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Von news.de-Mitarbeiter Christian Aichner
Artikel vom 28.02.2010
In diesem Jahr ist die Cebit eine Messe zum Anfassen: Im Trend liegen Netbooks mit Touch-Steuerung und Tablet-PCs, die mehr können als Apple's iPad.
Vom 2. bis zum 6. März 2010 öffnet die Cebit wieder ihre Tore. Dabei hat die Elektronikmesse einen schweren Stand: Die Consumer Electronic Show (CES) hat sich in den vergangenen Jahren zur Leitmesse für Handys, Kameras und TV entwickelt, beim Thema Mobilfunk ist der erst kürzlich zu Ende gegangene Mobile World Congress in Barcelona führend und private Besucher zieht es tendenziell eher zur im Herbst stattfindenden Ifa nach Berlin.
Für die Cebit bedeutete dies Besucher- und Ausstellerschwund: Während vor zehn Jahren noch 750.000 PC-Liebhaber nach Hannover gepilgert sind, konnten im vergangenen Jahr 400.000 Besucher gezählt werden. Die Zahl der Aussteller sank im Zeitraum zwischen 2008 auf 2009 um ein Viertel. Für dieses Jahr werde aber mit stabilen Besucher- und Ausstellerzahlen gerechnet, erklärt Messepressesprecher Hartwig von Saß.
iPad bekommt Konkurrenz: HP zeigt moderne Schiefertafel
Dennoch ist die Cebit immer noch die weltgrößte Computermesse, die die Trends des Jahres setzt. Im Vordergrund stehen 2010 mobile und über Berührung steuerbare Allzweck-PCs zwischen Netbook und Tablet.
Ende Januar versetzte Apple die Computer-Branche mit der Veröffentlichung des iPad in eine Schockstarre - allerdings nur kurz. Tablets werden durch den Einstieg des Branchenkrösus langsam salonfähig, doch dem iPad fehlt die eine oder andere wichtige Funktion, um der Konkurrenz zu enteilen. So sind Flash-Darstellungen, handschriftliche Notizen und das parallele Arbeiten mit mehreren Programmen nicht möglich. Zur modernen Schiefertafel fehlt noch etwas.
Das schürte Hoffnung bei der Konkurrenz von Apple. Auf der Cebit werden nun die ersten iPad-Konkurrenten präsentiert, die mehr Funktionen bieten. HP zeigt mit dem TouchSmart TM2 ein Tablet, das auf den ersten Blick wie ein normales Netbook aussieht. Im wahrsten Sinne des Wortes wird daraus im Handumdrehen ein Tablet-PC. Die Benutzung funktioniert entweder über die Finger per Gestensteuerung, ähnlich wie beim iPad, oder über einen Eingabestift, mit dem auch handschriftliche Notizen und Zeichnungen möglich sind.
Netbook-Tablets: klein, leicht, mobil
Auch Fujitsu präsentiert ein Tablet mit Netbook-Qualitäten. Ebenso wie das TM2 ist das LED-Display des Lifebook T900 um 180 Grad drehbar und kann mit den Fingern und einem Eingabestift gesteuert werden. Zusammengeklappt ist es wie ein herkömmlicher Block beschreibbar. Wer das Lifebook nicht nur mit Berührungen bedienen will, kann auf eine Tastatur wie bei einem klassischen Netbook zurückgreifen. So verschwimmen die Unterschiede zwischen Tablet-PCs und Netbooks.
Wie die neuen Tablet-Netbooks von HP und Fujitsu verfügt auch der für die Cebit angekündigte Asus EeePC T91MT über ein um 180 Grad drehbares Display mit Multitouch-Funktion. Asus werde neben diesem Netbook aber auch ein herkömmliches Tablet als direkte Konkurrenz zum iPad auf den Markt bringen, kündigte Asus-Ceo Jerry Shen schon im Rahmen der Bekanntgabe der Ergebnisse für das vierte Quartal 2009 an. Das Gerät wird allerdings erst in der zweiten Jahreshälfte in den Handel kommen. Weitere Produkt-Details nannte Shen bislang nicht.
MSi bleibt mit seinem U160-Netbook bei der Trennung zwischen Netbook und Tablet. Mit dem gerade einmal 2,5 Zentimeter dünnen und gut 1Kilogramm schweren U160-Netbook punktet MSi aber bei der Mobilität. So klein und handlich das U160 daher kommt, so energieeffizient ist es auch: Der Akku soll 9 Stunden Betrieb durchhalten. Den Mobilitäts-Vorteil des neuen MSi-Netbooks rundet eine Version mit UMTS-Steckplatz ab, mit der man überall im Internet surfen kann.
Aber auch MSi kann sich dem Tablet-Trend nicht entziehen und wird in der zweiten Jahreshälfte ebenfalls einen tastaturlosen Mini-Computer auf den Markt bringen. Erstmals präsentiert wurde das Gerät auf der CES in Las Vegas.
sis/ivb/news.de
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