Zubehör für Mac & Co. Der Schatten auf dem Apfel

Wer sich einen Apple-Computer wegen der einfachen Bedienung kauft, muss auf Stolperfallen achten. Immer wieder vergällt schlecht umgesetzte Soft- und Hardware den Spaß am Mac. Wir haben die wichtigsten Probleme zusammengefasst.

Apfel (Foto)
USB-Geräte und Mac-Computer: Nicht immer eine solide Kombination. Schuld daran ist aber nicht Apple. Bild: Istockphoto/news.de (Montage)

Apples Computer und das Betriebssystem Mac OS genießen den Ruf, auch weniger versierte Anwender mit einer besonders intuitiven und einfachen Bedienung an die Hand zu nehmen. Das Motto lautet: Verschone den Nutzer mit den Details, lass ihn einfach arbeiten und mach es ihm so leicht wie möglich.

Auch die Tester der Fachpresse attestieren Macbook und Co. eine hohe Benutzerfreundlichkeit, doch sie weisen immer wieder auf Wermutstropfen und Stolperfallen für Mac-Nutzer hin. Der Grund: Noch immer behandeln einige Hard- und Softwarehersteller Mac-Nutzer stiefmütterlich und schauen nur auf Windows.

Das heißt im Besonderen: Wer sich einen Computer von Apple zulegt, sollte darauf gefasst sein, dass einige vorhandene Zusatzgeräte nicht oder nur eingeschränkt laufen. Außerdem muss beim Kauf geschaut werden, ob Mac OS ordentlich unterstützt wird. Dazu reicht nicht immer der Blick auf die Verpackung oder die Herstellerseite im Internet. Teils werden Probleme erst durch Testberichte oder Anwendererfahrungen deutlich.

Gerald Erdmann vom Magazin Maclife hat genügend problematische Erfahrungen aus dem Mac-Alltag parat. Ein grundsätzliches Problem: «USB-Geräte sind, sofern sie keine Standard-Protokolle wie bei Tastaturen und Mäusen verwenden, fast immer problematisch, vor allem dann, wenn dafür ein Treiber installiert werden muss.» Was sich daraus im Einzelnen ergibt und wo Mac-Anwender die Augen besonders offen halten sollten, das haben wir im Folgenden zusammengefasst. 

Multifunktionsgeräte

Die Alles-in-Einem-Multitalente sind praktisch und bieten viele bequeme Funktionen. Umso ärgerlicher, dass einige davon bei manchen Geräten dem Mac-Freund vorenthalten bleiben. Hier kann nicht über das am Netzwerk angeschlossene Gerät gescannt werden, dort können Faxe nur gesendet, aber nicht empfangen werden, dazu kommt häufig eine unzureichende Bedienerführung.

Das kann zum Beispiel passieren, weil der Hersteller die Treibersoftware für Mac OS nicht sorgfältig programmiert oder angepasst hat. Dazu kommt: «Beim Mac hat der Wechsel auf die Betriebssystemversion 10.6 einigen Herstellern Kopfschmerzen bereitet», berichtet Erdmann. Das sei vergleichbar mit dem Wechsel von Windows XP auf Vista oder 7.

Drucker

Drucker sind einfacher als Multifunktionsgeräte. Es sollte also alles problemlos laufen? Denkste: «Die billigsten Drucker funktionieren meist nicht, da hier die Druckersteuerung im Drucker gespart wird und der Computer die Rolle übernimmt. Diese Steuerung existiert in der Regel nur für Windows», weiß Erdmann. Gerade beim Mac gilt also: Wer billig kauft, kauft zweimal.

UMTS-Sticks/Wlan-Sticks

Beim letzten Test von UMTS-Sticks mit USB-Anschluss mussten die c't-Tester mehreren Modellen schlechte Noten ausstellen. Teilweise war die Einwahl auf Mac-Rechnern gar nicht oder erst nach einem Update möglich, die Bedienoberfläche hakte teils an allen Ecken und Enden. Erdmann kennt das Problem und bestätigt: Meist wird beim Programmieren einfach geschlampt. Mal eben zum verbilligten UMTS-Stick im Aktionsangebot greifen ist also keine gute Idee.

Bluray-Film

Dieses Gebiet lässt sich in zwei Worten zusammenfassen. Geht nicht. Zwar gibt es Bluray-Brenner, die auch am Mac als Datenschreiber prima funktionieren. Filme anschauen geht mangels passender interner Laufwerke, der nötigen Software und der Unterstützung im Betriebssysten aber gar nicht. Es ist also bislang auch nicht möglich, einen Apple-Computer per HDMI-Anschluss an einen Fernseher anzuschließen - sei es spontan via Macbook oder mit einem Mac mini als Wohnzimmer-PC.

Sonderfall Gebraucht-Mac

Wer sich gar einen gebrauchten Mac mit der alten Prozessorarchitektur namens Power PC zulegt, guckt noch viel öfter in die Röhre. Der Grund: «Die Plattform wird inzwischen seit fast fünf Jahren nicht mehr hergestellt. Es gibt noch sehr viele Programme, die für PowerPC existieren, doch viele moderne Geräte benötigen bestimmte Leistungsmerkmale, die erst neuere Mac-Geräte bieten. Dies ist nun mal der Lauf der Dinge - nicht nur bei Macs», fasst Maclife-Experte Erdmann zusammen.

sis/cvd/ivb/news.de

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Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • Peter Jansen
  • Kommentar 3
  • 11.05.2010 17:16

Es ist nicht ganz horrekt - es gibt fuer 25 Dollar einen DVI HDMI adapter, der seine Sache sehr gut macht und man kann den Mac ohne probleme Ad Hock and den fernseher anschliessen. duer andere sachen - die Windows emulatoren geben viel spielraum fuer eventuelle Probleme

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  • ALEJANDRO
  • Kommentar 2
  • 11.05.2010 16:16

Schön das auch Mac User ihr Päckchen zu tragen haben ;-)

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  • Retro Jetzt
  • Kommentar 1
  • 11.05.2010 15:20

Wenn Windows-User sich über Mac OS X auslassen, kommt seit Jahren ähnliches unausgegorenes Halbwissen ans Tageslicht. Da stellt sich doch die Frage: Warum haben Mac-User, die mit Abstand höchste Kundenzufriedenheit aufzuweisen ? - Vielleicht ist es nicht allzu sinnvoll, einen Werbeartikel für das Magazin "Maclife" in dieser Art zu verfassen.

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