Überzeugende iPhone-Konkurrenz
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Von news.de-Redakteurin Sophia Sieber
Artikel vom 14.06.2010
Es gibt nur ein iPhone, aber gleich mehrere Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android und die stehen dem Apple-Gerät in nichts nach. Welche Modelle es gibt und was sie können, lesen Sie hier.
Grün und einer Mülltonne sehr ähnlich ist Robot, das Maskottchen des offenen Google-Betriebssystems Android. Die Software ist derzeit wohl der schärfste Konkurrent für das Apple'sche iPhone-Betriebssystem iOS. Google selbst schmückt sich damit, dass etwa 100.000 Android-Mobiltelefone pro Tag ausgeliefert werden.
In Deutschland könne man derzeit etwa 20 Android-Smartphones bekommen, so die Redakteure des Computermagazins c't, die in ihrer aktuellen Ausgabe elf der Geräte genau unter die Lupe genommen haben. Dabei winkt Maskottchen Robot von Smartphones ganz unterschiedlicher Preisklassen. Zwischen 160 und 240 Euro rangieren dabei die günstigsten Modelle. Dazu gehört auch das Acer beTouch E110, das seine Konkurrenten preislich mit 160 Euro weit hinter sich lässt.
Billigheimer mit Schwächen
Überzeugen kann es die Tester aber nicht. Ihm fehlt nicht nur Wlan, es mangelt auch an Lagesensoren, die dafür sorgen sollen, dass sich der Bildschirm der Ausrichtung des Telefons anpasst. Das Display sei zudem «extrem blickwinkelabhängig», Schrift wirke pixelig und klobig. Kein gutes Haar lassen die Redakteure auch an der Qwertz-Tastatur, die kaum zu bedienen sei. Am meisten vermissen sie aber den Zugang zum Android Market, in dem Nutzer neue Apps herunterladen können und raten deshalb vom Kauf des «vermeintlichen Schnäppchens» ab.
Ebenfalls im unteren Preissegment spielen das GT540 und GW620 von LG, Samsungs I5700 und das Xperia X10 mini von Sony Ericsson. Sie können die Tester von sich überzeugen. Gerade das Xperia X10 mini sei ein handliches «Schnuckelchen», während sich die LGs auch als gute MP3-Player und «Gelegenheitsknipsen» eignen würden. Das Samsung ist derzeit das günstigste Modell mit der aktuelleren Android-Version 2.1.
Anbindung an soziale Netzwerke im preislichen Mittelfeld
Zwischen etwa 380 und 400 Euro rangieren die Android-Smartphones Motorola Backflip und Milestone sowie das HTC Legend. Das Backflip sei erste Wahl für soziale Netzwerker, da es Nachrichten aus Twitter oder Facebook in einem Posteingang zusammentrage. Nicht überzeugen kann die animierte Oberfläche, eine flüssige Bedienung sei nicht drin. Anwendungen starten recht lahm, kritisieren die c't-Redakteure. Bessere Noten gibt es da für den Bruder Milestone und sein hochauflösendes Display.
Egal, ob preislich nur im Mittlfeld – das HTC Legend sei das eleganteste Gerät. Das Aluminiumgehäuse liege gut und solide in der Hand. Allerdings ruckelten die hauseigenen Widgets und stürzten sogar im Test ab. Trotzdem sei die HTC-typische Oberfläche praktisch.
Mit Leidenschaft in die gehobene Preisklassen
In der Android-Luxusklasse spielen das Nexus One, das HTC Desire und das Sony Ericsson Xperia X10. Letzeres hat das größte Display im Feld, auf dem Filme, Foto und Webseiten «richtig gut aussehen», urteilen die Tester. Fotoanwendungen seien mit dem Xperia sehr komfortabel und der Medienspieler gäbe einen guten Überblick. Allerdings läuft das Modell mit der relativ alten Android-Version 1.6.
Aktueller ist das HTC Desire, für das Käufer im Durschnitt etwa 440 Euro einplanen müssen. Das Desire hat eine sehr schnelle Oberfläche und überzeugt mit einfacher Bedienung. Videos gibt das Gerät flüssig wieder, auch bei hoher Auflösung sei die Qualität brauchbar. Wie das Legend hat das Desire ein OLED-Display und die HTC-typische Bedienoberfläche Sense – die Tester findens praktisch.
Hinter Googles Nexus One verbirgt sich eigentlich ein etwas aufgepepptes Desire. Beide Telefone sind sich deshalb sehr ähnlich, allerdings ist das Nexus One das einzige Gerät mit der aktuellsten Android-Version 2.2. Zudem habe es eine schnellere Bedienoberfläche als das Desire und falle ob seines farbkräftigen und kontrastreichen Displays auf: Dieses leuchte hell und sei komplett blickwinkelunabhängig. Ein Gigahertz-Prozessor sorge für eine schnelle Navigation, fixen Webseiten-Aufbau und schnell startende Anwendungen. Unter all den Verbesserungen hat aber die Bedienbarkeit des Geräts etwas gelitten. Wer sich für das Nexus One entscheidet, der muss derzeit etwa knapp 500 Euro in die Hand nehmen.
ham/reu/news.de
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