Eine Frage der inneren Werte
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Gamer bevorzugen den PC. Doch wer unterwegs nicht auf's Zocken verzichten will, greift zum Laptop. Die sind praktisch, aber nicht immer geeignet. Was neben einem großen Display noch wichtig ist, verrät news.de.
Notebooks für Spieler müssen spezielle Anforderungen erfüllen. Viel hängt von der Display-Größe und vom Grafikchip ab. Das Gerät muss überdurchschnittlich gut ausgestattetet sein. Doch selbst dann werden Gamer nicht unbedingt glücklich.
Gaming-Notebooks gibt es von etablierten Herstellern, aber auch von weniger bekannten Firmen wie Schenker, Deviltech oder der von Dell aufgekauften Marke Alienware. Sie wiegen typischerweise rund drei Kilo und haben Display-Diagonalen von 17 oder 18 Zoll. Das sind rund 43 beziehungsweise 46 Zentimeter.
Deshalb sind diese Laptops für das Spielen unterwegs nur bedingt geeignet. Es gibt noch einen weiteren Grund: «Die Akkulaufzeit können Sie bei solchen Geräten vergessen», sagt Florian Müssig von der Zeitschrift c't. Mehr als eineinhalb Stunden ohne Steckdose sind bei den meisten Modellen nicht drin.
Zudem drosseln die Geräte im Akkubetrieb die Leistung. Neueste 3D-Shooter im Flieger zu spielen, ist deshalb unmöglich. Die nicht gerade zierlichen Netzteile großer Gaming-Notebooks gelten ebenfalls als Hindernis.
Der Vorteil zum PC: Gaming-Laptops brauchen weniger Platz. Es könne ja sein, dass Nachwuchs kommt und der Hobbyraum zum Kinderzimmer umgewandelt werden muss, sagt Daniel Visarius von der Zeitschrift Gamestar.
Im Akkubetrieb wird langsamer gespielt
Entscheidend beim Kauf sei aber vor allem der Grafikchip. «Eine Onboard-Lösung geht gar nicht.» Es müsse schon ein gesonderter Grafikchip zum Einsatz kommen. Steckt eine Lösung des Herstellers Nvidia im Rechner, sollte es ein Modell der GTS-Serie oder ein noch besseres sein. Ist es ein ATI-Chip, rät Visarius zu einem Modell von der Mobility Radeon 5700 an aufwärts.
Allerdings darf der Käufer nicht erwarten, dass diese für mobile Rechner gedachten Grafikchips die gleiche Leistung bringen wie ähnlich benannte Pendants für Desktop-PCs. Die Hersteller vermitteln durch die Namensgebung eine Gleichwertigkeit, die nicht besteht. «Grafikchips für Notebooks sind zwei Klassen langsamer», sagt Daniel Visarius.
Der Prozessor sollte Florian Müssig zufolge ein Doppel- oder ein Vierkern-Modell (Dual- oder Quad-Core) sein. «Beim Arbeitsspeicher sind vier Gigabyte mittlerweile Standard.» Wer ihn später aufstocken will, brauche ein 64-Bit-System, das den Zusatz-Speicher ansprechen kann. Vermehrt werden Gaming-Notebooks mit Full-HD-Auflösung angeboten. Die hohe Auflösung kann sich jedoch nachteilig auswirken: Die Schrift wird immer kleiner. Und gerade beim Spielen fordert Full HD zusätzliche Leistung von der Grafikkarte.
Kein Spaß ohne Maus
Um den Sound muss sich der Käufer dagegen kaum Gedanken machen. Die meisten Geräte arbeiten mit dem HDA-SoundchipHDA steht für High Definition Audio. Diese Chips müssen Stereo-Signal von 192 Kilohertz bei einer Qualität von 32 Bit leisten. Und das auf bis zu acht Kanälen, um Raumklang zu ermöglichen. . «Die Boxen sind mal besser, mal schlechter, und Stereo geht immer», sagt Müssig. Auch die Tastaturen seien meist Standardware. «Manchmal gibt es auch frei programmierbare Tasten oder Tastaturbeleuchtung», sagt Visarius. «Aber das ist nicht wichtig.»
Der Gamestar-Experte rät, die Tastatur vor dem Kauf des Notebooks auszuprobieren. Wer ausgiebig Ego-Shooter spielen wolle, brauche auch eine Maus, die per USB an das Gerät angeschlossen wird. «Einen Shooter mit dem Touchpad zu spielen, macht keinen Spaß», sagt Müssig.
Für ein Gaming-Notebook sollten Spieler mindestens 1000 Euro einplanen, sagt Visarius. Florian Müssig setzt mit 1500 Euro etwas höher an. Beide liefern mit ihrer Einschätzung ein Argument für den Spiele-PC. Denn einen stationären, spieletauglichen Rechner gibt es schon ab rund 600 Euro. Und der lässt sich je nach Bedarf später mit einer neuen Grafikkarte ausrüsten. Das geht beim Notebook nicht.
ham/kat/news.de/dpa
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