Fassbier zu Hause Zapfen Sie das perfekte WM-Bier

Die Deutschlandflaggen hängen, die Trikots sitzen und vom Fernseher strahlt sattes Grün - jetzt fehlt nur noch ein kühles Bier. Wer das bei seiner WM-Party nicht aus der Flasche trinken will, zapft selbst. Wie das kühle Blonde am besten ins Glas kommt, lesen Sie hier.

Ein perfektes Bier (Foto)
Wer für den Hausgebrauch nicht auf ein gut gezapftes Bier verzichten mag, ist laut Warentest schon mit Zapfsystemen gut bedient. Bild: dpa

Frisch gezapft, prickelnd und mit einer schönen Blume – so muss das perfekte Bier sein. Flaschenbier kann da nicht mithalten. Und wer gerade im heimischen Garten die WM-Party organisiert, will seinen Gästen etwas Besonderes bieten. Deshalb haben sich die Bier- und Hausgerätehersteller Lösungen ausgedacht, mit denen Genießer auch zu Hause nicht auf das frischgezapfte Gold verzichten müssen.

Party-Fässchen für schnellen Biergenuss

Die günstigsten Varianten gibt es schon ab etwa elf Euro. Dahinter verbergen sich einfache Fünf-Liter-Fässchen mit integriertem Zapfhahn. Wer es komfortabler und professioneller will, greift zu echten Bierzapfanlagen, muss dafür aber etwa 100 Euro einplanen. In ihrer aktuellen Ausgabe haben die Redakteure der Stiftung Warentest an beide Varianten die Zapfprobe gemacht.

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Am schnellsten im Glas ist das Bier aus den Fünf-Liter-Party-Fässchen, denn sie kommen einfach vom Kühlschrank auf den Tisch. Doch die Tester konnten bei den Fässchen auch Macken entdecken: Wenn das Bier kurz nach dem «Anstich» noch gut ströme, werde es zum Ende hin immer langsamer und auch der Schaum lasse nach. Ist das Fass nur noch halb voll, müsse ein Belüftungsloch geöffnet werden, da der Unterdruck sonst verhindert, dass das Bier seinen Weg ins Glas findet.

Dann heiße es aber zügig trinken, so die Test-Redakteure, denn durch die einströmende Luft werde das Bier schal. Das größte Problem hätten die Fässchen aber mit sommerlichen Temperaturen: Das Bier werde zu schnell warm, in etwa 90 Minuten steige die Temperatur von sechs auf zehn Grad Celsius. Zugegeben, während eines spannenden Spiels sollte das keine echte Hürde sein.

Das beste Fässchen im Test kommt von Krombacher. Es sei einfach zu handhaben und liefere das beste Zapfergebnis. Einziges Problem: In den üblichen Kühlschrank passt es nicht. Etwa 21 Euro müssen Käufer für das Elf-Liter-Fass einplanen, die vergleichbare Fünf-Liter-Variante schlägt mit etwa elf Euro zu Buche.

Zapfanlagen können überzeugen

Kein Problem mit Hitze und einströmender Luft haben die Zapfanlagen. In drei der getesteten Modelle von Bier Maxx, Clatronic und Westfalia passen alle gängigen Fünf-Liter-Fässchen. Für Philips Perfect Draft gibt es bisher nur eine kleine Auswahl an Biersorten: Es sind sieben. Außerdem schießt sie das Bier nicht mit Kohlensäure, sondern mit Luftdruck in das Glas.

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Da alle Anlagen das Bier ständig kühlen, sei der Stromverbrauch der Geräte dementsprechend nicht zu unterschätzen, urteilen die Tester: Zwischen 1,4 und 2,6 Kilowattstunden gingen drauf, wolle man ein Fass zwei Tage lang kühl halten und leer zapfen.

Meist seien alle Zapfanlagen problemlos zu handhaben. Sie sollten aber auf wischfestem Boden stehen, da beim Anzapfen immer mal etwas daneben gehe, raten die Tester. Außerdem empfehlen Sie die Fässchen vorher im Kühlschrank zu lagern, da die Anlagen sonst lange - bis zu einem Tag - brauchten, um sie auf die ideale Temperatur herunterzukühlen.

Alle Modelle lieferten ein gutes Zapfergebnis, den Testsieg konnte sich aber Philips Perfect Draft sichern. Die Anlage sei sehr gut zu handhaben und leicht zu reinigen. Das Bier bleibe hier etwa 30 Tage lang haltbar. Dicht dahinter liegt Bier Maxx mit seiner P00138-01: Auch sie sei leicht handhabbar und bei einem sich leerenden Fass gut zu zapfen. Zudem habe sie einen vergleichsweise geringen Stromverbrauch. Preislich liegt sie aber deutlich hinter der Perfect Draft mit ihren stolzen 180 Euro: Mit etwa 89 Euro liefert Bier Maxx das günstigste Gerät im Test.

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Fazit: Für den schnellen Zapfgenuss reichen die Party-Fässchen allemal. Sie sind nicht nur günstiger in der Anschaffung, sondern lieferten im Test auch ein überzeugendes Ergebnis ab. Wer es doch eine Spur luxuriöser mag, der bekommt mit dem Bier Maxx für etwa 89 Euro eine gute und günstige Anlage.

ham/reu/news.de

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