Es ist ein iPad
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Von den news.de-Redakteuren S. Sieber und K. Rüdiger
Artikel vom 27.01.2010
Wie erwartet hat Steve Jobs mit dem iPad einen Tablet-PC präsentiert und konnte sich Spitzen gegen Konkurrenten Amazon nicht verkneifen. Nicht erwartet hatten Experten hingegen den günstigen Preis: Das iPad gibt es ab 499 Dollar.
Die Gerüchte der vergangenen Wochen haben sich bestätigt. Auf der Keynote im Yerba Buena Center in San Francisco hat Apple seinen eigenen Tablet-PC vorgestellt. In nur 60 Tagen soll das iPad weltweit verfügbar sein. Wer noch mehr über Apples neueste Kreation erfahren will, der kann sich einfach durch unseren Live-Ticker von der Keynote scrollen.
18.47 Wir geben es zu. Wir schreiben auf Windows. Trotzdem sind es noch 13 Minuten.
18.49 Die Kollegen von Engadget beschreiben das Event als große Party. Noch ist es aber ruhig. Dem Publikum wird bisher nur eine kleine musikalische Einlage geboten.
18.50 Klänge von Bob Dylans Baby Let me Follow You Down tönen in elektronischer Version durch den Saal. Die Bühne erstrahlt in Blau. Auf einer Leinwand prangt der angebissene weiße Apfel.
18.56 Viele Besucher der Keynote stehen noch in der Schlange und streamen sich gegenseitig live über qik. Drinnen sollen keine Videostreams erlaubt sein.
18.58 Nägel kauen. Wir erwarten eine Überraschung. Keine große, aber doch eine Überraschung.
19.00 Licht aus! Es geht los! Ooooh...
19.01 Steve Jobs kommt schwungvoll auf die Bühne: «Guten Morgen!»
19.02 Der Apple-Guru spricht von einem magischen revolutionären Produkt, dass er heute vorstellen wolle. Erst einmal gibt es aber nur Aufgekochtes: Verkaufszahlen von iPod und iPhone ...
19.04 Noch mehr Zahlen ... und der Quartalsabschluss. Dazu noch etwas Geschichte und ein paar Fotos aus den Anfängen.
19.09 Ein Klassiker. Welcher? Unser Redaktions-Lan streikt.
19.10 Steve Jobs disst das Netbook an sich und im allgemeinen. Da geht noch was.
19.11 Da isses. Das iPad. Noch besser als ein Notebook und ein iPhone - und das kann kein Netbook sein...
19.12 Ein plattes Riesen-iPhone. Eine komplette New York Times-Seite ist sichtbar. Wird das die Auferstehung der Holzmedien?
19.13 Eine extra Tastatur, Youtube in HD, jetzt wird demonstriert ...
19.15 Steve Jobs lümmelt sich in den Ledersessel und navigiert sich durch diverse Seiten.
19.16 So, jetzt wird es aber langweilig. Steve Jobs surft einfach nur noch rum.
19.18 Vielleicht hat es ja was mit der aufkommenden Langeweile im Saal zu tun, aber der Börsenkurs von Apple ist gerade um drei Prozent gefallen.
19.19 Gesteuert wird das neue Tablet wie das iPhone, jedenfalls gestikuliert Jobs so wild darauf herum, dass die Kollegen von Engadget das annehmen.
19.21 Steve Jobs startet eine Fotoshow mit «niedlicher» Musik. Google Maps springt auf und zeigt eine Weltkarte mit einem Foto von zwei jungen Damen. Applaus gibt es von der Menge. Steve Jobs meint: «Jetzt haben Sie eine Vorstellung.»
19.25 Der B.Z.-Blogger mutmaßt, dass Apple eine Abneigung gegen Adobe hat. Das iPad zeige ein fehlendes Plug-in an. Kein Flash!
19.31 Bei Twitter wird schon gemutmaßt, dass wohl beim nächsten Weihnachten einige Schenker durcheinanderkommen werden: «Und ich wollte doch einen iPad, keinen iPod!»
19.33 Die Technischen Daten: 1,25 Zentimeter dick, anderthalb Pfund schwer, Multitouch-Display, 16 bis 64 GB Flashspeicher, 9" Monitor, ein Monat Stand-By und zehn Stunden Akkulaufzeit.
19.34 Steve Jobs übergibt nicht sich, sondern an einen Manager. Scott Forstall, verantwortlich für den AppStore und das iPhone.
19.37 Die Apps für das iPad stehen bereits im App-Store. Alle iPhone-Apps laufen auch auf dem iPad.
19.38 Die Bühne ist leer, eine Wasserflasche allein auf der Bühne. Die neue iBottle?
19.41 Martin Nisenholtz spricht nun über die Zukunftspläne mit dem iPad: Zeitunglesen soll wieder angesagt sein. Sah sie doch so schön aus, die Seite der New York Times auf dem iPad.
19.45 Videos sollen in die virtuelle Zeitung eingebettet werden. Und das sei nur eine Möglichkeit. Dann gehts auch schon zur nächsten Disziplin: Malen. Das App «Brushes» wird vorgestellt.
19.47 Beeindruckend finden das auch die Engadget-Blogger. Zu sehen ist unter anderem eine Skizze von einem Frauenkopf, der auf dem iPad fertig gemalt wird.
19.48 Na Klar - die Spieleindustrie ist auch dabei. Ein Vertreter von Electronic Arts stellt Need For Speed: Shift für's iPad vor. Gute Grafik und ein paar neue Touch-Elemente. Mehr hat EA nicht zu bieten - die Blogger sind enttäuscht.
19.52 Jetzt wird's typisch amerikanisch: Es geht zur offiziellen Seite der amerikanischen Baseball-Liga...
19.55 ... ein Baseball-Spiel.
19.55 Steve Jobs ist zurück. Und steht vor dem riesigen Bild eines Kindle! Klar, das iPad stürzt sich direkt auf Amazons E-Reader.
19.57 Auf dem Display des iPad ist ein Comic-ähnliches Bücherregal zu sehen. Danach ist wieder Demo-Zeit. Es gibt schon einen eigenen Bücher-Store, ähnlich iTunes.
19.59 Es gibt schon fünf große Verlagspartner, darunter ist auch Penguin. Das App heißt iBooks. Damit geht es auch in Europa schon heute Nacht los, verkündet der B.Z.-Blogger.
20.00 Steve Jobs stellt iWork für das iPad vor. Das war wohl eine große Herausforderung, denn das Büropaket von Apple brauche viele «Pferdestärken».
20.03 Auch hier folgt prompt eine kurze Demonstration der unzähligen Anwendungen, die iWork in sich vereint.
20.06 Es gibt auch ein neues Werkzeug bei iWork: den Page Navigator. Damit blättert man quasi durch seine Dokumente.
20.10 Außerdem gibt es bei iWork gleich mehrere Tastaturen für die unterschiedlichsten Anwendungen. Gibt es das bald auch fürs iPhone?
20.11 Und was soll der ganze Spaß kosten? 9,99 Dollar muss man für diese Anwendung auf den Tisch legen, dass sind 7 Euro.
20.13 Das war es erst einmal zu iWork. Jetzt ist iTunes dran: Es funktioniert im Prinzip wie auf dem iPod oder dem iPhone.
20.18 Jetzt kommt der eigentliche Knaller: die Preise. Die 16-GB-Version kostet 499 Dollar (355 Euro), 32 GB gibt es für 599 Dollar (420 Euro) und 64 GB für 699 Dollar (500 Euro). Dann ist aber nur Wlan mit an Bord. Wer noch UMTS dazu haben will, muss ein paar Scheine drauflegen.
20.22 Schluss ist bei 829 Dollar oder umgerechnet 600 Euro.
20.23 In 60 Tagen soll es weltweit verfügbar sein, mit UMTS in 90 Tagen.
20.25 Tastatur, Dockingstation und Aufstellhilfe gibt es bereits als Accessoires.
20.29 Telefonieren kann man mit dem iPad wohl nicht: Würde auch etwas merkwürdig aussehen.
20.33 Ende der Veranstaltung: Steve Jobs ist sicher, das iPad wird ein Erfolg, immerhin wüssten schon mehr als 75 Millionen Menschen, wie man den Tablet-PC bedient.
20.43 Apple schickt die erste Pressemitteilung: «VORAB EINE BRANDAKTUELLE APPLE PRESSEINFORMATION IM ORIGINAL - EINE DEUTSCHE VERSION FOLGT SCHNELLSTMÖGLICH NACH LOKALISIERUNG.»
21.11 Die kleine Fotostrecke steht. Ein zweiter Artikel mit den ersten Reaktionen ist auch online. Damit verabschieden wir uns.
Zusammenfassung
Der neue Tablet-PC von Apple heißt iPad. Die Basisversion mit 16 GB und Wlan kostet 499 Euro. Maximal wird das iPad 829 Dollar kosten, dafür gibt es dann 64 GB, Wlan und UMTS.
Alle Apps, die bisher auf dem iPhone gelaufen sind, funktionieren genau so auf dem iPad. Außerdem gibt es für Apples neueste Schöpfung auch eine Version von iWork, mit dem Tabellen, Präsentationen oder Text-Dokumente erstellt werden können.
Wie erwartet ist das iPad auch ein E-Reader - das entsprechende App heißt iBook, schon heute Nacht soll es losgehen. Partner ist hier unter anderem Penguin. Gesteuert wird das iPad wie das iPhone.
mas/news.de
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