Meister Proper für die Festplatte
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Von news.de-Redakteur Karsten Busch
Artikel vom 08.02.2010
Windows schlägt Alarm: Die Festplatte ist voll. Die Suche nach den versteckten Platzfressern treibt manchen zur Verzweiflung. Dabei ist sie leicht und kostet nichts - mit dem richtigen Programm.
Es ist die kleine Warnmeldung auf der Windows-Taskleiste, die manchen Nutzer zur Verzweiflung treibt: «Der Speicherplatz auf Laufwerk C wird knapp!». Diese Meldung kann jedes Laufwerk unter Windows betreffen, bei der Systempartition – meist Laufwerk C – wird es jedoch schnell haarig. Denn Windows und die installierten Programme brauchen Platz – und sei es auch nur vorübergehend zum Entpacken großer Zip-Archive oder zum Brennen einer DVD.
Wenn der nötige Raum fehlt, hagelt es Fehlermeldungen, Anwendungen versagen ihren Dienst und der geplagte Nutzer muss sich auf die Suche nach den Platzfressern machen. Im selteneren, aber schlimmsten Fall startet Windows gar nicht mehr.
Das Tückische: Meist kommt diese Situation völlig überraschend und Ratlosigkeit macht sich breit. Vielen Nutzern ist gar nicht klar, wodurch das Problem entstanden sein könnte. Wer beim anschließenden, hektischen Durchklicken des Standardordners «Eigene Dateien» gleich die schuldigen Gigabytes in Form von Musik oder Filmdateien findet, hat Glück.
Alle anderen erleichtern sich die schwierige Suche durch ein Hilfsprogramm wie dem kostenlosen Programm Windirstat. Dieses ist auch als portable Version erhältlich, die nicht installiert werden muss. Das ist zum Beispiel für die Nutzung auf einem USB-Medium eine praktische Sache. Die Download-Seiten von Windirstat sind zwar englisch, das Programm selbst kann aber auf die deutsche Sprache eingestellt werden, wenn es diese nicht schon automatisch erkennt.
Windirstat sorgt mit einer pfiffigen Methode für jene Übersicht, die der Nutzer allein nicht bekommt. Es liest alle Dateien und Ordner inklusive Unterordner auf einem Laufwerk ein und stellt den Platzbedarf zunächst als Zahl und mit einem farbigen Balken daneben dar.
Der Clou ist jedoch die Veranschaulichung der Dateigrößen in einer diagrammartigen Übersicht mit farbigen Vierecken. Große Flächen stehen für große Dateien, zusammengehörige Dateien sind zudem nebeneinander und farblich gleich sortiert. Auf einen Blick wird somit klar, welche Dateien und Ordner am meisten Platz belegen.
Details und Bilder zur Benutzung von Windirstat finden Sie auch in unserer Bilderstrecke.
Einige der größten Dateien auf Laufwerk C gehören Windows, sie dürfen und können nicht gelöscht werden, zum Beispiel die Auslagerungsdatei pagefile.sys und die für den Ruhezustand, hiberfil.sys. Es gilt das Motto: Was ich nicht kenne, lösche ich nicht.
Höchstwahrscheinlich sind die schuldigen Dateien dennoch schnell gefunden. Ein Klick auf das zugehörige Viereck in der Übersicht zeigt in der Ordneransicht die zugehörige Datei nebst Größe. Oft sind es Dateien, die in einen Unterordner von «Eigene Dateien» kopiert und dann vergessen wurden. Viele Programme nutzen zudem in ihrer Standardeinstellung das Systemlaufwerk zum Ablegen von Daten, selbst wenn die Festplatte in mehrere Bereiche mit eigenem Laufwerksbuchstaben, sogenannte Partitionen, aufgeteilt ist.
Es ist also vergleichsweise leicht, die Festplatte unbemerkt zu verstopfen, dazu muss man kein Datenmessi sein. Mit einem pfiffigen Helfer wie Windirstat verliert das Problem aber seinen Schrecken schnell.
reu/news.de
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