So verschwand das deutsche Internet
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Am Mittag häuften sich die Meldungen auf Twitter: Viele Nutzer hatten Probleme damit, Seiten mit .de-Endung aufzurufen. Schuld war offenbar ein Problem bei der Denic, die die .de-Domains registriert.
Betroffen waren Seiten wie T-online.de, Sueddeutsche.de und Focus.de: Heute Mittag waren viele Seiten mit einer .de-Domain für Stunden nicht verfügbar. Schuld waren offenbar Probleme auf den Seiten der Denic, der zentralen Stelle, die Seiten mit .de-Domain registriert.
Was genau das Problem war - darüber gibt es bisher nur Spekulationen. «Aktuell liefern vier der sechs Denic-Nameserver-IPs auf Anfragen eine Antwort, die signalisiert, dass es die Domain nicht gibt», hieß es um kurz vor drei Uhr zum Beispiel auf domainfactory.de.
Die Nameserver sind die Verbindung zwischen der Adresse, die Nutzer in den Browser eingeben und einer Internetseite. Funktionieren sie nicht, kann der Browser einer Adresse keine Seite zuordnen. Auch beim E-Mail-Versand kann es zu Problemen kommen, wenn dafür ein Provider mit .de-Domain benutzt wird.
Eine Sprecherin von Denic teilte mit, dass das Problem gegen 13.30 Uhr auftrat und erst rund anderthalb Stunden später behoben werden konnte. Fast die Hälfte der deutschen Webseiten sollen betroffen gewesen sein. Auch auf Twitter hieß es, die betroffenen Seiten seien wieder erreichbar.
Ein Notfallteam habe den Fehler schrittweise beheben können. Ab 15.45 Uhr sei wieder «ein korrekter Service gewährleistet«. Vereinzelt habe es danach noch Schwierigkeiten geben können. Denic bedauerte den Vorfall. Der Fehler sei identifiziert. Weitere Details sollen nach einer »eingehenden Analyse» bekanntgegeben werden.
Nach Angaben mehrerer Internetdienste waren von dem Problem neben Internetadressen auch E-Mail-Dienste betroffen. Nutzer, die entsprechende Internetadressen anwählten, hätten vielfach Fehlermeldungen bekommen. Anscheinend seien die sogenannten Rootserver ausgefallen, die dafür zuständig sind, eine Adresse umzuwandeln und auf die entsprechenden Server umzuleiten, auf denen die Internetseite oder das E-Mail-Postfach liegen. Auch beim Bundesamt für Sicherheits- und Informationstechnik sei das Problem registriert worden.
tfa/hav/ivb/news.de/dpa/ap
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