Weniger ist mehr
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Sie sollen die Nutzung vieler Geräte vereinfachen: Universalfernbedienungen. Doch mit vielen Knöpfen und allen möglichen Funktionen gelingt das eher schlecht, sagen Experten. Zumal die Programmierung oft sehr umständlich ist.
Abhilfe im Chaos des heimischen Technikparks versprechen die Hersteller von Universalfernbedienungen - nach dem Motto: Eine für alle. Doch immer funktioniert das auch nicht. «An und aus, lauter und leiser, Programmwechsel und Videotext, das sind die Tasten einer Fernbedienung, die am häufigsten genutzt werden», erklärt Tim Bosenick von Sirvaluse. Das Unternehmen in Hamburg untersucht die Anwenderfreundlichkeit von Produkten - und ist von vielen Universalfernbedienungen enttäuscht: «Unserer Erfahrung nach sind nur 50 Prozent der Geräte gut zu bedienen», sagt Bosenick.
Der Technikexperte findet Universalfernbedienungen gut, die auf ihre Hauptfunktionen reduziert sind: «Wenn ein Gerät mit zu vielen Tasten überfrachtet ist, frustriert das den Anwender.» Vor besondere Hürden stellt so manchen Nutzer die Programmierung der Fernbedienung. Abschreckend wirken die langen Code-Listen der Hersteller in der Bedienungsanleitung, manche Fernbedienungen müssen gar über das Internet programmiert werden.
Komplexe Programmierung mit Vorteilen
Eine Programmierung per USB-Schnittstelle hat jedoch auch einen Vorteil: «Hier sind immer die neuesten Codes vorrätig», erläutert Roland Seibt von der Zeitschrift Video Home-Vision. Sind beispielsweise der Fernseher und der DVD-Spieler neueren Produktionsdatums als die Fernbedienung, fehlt der passende Code auf der mitgelieferten Liste.
Wie die Programmierung im Detail von statten geht, hängt vom Hersteller ab. «Daher sollte man unbedingt darauf achten, dass die Bedienungsanleitung auf Deutsch vorliegt», rät Bosenick. Einige Geräte haben auch einen automatischen Suchlauf. «Wenn der gut funktioniert, ist das eine sehr praktische Funktion.» Eine weitere Möglichkeit der Programmierung nutzen «lernfähige» Fernbedienungen. Diese kopieren gewissermaßen den Befehl von der Originalfernbedienung, wenn sie bedient wird.
Seibt hat in seiner langjährigen Testpraxis nach eigenen Angaben gelernt, dass «grundsätzlich bei jeder Universalfernbedienung irgendetwas nicht funktioniert». Häufig lassen sich beispielsweise Blu-ray-Player nicht mit günstigen Universalfernbedienungen bedienen, weil sie das Popup-Menü nicht ansteuern können. Von allzu günstigen Angeboten rät der Experte ab: «Zum Zappen reichen die, aber mehr können die billigen Dinger nicht.» Zufriedenstellende Qualität gebe es ab etwa 30 Euro. Ein Luxus-Modell kann auch mehrere hundert Euro kosten.
Keine perfekte, gute ab 30 Euro
Schon ab rund 50 Euro gibt es Geräte mit einem LC-Display. «Die LCDs zeigen dann nur die Funktionen an, die das Gerät, das ich ansteuern will, auch hat», erklärt Seibt. Mittels eines solchen Farbdisplays lassen sich eigene Icons für jedes Gerät anlegen und so einfacher ansteuern. «Es ist noch viel mehr möglich, das kostet dann aber auch entsprechend viel Geld.»
Die Experten raten, die Fernbedienung vor dem Kauf auszuprobieren. «Dazu sucht man sich im besten Fall einen Händler seines Vertrauens», rät Seibt. «Bei vielen Herstellern kann man sich im Internet die Bedienungsanleitung mit den Gerätelisten herunterladen.» So kann man schon vorher nachschauen, ob die zu steuernden Geräte dabei sind.
Eine praktische, aber auch recht teure Lösung haben die Hersteller Telefunken und Tecnovum Technologies auf der Internationalen Funkausstellung im Herbst 2009 präsentiert: Ihr System heißt Mediola und ermöglicht es, fast alle elektronischen Geräte daheim per iPhone oder iPod zu steuern. «Mit Mediola kann alles erreicht werden, was per Funk, Infrarot, WLAN oder Spezialanschluss gesteuert wird», sagt Jürgen Lux von Tecnovum Technologies. Auf dem Display werden dann nur die Funktionen des angesteuerten Gerätes angezeigt - egal ob Heizung, Hifi-Anlage oder Gartenbewässerung.
«Geplant ist eine Ausweitung des Systems auch auf Tablet-PCs und Smartphones», sagt Lux. Die erste Version wird Anfang März auf den Markt kommen. Die Hardware kostet stolze 500 Euro. Aktuelle Konkurrenz zu diesem Prinzip kommt vom Verein Connected Living mit einem neuen Standard zur Vernetzung aller Haushaltsgeräte - falls Telefunken und Tecnovum dort nicht irgendwann selbst beitreten.
kab/ham/news.de/dpa
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Ob Fernbedienung "für Alles" (was eh nicht stimmt) oder ob die Handys mit Multifunktionen oder Recorder etc. Die Industrie packt tausend "Features" in immer kleiner werdende Dinger, daher wird auch die Tastatur immer unübersichtlicher und kleiner und bevor ich das Gerät vom Lehnstuhl aus bedienen konnte, habe ich es schon zigmal per pedes erreicht und ein oder aus geschaltet. Die Industrie sollte lieber an eine TOTALE VEREINFACHUNG der Bedienung solcher Geräte Geld ausgeben und - so meine ich-würde den Ab- und Umsatz damit steil in die Höhe treiben.
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