Gates findet's gut
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Von news.de-Redakteurin Sophia Sieber
Artikel vom 28.01.2010
Das iPad ist da: Doch während das Unternehmen seine neueste Kreation als magisch und revolutionär verkauft, sind die Reaktionen der Blogger weltweit eher verhalten. Ein Computerkenner lobt aber.
Bei Amazon konnte man das iPad schon wenige Momente nach seiner Präsentation vorbestellen. Versandfertig sei es in zwei bis drei Monaten, die günstigste Variante kostet 499 Euro. Und das, obwohl Jobs mit Seitenhieben gegen Amazons Kindle nicht sparte und dafür im Saal des Yerba Buena Centers in San Francisco viel Applaus erntete.
Mit dem iPad tritt Apple nun direkt gegen Amazon und Sony auf dem Markt der digitalen Bücher an und erweitert seinen Onlineladen iTunes um eine Buchabteilung «iBooks». Zum Start sicherte sich Steve Jobs bereits die Unterstützung von fünf Großverlagen (Penguin, HarperCollins, Simon & Schuster, Macmillan sowie Hachette), die ihre Titel für das iPad anbieten werden. Gleichzeitig unterstützt Apple das offene Dokumentenformat ePub, was den Druck auf den Kindle-Anbieter Amazon vergrößern wird.
Gates lobt Jobs
Microsoft-Gründer Bill Gates ist voller unbeeindrucktem Lob für das iPad und das, obwohl Microsoft-Chef Steve Ballmer Anfang Januar mehrere Tablet-PCs für die zweite Jahreshälfte angekündigt hatte. Für den vom Unternehmen auf der Consumer Electronics Show vorgestellten Tablet-PC hagelte es aber nur Kritik.
In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau erklärte Gates, dass er zwar nicht mehr so auf dem Laufenden sei, neue Computer aber immer großartig finde. Außerdem lobte er Jobs für die sehr gute Arbeit, die er für Apple leiste. Und dann noch ein Seitenhieb: Er würde sich freuen, sagt er, wenn die Entwicklung eines Impfstoffs auch einmal soviel Aufmerksamkeit erregte wie die Vorstellung eines neuen Computers.
iPad hat keine Netzsperre
Mit dem iPad reagiert Apple auch auf Kritik an der Vermarktung des iPhone in Märkten wie den USA oder Deutschland, wo das Smartphone nur exklusiv über einen Mobilfunkprovider angeboten wird und mit einer Netzsperre versehen ist. Alle iPad-Modelle werden mit einer schnellen drahtlosen Internet-Verbindung (802.11n WiFi) angeboten, einige Modelle auch mit einem Mobilfunkmodem (UMTS). Wie beim iPhone werden die UMTS-Modelle des iPad in den USA zusammen mit einem Datenpaket des Providers AT&T vermarktet. Im Gegensatz zum iPhone sperren Apple und AT&T aber andere Provider nicht aus, sondern bieten das Gerät ohne «Netlock» an.
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