So., 12.02.12

«Picross 3D» Digitaler Bildhauer

Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann

Artikel vom 20.03.2010

Die einen lieben Sudoku, die anderen Origami. Nintendos jüngstes Kind im Knobelreigen heißt Picross 3D. Bei diesem Puzzlespaß werden Ratefans ganz nebenbei zu Bildhauern.

Sudoku ist inzwischen langweilig. Und beim Origami schneidet man sich am Papier nur unnötig die Finger auf. Zeit, Nintendos neusten Handheld - den DSi XL - mal so richtig zum Glühen zu bringen. Und weil die Zugfahrt ins Büro für ein Adventure einfach zu kurz ist, geht's ans Klötzchenwegboxen.

Kann ja nicht so schwer sein, ein paar Würfel mit Zahlen drauf zu traktieren. Blöd nur, dass der erste Versuch gleich in die Binsen geht. Wäre wohl doch besser gewesen, vorher das Tutorial zu spielen. Das lohnt sich, denn hier zeigt sich Anfängern, dass das Würfelwegboxen absolut kinderleicht ist.

Dann werden fröhlich Nullen weggehauen, um Einser vorsichtig herumgetippt und bei Zehnern mit einem Wisch gleich mal die ganze Würfelreihe angemalt. Zack, weg. Und die Furchen treten auf die Stirn, aber nur kurz. Denn dem blass-grauen Gebilde flößt das Spiel Farbe ein und aus ein paar Klötzchen wird eine klobig-eckige Giraffe.

Kaum ist das Tutorial abgeschlossen, ist auch schon das Picross-3D-Fieber ausgebrochen. Zug für Zug werden aus den rechteckigen Würfelgebilden immer neue Figuren. Wenn das bei der Bildhauerei auch so schnell ginge, wären wohl mehr Menschen dieser Erde bildende Künstler.

Immer schwieriger, immer schneller geht es zur Sache. Dann tickt auch noch die Uhr und die Aufgaben werden größer. Kaum zu glauben, dass ein derart simples Spiel solche Bannkraft besitzt. Doch bei all den hochkomplizierten Spielen, die es für Nintendos Handhelds gibt, sticht das Einfache eben heraus.

Mit Speicherplätzen für bis zu vier Spieler avanciert Picross 3D zum familientauglichen Knobelspaß. Stupide wird das Spiel trotz seines simplen Spielprinzips nicht. Denn jeder kann sich steigern und dabei Geduld und strategisches Vorgehen trainieren.

Selbst Eltern und Großeltern müssen keine Sorge haben, dass die Kids sie in die Tasche stecken. Die Tutorials gehen Schritt für Schritt vor. Nach jedem grundlegenden Element werden Übungsaufgaben eingespielt, bei denen sich das eben Gelernte schnell ausprobieren und üben lässt. Wer das hinter sich hat, steigt in die richtigen Kopfnüsse ein.

Irgendwann ist allerdings auch die letzte der mehr als 350 Aufgaben zur Zufriedenheit geknackt. Und wer keine Lust hat, die eigenen Bestzeiten zum x-ten Mal zu unterbieten, bastelt sich seine Knobeleien eben selbst. Nintendo hat Picross 3D unter der Option «Mein Picross» mit einem entsprechenden Editor ausgestattet.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Die Würfel, die im Spiel weggeboxt werden, müssen hier einfach zugefügt werden. Der Spieler kann bei der Gestaltung seiner Fantasie freien Lauf lassen - bei den Figuren, die versteckt werden, sowie bei deren farblicher Gestaltung.

Das Tolle daran: Dank der WLAN-Verbindung, die die Konsole möglich macht, können solche Rätsel mit anderen DS-Konsolen ausgetauscht werden. Wer mit der Gestaltung nicht in einem Atemzug fertig wird, kann unfertige Würfel speichern und die Arbeit daran später fortsetzen.

Fazit: Dieses Spiel gehört in die gesicherte Verwahrung, sonst vergreifen sich wohlmöglich Eltern und Geschwister an dem Knobelspaß und rücken es nicht wieder raus. Denn wer sich einmal reingefuchst hat, will Picross 3D nicht mehr aus den Händen legen. Seinen Preis ist das Modul für Nintendos aktuelle Handhelds auf jeden Fall wert. Denn selbst, wer es einmal gänzlich durchgespielt hat, wird irgendwann wieder einen Heißhunger auf digitales Würfelbildhauen entwickeln.

Titel: Picross 3D
Genre: Denkspiel
Publisher: Nintendo
Entwickler: Nintendo
Preis: zirka 30 Euro
Sprache: Deutsch
USK: freigegeben ab 0 Jahren
Altersempfehlung der Redaktion: 8 Jahre
Plattform: Nintendo DS/DSi/DSi XL
Veröffentlichungsdatum: März 2010
Weitere Spiele: Picross (DS, DSi, DSi XL)

kat/news.de
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«Picross 3D»: Digitaler Bildhauer » Technik » Nachrichten

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