LTE - das bessere UMTS
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Von news.de-Redakteur Karsten Busch
Artikel vom 10.03.2010
Der UMTS-Nachfolger LTE steht in den Startlöchern und soll spätestens 2011 mobile Datenübertragungen auf die Überholspur bringen. Auch das Internet auf dem Land soll davon profitieren. Doch was genau steckt eigentlich hinter LTE?
LTE steht für Long Term Evolution und soll mit Bandbreiten jenseits der 100 MBit (Megabit pro Sekunde) schneller und zuverlässiger arbeiten als sein Vorgänger UMTS. Dessen Geschwindigkeit endet in der neuesten, kaum verbreiteten Generation bei rund 40 MBit, üblich sind in Deutschland bislang maximal 7,2. Von denen bleibt in einer Funkzelle je nach Teilnehmeranzahl weniger übrig.
Der Milliardenaufwand, der jahrelange Aufbau des Netzes und die anfangs immens hohen Nutzungskosten wie bei UMTS sollen bei LTE nicht mehr auftreten, so das Versprechen der Netzbetreiber. Grund: Die neue Technologie nutzt vorhandene Sendemasten und -einrichtungen, ältere können preiswert nachgerüstet werden.
Dazu wird der Datenverkehr im Gegensatz zu bisher konsequent IP-basiert gesteuert. Das heißt in etwa, dass Datenpakete wie über einen DSL-Router und wie bei der Internettelefonie verschickt werden. Die IP-Adresse eines Teilnehmers dient dabei als Haupterkennungsmerkmal. Der Vorteil: Datenverkehr und Gespräche auf einer Datenleitung können getrennt dosiert werden, stören sich nicht gegenseitig und der zunehmende Datenverkehr über Mobilgeräte stellt kein Problem dar.
Durch den neuen Datentransport sollen auch die Kosten im Rahmen bleiben oder gar gesenkt werden können, so die beteiligten Unternehmen. Teuer ist nämlich nicht der Funkverkehr vom Sendemast zum Mobilgerät, sondern der Weitertransport der Daten zum Mobilfunkbetreiber. Der erfolgte bisher über verschiedene Netzwerkknoten und teure Leitungen, bei LTE wird er direkt ins IP-Netz eingespeist und damit billiger. Dazu kommt, dass für LTE nicht die gesamte Infrastruktur geändert werden muss – der Kunde muss die Investionen also nicht in dem Maße mittragen wie bei UMTS.
LTE wird unter verschiedenen Begriffen vermarktet. 4G steht dabei für die vierte Generation der mobilen Datenübertragung, auch Next Generation Mobile Networks (NGMN) genannt. LTE ist dabei nur eine mögliche Technologie, die aber derzeit stark vorangetrieben wird - auch von den deutschen Mobilfunkprovidern.
sgo/reu/news.de
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