Ordnung am laufenden Band
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Von news.de-Redakteur Karsten Busch
Artikel vom 18.03.2010
Büroprofis haben sie längst im Einsatz aber auch in Privathaushalten sind sie oft zu finden: Etikettendruck-Geräte. Die gibt es von billig und klassisch bis teuer und hochmodern. Doch wer braucht welches?
Es gibt ja Papieretiketten zu kaufen, Stifte hat jeder und mit wenig Aufwand sind ruckzuck Etiketten auf Ordnern und Behältern in Büro und Kinderzimmer, auf den selbst befüllten Marmeladengläsern und oder Postsendungen. Wozu also mechanische oder elektronische Helfer?
Einen nicht unwesentlichen Anteil haben sicherlich der Spielfaktor und die Bequemlichkeit: Text am Gerät eingeben, Etikett oder Label ausdrucken und aufkleben. Wer dagegen penible Ordnung mag oder keine schöne Handschrift hat, wird die immer akkuraten Beschriftungen ebenfalls schätzen.
Dazu kommen die Fähigkeiten der verschiedenen Systeme, die sie für Spezialeinsatzzwecke tauglich machen, wie Gabi Westerteiger vom Büroausstatter Otto Office erläutert: «Wir stellen ein starkes Wachstum im Bereich der Etikettendrucker für den PC fest, mit denen die Kunden Paketaufkleber, Internetbriefmarken oder Barcodes ausdrucken können. Die Geräte integrieren auch Bilder und Etiketten mit allen Schriftarten, die auf dem PC installiert sind.»
Wer zum Beispiel einen kleinen Online-Shop von zuhause betreibt, wird die genannten Funktionen der smarten Assistenten sicher mehrfach zu schätzen wissen. Doch auch die einfacheren Modelle haben ihre Existenzberechtigung. Die folgende Übersicht zeigt Vor- und Nachteile und die Kosten jeder Beschriftungsart.
Der Klassiker: Das Prägeband
Diese Etiketten kennt jeder: Ein Plastikstreifen mit erhabener Schrift darauf, die vom Beschriftungsgerät eingeprägt wurde. Die Kunststoffstreifen sind vielleicht nicht attraktiv, aber wasserfest und strapazierbar. Es gibt sie in verschiedenen Farbkombinationen. Die Geräte benötigten keine Batterien, der Text wird zum Beispiel über ein mechanisches Drehrad Buchstabe für Buchstabe eingestellt.
Das Prägeverfahren wird mehr und mehr von den schickeren und elektronischen Thermodruckern verdrängt, deren Bänder es zudem auch in robusten Ausführungen gibt.
- Kosten: Geräte schon unter 10 Euro, Bänder 5 Euro für 3 Meter.
Die modernen Bänder: mit Thermodruck
Komfortabler und bequemer geht es mit einer Tastatur, einem Display und vielen Extrafunktionen - mehreren Schriftarten zum Beispiel. Das kostet natürlich auch mehr. Dafür kann der Etikettentext vor dem Druck geprüft und noch einmal geändert werden, es stehen Schrifteffekte und Sonderzeichen zur Verfügung und Zeichenfolgen können nicht nur mehrfach gedruckt, sondern auch gespeichert werden.
Die Geräte werden mit Batterien betrieben und sind mobil. Die Bänder gibt es auch in besonders reiß- und wasserfesten, stark klebenden oder Textilvarianten in verschiedenen Farben.
- Kosten: Geräte ab 25 bis 30, Bänder ab 13 Euro für 7 bis 10 Meter.
Am Computer: Spezial-Etikettendrucker
Professionellere Etikettendrucker werden per USB an den PC angeschlossen und mit der mitgelieferten Software geht die Post ab - wenn der Nutzer zum Beispiel die elektronischen Stampit-Marken der Deutschen Post ausdruckt.
Die kleinen Drucker geben zig Etiketten pro Minute aus, drucken aber auch auf Endlosband. Die Motive können direkt aus Microsoft Office heraus erstellt und weitaus freier als bei Bandgeräten gestaltet werden - fein auflösende Grafiken inklusive. Dank Thermodruck sind weder Tinte noch Toner notwendig, Verbrauchskosten fallen wie bei den anderen Geräten durch die Etiketten an. Die Software wird meist für Windows und Macintosh-Computer mitgeliefert, Seiko unterstützt auch Linux-Computer.
- Kosten: Geräte ab 10 Euro, Etiketten je nach Einsatzzweck und Hersteller. Vielzwecketiketten kosten zum Beispiel 3 bis 8 Euro für 300 Stück, CD-Etiketten 10 bis 25 Euro pro 100 Stück.
In Eigenregie am PC: Software und Etiketten
Selbst ist der Etikettengestalter? Wer gar kein Geld ausgeben will, kann in den Officepaketen zu Assistenten greifen und erstellt das gewünschte Etikett selbst. Soll das Ganze dann sinnvollerweise kleben, muss die Druckvorlage natürlich ans Papier angepasst werden. Zu den größten Officepaketen von Microsoft und von Openoffice finden sich dazu auch Anleitungen im Netz.
Doch auch an spezieller Software und passenden Etiketten besteht kein Mangel. Hier muss der Anwender entscheiden, was für ihn taugt. Allerdings sind Testberichte eher rar, bei CD-Etiketten wird man noch am ehesten fündig.
- Kosten: Freeware ist kostenlos, kommerzielle Software gibt es schon unter 10 Euro im Online-Bürobedarf. Etiketten gibt es in allen Variationen ab wenigen Euro.
ivb/news.de
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