automatiken und Assistenten ist das Programm auch für Einsteiger oder Gelegenheitsfotografen geeignet.

Ähnlich sieht es mit Paint.net aus. Den Namen kennt man doch? Genau, ursprünglich war das eine Weiterentwicklung des Windows-Malprogramms Paint. Heute ist es eine ausgewachsene und umfangreiche Bildbearbeitung für Windows-PCs, die mit einer unaufdringlichen Bedienoberfläche aufwartet.

Eigentlich eine kostenpflichtige und umfangreiche Bildverwaltung, gibt es Studioline auch in einer kostenlosen Basic-Version für Windows, die die wichtigsten Werkzeuge zur Bildbearbeitung enthält. Eine erfrischende Bedienoberfläche und eine gute Verwaltung zum Rückgängigmachen von Effekten helfen Einsteigern oder jenen, die vom nüchternen und überfrachteten Design anderer Programme vergrault werden.

Für schnelle Änderungen

Irfanview ist ein schlanker und schneller Klassiker unter den Bildbetrachtern, der erstaunlicherweise kaum Konkurrenz mit den gleichen Vorzügen hat. Wenn es darum geht, ein Bild schnell in Größe, Auflösung oder Farbe zu ändern, ist Irfanview längst einsatzbereit, während Photoshop, Gimp und Co. noch ihre Arbeitswerkzeuge laden. Ausgefeilte Belichtungskorrekturen oder Ähnliches bietet Irfanview zwar nicht, liest und ändert aber unzählige Bildformate und kommt dank Plugins auch mit den Rohformaten vieler Kamerahersteller zurecht. Eine Stapelverarbeitung für die massenhafte Erledigung von Aufgaben ist ebenfalls enthalten.

Die Onliner

Ja, auch im Browser kann man Bilder bearbeiten, und das durchaus professionell. Übersichten populärer (teils englischsprachiger) Vertreter unter den Online-Editoren finden sich im Internet. Etwa bei blogwiese.de, im Blog von Lutz Nelde oder auch bei bequeen.de.

Ein Vorteil der Online-Angebote ist zweifellos ist die Nutzung auf jedem Rechner – zum Beispiel auf dem Mac – ein Nachteil die umständlichere Handhabung der Dateien. Zudem wollen die Anbieter auch Geld verdienen und schränken daher Funktionen ein – die dann gegen Aufpreis zu haben sind.

ham/reu/news.de

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • anon
  • Kommentar 1
  • 30.07.2010 12:31

Die beste Alternative ist wohl Photoline (www.pl32.de), das kostet zwar 59 Euro, bietet allerdings fast alle Funktionen von Photoshop und eine sehr gewohnte Benutzeroberfläche.

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