So wird PC-Arbeit schneller
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Wer mit einem Computer arbeitet, ist schneller fertig. Doch das gilt nur bedingt. Denn am Monitor geht der Überblick schnell verloren. Wie sie mit einem zweiten Display effizienter werden, verrät news.de.
Wem es auf dem Monitor zu eng wird, sollte einfach anbauen. Ein zweites Display kann Vorteile wie eine höhere Auflösung, bessere Bildqualität und mehr Arbeitskomfort bieten. Selbst ein dritter Bildschirm kann an den Rechner angeschlossen werden.
«Das zweite Display vergrößert die virtuelle Arbeitsfläche von PC oder Notebook», sagt Robert Kraft von chip.de. Multitasking wird so zum Kinderspiel: Während auf dem Zusatzmonitor das Urlaubsvideo läuft, kann es am Rechner bearbeitet werden - ohne nerviges Maximieren und Minimieren von Fenstern. Gleiches gilt für Büroarbeiten: Auf dem zweiten Bildschirm kann beispielsweise das E-Mail-Programm permanent geöffnet bleiben.
In Studien hat Microsoft nachgewiesen, dass die Arbeit mit zwei Monitoren effektiver ist. Grund dafür ist der sogenannte Wide-Screen-Effekt: Die vergrößerte, mehrteilige Bildfläche vereinfacht das Arbeiten am Computer und steigert die Produktivität durchschnittlich um zehn Prozent. Fazit der Studie: Wer einmal einen zweiten Monitor benutzt hat, gibt ihn nicht mehr her.
Ein anderer Grund, der für den Zweitbildschirm spricht, ist die unter Umständen höhere Auflösung. «Gerade bei Notebooks macht das Sinn», hat Robert Kraft beobachtet. Monitore mit einer Größe von 22 Zoll werden inzwischen fast immer als Full-HD-Geräte produziert, also mit einer hohen Auflösung von 1920 mal 1080 Pixeln. Diese eignen sich, um hochauflösende Filme wiederzugeben.
Lange Kabel, schlechte Qualität
Das Kabel, das Display und Rechner verbindet, wird meist mitgeliefert. Zusätzliche Hardware ist nur nötig, wenn der Rechner nicht über eine digitale DVI-, HDMI- oder Display-Port-Schnittstelle verfügt, der Monitor aber schon. Kleinster gemeinsamer Nenner ist fast immer die analoge VGA-Schnittstelle, die aber oft schlechtere Bildqualität liefert.
«Hat das Kabel nicht den richtigen Stecker, muss in diesem Fall ein Adapter her, der etwa ein DVI- auf VGA-Signal umwandelt», erklärt Hardware-Experte Kraft. Manchmal seien Adapter im Lieferumfang enthalten. Software hingegen ist nicht nötig.
Oft kommt es bei zu langen Verbindungskabeln zu Verlusten in der Informationsübermittlung, erklärt Kraft. «Die Folge sind Ruckeln und Aussetzer, speziell bei bewegungsintensiven Filmszenen.» Ein Phänomen, das auch als Artefaktbildung bekannt ist. Um diese zu verhindern, sollten Zuschauer möglichst keine Kabel verwenden, die länger als zwei Meter sind. Nur wer ein besonders hochwertiges Kabel für 20 bis 50 Euro erwirbt, sollte bis zu fünf Meter Länge einplanen.
Auch das Betriebssystem spielt beim Anschluss eines externen Monitors eine Rolle, sagt Michael Schmelzle von PC Welt. Während Windows 7 und Vista das Gerät automatisch erkennen, sind beim Betriebssystem XP teils noch ein Neustart und Einstellungen im Grafikkarten-Treiber nötig. Bei Karten des Herstellers ATI sei unter «Desktops und Anzeigen» die Funktion «Anzeige erkennen» zu wählen, bei Karten von Nvidia unter «Anzeige» der «Mehrfachanzeige-Assistent».
Zwei Monitore an einem Notebook
Benutzen Anwender unterschiedliche Bildschirme und wollen sie diese mit einer unterschiedlichen Auflösung ansteuern, kann das im Grafikkartentreiber eingestellt werden. Zudem besteht die Möglichkeit, den Desktop zu klonen, also auf beiden Monitoren dasselbe Bild inklusive Startleiste anzeigen zu lassen. Die dazu notwendige Schaltfläche findet sich in den Bildschirmeigenschaften, die mit einem rechten Mausklick auf dem Desktop erreicht werden.
Soll ein weiterer Bildschirm an ein Notebook angeschlossen werden, ist aber keine weitere Anschlussmöglichkeit vorhanden, kann eine USB-Grafikkarte weiterhelfen. Diese wird einfach eingesteckt. Voraussetzung ist ein USB-2.0-Port, da Daten nur so ausreichend schnell übertragen werden. Allerdings sind externe Grafiklösungen oft Schwerstarbeit für den Prozessor, der in diesem Anwendungsfall besser leistungsstark ist.
Für einen guten Monitor sollten Käufer rund 160 bis 200 Euro investieren, sagt Robert Kraft. «Dafür bekommt man keine herausragenden Bildwerte, aber Full-HD und eine DVI-Schnittstelle.» Wichtig sei, dass das Gerät das HDCP-Protokoll zur digitalen Bild- und Tonübertragung unterstützt.
ham/news.de/dpa
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