So bleibt es günstig
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Von news.de-Redakteurin Sophia Sieber
Artikel vom 22.06.2010
Ab dem 1. Juli telefonieren Reisende im Ausland günstiger. Trotzdem sind die Minutenpreise noch um ein Vielfaches höher als hierzulande. News.de hat die besten Tipps, wie Sie Ihre Reisekasse schonen und was mobile Surfer beachten müssen.
Wer seinen Sommerurlaub erst im Juli beginnt, hat Glück – denn er kann gleich die Preissenkungen für das Telefonieren im EU-Ausland nutzen. Laut Verbraucherzentralen dürfen ab 1. Juli nur noch 46 statt bisher 51 Cent pro Minute für getätigte Anrufe berechnet werden. Auch wer im Ausland ein Telefonat entgegennimmt, zahlt weniger: Statt 23 Cent sind nur noch 15 Cent fällig. 2011 sollen die Preise weiter fallen.
Die Verbraucherzentrale Bayern meldet zudem, dass auch die Preise von Datentarifen übersichtlicher werden, denn ab ersten Juli tritt eine sogenannte Kostenbremse in Kraft. Wer Kosten von 50 Euro erreicht hat, bekomme eine Warn-SMS, ab 60 Euro werde die Datenleitung gänzlich gekappt. Allerdings könnten die Mobilfunkanbieter diesen Rahmen auch verändern beziehungsweise ganz aufheben. In der Schweiz oder der Türkei hingegen gäbe es gar keine Kostenbremse.
Und mit diesen Tipps können Sie im Ausland günstig telefonieren:
Prüfen Sie Tarife und Einstellungen: Laut BitkomBundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. bieten die Mobilfunkanbieter Tarifmodelle für ganze Ländergruppen. Die Anbieter kooperierten dabei mit ausländischen Partnernetzen, deren Tarife entsprechend günstig wären. Hier lohne es sich für den Kunden, die automatische Netzwahl am Handy zu deaktivieren und das entsprechende Netz manuell zu bestimmen. Einschränkungen beim Telefonieren könne es bei Prepaid-Karten von Discountern geben. Informieren Sie sich daher, ob Ihre Karte für Auslandsgespräche freigeschaltet ist.
Nutzen Sie Auslandsoptionen: Viele Anbieter stellen für ihre reisende Kundschaft spezielle Angebote und Optionen zur Verfügung. Diese seien laut Bitkom zwar meist mit einer zusätzlichen Grundgebühr verbunden, ermöglichten aber besonders niedrige Minutenpreise.
Langzeitreisende setzen auf Alternativen zum heimischen Anbieter: Wer sich länger im Ausland aufhält, sollte auf eine ausländische Prepaid-Karte umsteigen oder Angebote spezieller Reise-Discounter nutzen. Deren Nachteil: Kunden bekommen eine neue Nummer. Außerdem seien einige deutsche Prepaid-Handys für ausländische Karten gesperrt.
Sorgen Sie für ein internationales Adressbuch: Nützlich ist ein Telefonbuch im Ausland nur dann, wenn es Nummern nach internationalem Standard enthält. Dazu muss die doppelte Null durch ein Plus ersetzt werden, danach folgen der Ländercode und die Ortsvorwahl ebenfalls ohne Null. Wer also nach Deutschland telefonieren will, der setzt eine +49 vor die gewünschte Nummer.
Datentarife vergleichen: Wer mit seinem Smartphone reist, der will auch unterwegs mobil ins Internet gehen. Flatrates und Volumentarife gelten aber nur im Inland, warnt der Bundesverband. Wer beim E-Mails checken oder Surfen das Reisekonto nicht überstrapazieren will, sollte sich informieren: So gebe es für das Daten-Roaming immer günstige Angebote beispielsweise in Form von Tages-Flatrates. Wer allerdings auf das mobile Internet verzichten kann, sollte - soweit möglich – das Daten-Roaming abstellen.
ham/reu/news.de
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