Truecrypt dreht den Schlüssel rum
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Von news.de-Redakteur Karsten Busch
Artikel vom 15.03.2010
Die persönlichen Daten auf der Laptop-Festplatte müssen mit auf Reisen? Wer keine Wahl hat, muss nicht ungeschützt bleiben, sondern kann die Fesplatte kostenlos verschlüsseln. Wir sagen, wie es geht.
Windows 7 bringt bietet ab Werk die Möglichkeit zur Verschlüsselung der gesamten Festplatte - wenn man 160 bis 250 Euro für die Ultimate-Version übrig hat. Besitzer der kleineren Windows-Versionen - sie dürften die Mehrzahl der 7-Besitzer stellen - gucken aber auch nicht in die Röhre.
Für sie gibt es einen einfacheren und kostenlosen Weg. Das Programm Truecrypt ist Opensource-SoftwareDer Begriff „Open Source” bezeichnet Software, deren Programmcode jedermann zur Begutachtung oder Weiterentwicklung offen steht. Sie gehört damit keiner Einzelperson, sondern wird meist durch eine Gemeinschaft von Softwareentwicklern betreut und weiterentwickelt. Open Source-Programme stehen damit in Konkurrenz zu kostenpflichtiger Software, dürfen aber selbst auch verkauft werden, solange ihr Programmcode weiterhin offen verfügbar ist. Populäre Open Source-Programme sind z.B. der Internetbrowser Firefox oder die Office-Suite Open Office. , sein Sicherheitsversprechen von vielen unabhängigen Programmierern weltweit kontrolliert. Die Verschlüsselung der ganzen Systempartition ist auch für Unerfahrenere relativ einfach umzusetzen - lediglich ein leerer CD-Rohling für die Installation ist Vorraussetzung. Truecrypt hilft mit Erklärungen bei jedem Abschnitt, im Netz gibt es zudem Schritt für Schritt-Anleitungen. Eine gute findet sich zum Beispiel bei webdomination.de.
Die Anleitung nutzt die englischen Menüs, kommentiert sie aber auf deutsch. Wer gar keine englischen Menüs mag, kann Deutsch als Menüsprache für Truecrypt auf der offiziellen Seite herunterladen und installieren.
Der Assistent hilft, das Internet auch
Der Ablauf der Verschlüsselung besteht aus mehreren Schritten. Der Anwender wählt den Festplattenbereich, die Art der Verschlüsselung und das Passwort und ein spezieller Schlüssel für den internen Gebrauch von Truecrypt müssen erzeugt werden. Davon muss sich aber niemand abschrecken lassen. Der Assistent von Truecrypt und die Internetanleitung helfen und bei den meisten Nutzern passen die vorgegebenen Einstellungen.
Bevor Truecrypt die Platte dann auch tatsächlich anfasst und verrammelt und verriegelt, muss der Nutzer mit dem Assistenten eine Rettungs-CD erzeugen und das Programm noch einen Test inklusive Rechnerneustart durchlaufen. Wer hier schon das Passwort vergessen hat, kann ohne Schaden noch einmal nachbessern.
Nicht ohne Backup loslegen
Gerade unerfahrenere Nutzer sollten aber einige Grundregeln beherzigen. Zum einen sollte die Festplattenverschlüsselung erst nach der Sicherung der eigenen Daten erfolgen, im besten Fall wird die gesamte Windows-Installation als Abbild mit einem sogenannten Image-Programm gesichert.
Zum anderen kann es Probleme mit mehreren, parallel installierten Betriebssystemen auf der Festplatte geben. Hier gibt Truecrypt zwar selbst Tipps für die richtige Kombination, aber je nach Art der Installation und der Festplatte, auf welcher die Systeme liegen, kann es zu Komplikationen kommen. Daher empfiehlt es sich, vorab im Netz nach der jeweiligen Kombination der einzelnen Betriebssysteme zu suchen, spätestens dann, wenn Truecrypt eine entsprechende Warnmeldung vor dem Verschlüsseln ausgibt.
/ivb/news.de
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