Knusperkruste und saftige Pellkartoffeln
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Von news.de-Redakteurin Sophia Sieber
Artikel vom 06.01.2010
Labbrige Tiefkühlpizza kommt mit den aktuellen Mikrowellen nicht mehr auf den Tisch. Sie wollen nämlich eine leckere knusprige Käsekruste zaubern. Manche von ihnen versprechen sogar schonend dampfgegartes Gemüse.
Die klassische Mikrowelle, die Speisen bloß per elektromagnetischer Strahlung auftaut oder gart, hat ausgedient. Der Trend in der Mikrowellentechnik geht eindeutig in Richtung Kombi-Geräte.
Fast als Standard bekommt man heute dann auch noch mindestens eine Grillfunktion. Nachdem die Mikrowellen zum Beispiel ein Steak gegart haben, sorgt der Grill für eine leckere Kruste – so muss man auch, trotz Mikrowellenzubereitung, nicht auf den charakteristischen Steakgeschmack verzichten. Günstige Modelle kosten etwa 50 Euro.
Alleskönner blasen zum Angriff auf den Backofen
Das ist aber immer noch nicht genug. Für etwa 100 Euro mehr bekommt man Kombi-Geräte, die zudem noch mit Heißluft oder sogar Dampfgarer aufwarten. Bei Geräten mit Heißluft kann man mittlerweile zwischen Temperaturen von 40 bis 250 Grad wählen – das steht dem normalen Backofen in nichts nach.
Gute Geräte sind allerdings nicht billig. In ihrer Dezember-Ausgabe haben die Redakteure des Testmagazins 13 Mikrowellen getestet, darunter auch die Alleskönner. Den Testsieger mit Heißluft von Panasonic gibt es in manchen Internetshops ab etwa 235 Euro mit Versand. «Die Heißluft- und Grillfunktion kann durchaus einem Backofen Konkurrenz machen. Hilfreich ist der Mehrphasen-Betrieb, der es erlaubt, Mikrowelle, Grill und Heißluft in unterschiedlicher Reihenfolge zu kombinieren», urteilen die Testmagazin-Redakteure über das Kombi-Gerät.
Mikrowellen mit Dampfgarfunktion versprechen, Speisen besonders schonend zuzubereiten, Vitamine und der natürliche Geschmack sollen erhalten bleiben. Ein Gerät mit dieser Funktion schaffte es immerhin auf den vierten Platz im Ranking des Testmagazins. Die Caso Germany-Mikrowelle sei zwar aufwändig zu bedienen, die Ergebnisse beim Dampfgaren seien jedoch überzeugend. «Dampfgaren lohnt sich», urteilen die Tester und begründen das mit «klar besseren Ergebnissen beim Garen von Pellkartoffeln.»
Automatisch zum besten Ergebnis?
Tatsächlich klingt die große Funktionsvielfalt sehr praktisch, besonders dann, wenn sie sich die einzelnen Funktionen in Automatikprogrammen miteinander kombinieren lassen und man per Knopfdruck ein tiefgefrorenes Grillhähnchen erst auftauen und dann knusprig grillen kann.
Praktisch funktioniert das allerdings nicht immer, bemängelten die Redakteure der Stiftung Warentest in einem früheren Test von Kombi-Geräten. Oftmals lägen die Automatiken daneben, manuelles Nachstellen führte dann zu einem besseren Ergebnis.
Auch im Praxistest der Redakteure des Testmagazins zeigt sich, dass viele Geräte nicht alle Funktionen gleich gut beherrschen. Fast alle schwächelten bei der Grillfunktion und enttäuschten dort mit befriedigenden bis mangelhaften Ergebnissen. Auch bei der Auftaufunktion sind die Ergebnisse durchwachsen ausgefallen. Acht der 13 getesteten Geräte konnten hier ebenfalls nur ein «Befriedigend» bis «Mangelhaft» erreichen. Kritik hagelte es auch für die teilweise schwierige Bedienung.
Ein besseres Ergebnis liefern aber auch die Multifunktionsköche und zwar im Vergleich zum guten alten Backofen: «Gerade bei kleineren Portionen ist die Energieeffizienz gegenüber einem Küchenherd bzw. Backofen hoch. Bevor sich dieser erwärmt, hat die Mikrowelle das Gargut schon zubereitet», so die Redakteure von Testmagazin.
Das news.de-Fazit
Gerade für Ein- oder Zwei-Personen-Haushalte können sich die Kombi-Mikrowellen also lohnen. Vor dem Kauf sollte allerdings immer die Überlegung stehen, ob und welche Funktionen man im Alltag auch wirklich ausnutzen kann.
sis/kab/news.de
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