So., 12.02.12

«Think - Fit für den Job» Kaffeepause fürs Köpfchen

Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann

Artikel vom 03.04.2010

Hektik und Stress sind die größten Killer der grauen Zellen. Dabei kann eine Pause frischen Wind ins Hirn bringen - und das auch ohne total abzuschalten. Das Denkspiel Think - Fit für den Job gibt neue Energie für den trockenen Alltag.

Dr. Kawashima ist schuld: Seit Nintendo den Hirntrainer in die Welt geschickt hat, um das Gedächtnis aller Nationen in Schwung zu bringen, flutet eine Welle von Spielen auf den Markt, die lethargischen grauen Zellen den Kampf angesagt haben.

Was die Dr. Kawashima-Spiele im Allgemeinen trainieren, betreibt die Gedächtnistrainerreihe Think speziell zugeschnitten: für die Sinne, für die Logik oder für die Kinder. Aber auch das Hirn von Berufstätigen will die Denkspielreihe nicht verkommen lassen - mit Think - Fit für den Job.

Das Spiel bietet zwei Trainer im perfekten Büro-Outfit, von denen einer - je nach Gusto - vom Spieler als Begleiter auserkoren werden kann. Der erklärt den Spielern die einzelnen Aufgaben und schickt sie dann durch insgesamt sechs Disziplinen: verbale Intelligenz, Allgemeinbildung, mathematisches Denken, Konzentration, Gedächtnis und logisches Denken.

Auch wenn das zunächst aufwändig klingt: Die Aufgaben sind kurz und gut erklärt und lassen sich in der Regel in wenigen Minuten - bisweilen sogar in Sekunden - lösen. Damit taugt das Denkspiel auf jeden Fall für die Mittags- oder auch Kaffeepause. Ohnehin sind die Aufgaben mit einer Zeitbegrenzung versehen. Sich hier im Spiel zu verlieren, ist also eher schwierig.

Einzelkämpfer oder Siegertyp?

Das Risiko, unnötige Fehler zu machen, lässt sich stellenweise dank der hilfreichen Notizfunktion verringern, die fester Bestandteil der Aufgabensammlung ist. Das hilft, gerade Textaufgaben im mathematischen Bereich zu lösen. Allerdings gibt es dafür keine Speicherfunktion, sodass die selbstverfassten Hinweise nach dem Ausschalten oder Abbrechen der Aufgabe verloren sind.

Nach jeder absolvierten Trainingseinheit wird eine Statistik eingeblendet, anhand derer sich die eigene Leistung ablesen lässt. Die ist anfangs noch recht einheitlich, verändert sich aber, sobald öfter geknobelt wird.

Insgesamt bietet das Denkspiel dank Einzel- und Mehrspielermodus viel Abwechslung. Wer sich zunächst allein tummeln will, kann dafür die Option «Training» wählen und unter den verschiedenen Bereichen wählen.

Andererseits sorgt die Methode «Karriere-Check» für die nötige Herausforderung: Hier kann der Spieler vorgegebene Tests mit unterschiedlichem Umfang absolvieren - in jeweils zwei Schwierigkeitsgraden. Hier werden die Aufgaben unterschiedlicher Disziplinen miteinander kombiniert und müssen in kurzer Zeit gelöst werden. Am Ende steht der «Think-Quotient». Was der allerdings besagt, bleibt unklar. Gleiches gilt für die Höhe des erreichten Ergebnisses.

Technik ohne Ärger

Da das Spiel über vier Speicherplätze verfügt, ist das Spielmodul durchaus auch familientauglich. Ohnehin sind die Aufgaben nicht zu berufsspezifisch. Sie ähneln im wesentlichen den Aufgaben, die in Bewerbungstest und auch Konzentrationstrainings zu absolvieren sind.

Und wer nicht allein Gehirnjoggen will, kann sich auch mit anderen Handheldbesitzern messen. Dafür bietet der Mehrspielermodus zwei Versionen: Über die Hot-Seat-Variante können sich mehrere Spieler an der gleichen Konsole Denkwettkämpfe liefern. Mit der Mehrkartenoption lässt sich über die WiFi-Verbindung mit mehreren Konsolen vernetzt spielen - vorausgesetzt alle Konsolen verfügen über ein Modul von Think - Fit für den Job.

Technisch gibt es am Spiel kaum etwas zu kritisieren. Über das Menü «Optionen» lassen sich jederzeit die Lautstärke der Musik und der Spielername ändern, aber auch, ob ein Spieler mit der linken oder rechten Hand über das Touchpad navigieren will.

Auch in Sachen Schrifterkennung arbeitet das Spiel recht sauber. Und wer darauf achtet, seine Eingaben nicht über die Begrenzung der vorgegebenen Felder zu kritzeln, wird eher selten Bekanntschaft mit richtigen Lösungen machen, die als falsch erkannt wurden.

Doch was nutzt das Spiel wirklich? Dazu gilt zunächst einmal: Hirntraining ist mehr als ein paar digitale Übungen. Denn auch Spaziergänge und Sport sind wichtig für die grauen Zellen. Tatsache ist, dass der Hirntrainer mit seinen Aufgaben dem Gehirn aus der täglichen Jobroutine heraushelfen kann. Anderseits tritt natürlich auch ein Wiederholungseffekt ein, je öfter die Aufgaben absolviert werden.

Unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bringen Abwechslung, aber auch hier ist Gewöhnung nicht auszuschließen. Allerdings muss die Option «schwer» erst freigeschaltet werden.

Fazit: Think - Fit für den Job ist vor allem ein Spiel, um zwischendurch auf andere Gedanken zu kommen, den Stress kurzweilig auszuschalten oder eine Pause zu überbrücken. Mit seinem Testmodus können sich Spieler auch auf Bewerbungstests vorbereiten. Die Übungen sind ähnlich und sie müssen unter Zeitdruck bewältigt werden. Allerdings kann das Spiel eine richtige Vorbereitung nicht ersetzen.

Titel: Think - Fit für den Job
Genre: Denkspiel
Publisher: dtp young entertainment
Entwickler: Independent Arts
Preis: zirka 30 Euro
Sprache: Deutsch
USK: 0
Altersempfehlung der Redaktion: 8 Jahre
Plattform: Nintendo DS
Veröffentlichungsdatum: September 2009
Weiterspielen: Dr. Kawashima (DS), Think - Der Sinnestrainer (DS),

sis/news.de
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«Think - Fit für den Job»: Kaffeepause fürs Köpfchen » Technik » Nachrichten

URL : http://www.news.de/technik/855050742/kaffeepause-fuers-koepfchen/1/
Schlagworte:
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