Online dank Kuhscheiße
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Von news.de-Redakteurin Sophia Sieber
Artikel vom 20.05.2010
Kühe als Stromlieferanten einzusetzen, ist nicht neu: Jetzt soll der Mist der Milchgeber aber auch ganze Rechenzentren betreiben. Das sieht zumindest ein Konzept des Technologie-Konzerns HP vor.
Das ist die Gelegenheit für die Kuh, ihren schlechten Ruf als Klimakiller wieder loszuwerden. Entwickler des amerikanischen Technologie-Konzerns HP haben ein Konzept vorgestellt, wie Computer per Kuhdung mit Strom versorgt werden können.
Die Forscher stellen dabei folgende Rechnung auf: Eine Kuh produziere etwa 55 Kilogramm Mist am Tag. Daraus könnten etwa drei Kilowattstunden Strom gewonnen werden. Demnach wären etwa 10.000 Milchkühe nötig, um ein modernes Rechenzentrum zu betreiben.
Die Entwickler wollen die Hitze, die im Rechenzentrum erzeugt wird, nutzen, um eine Biogasanlage zu beheizen, in der der Kuhdung vergoren wird. Dabei wiederum entsteht Methan, das zur Gewinnung von Strom für das Rechenzentrum dient.
Diese symbiotische Beziehung könne das Abfallproblem der Milchfarmen beseitigen und gleichzeitig das Energiebedürfnis moderner Rechenzentren nachhaltig erfüllen, heißt es in einer Pressemitteilung des Technologie-Konzerns. Die Rechenzentren müssten dazu also einfach von der Stadt auf das Land ziehen.
HP ist nicht der erste Konzern, der seine Rechenzentren mit sauberer Energie versorgen will. Wie das Online-Nachrichtenportal golem.de berichtet, nutzen Google und Ebay dazu einen Generator mit Brennstoffzellen. Zudem habe der Suchmaschinenriese bereits 2008 ein Patent auf ein schwingendes Rechenzentrum angemeldet. Dieses werde mehrere Kilometer vor der Küste verankert und über einen Wellengenerator mit Energie versorgt.
cvd/reu/news.de
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