Tipps für den Spielekauf
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Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann
Artikel vom 18.12.2009
Ob Weihnachten, Geburtstage oder Ostern - Videospiele stehen immer auf dem Wunschzettel. Doch längst nicht jedes Spiel ist für jedes Kind geeignet. News.de gibt Tipps, was Sie beim Kauf bedenken sollten.
Warum ist mein Kind begeistert von Computerspielen?
Die einen wollen ihre Fantasie ausleben oder in eine ungewohnte Rolle schlüpfen. Andere suchen Denkanstöße und geistige Herausforderungen. Onlinespiele werden mit wachsender Begeisterung gespielt, weil diese Kontakte mit einer Vielzahl von lebendigen Mitspielern bieten - unter anderem über Sprachchat. So geht beispielsweise der Kontakt zu Freunden nicht verloren, wenn diese an Orten wohnen, die weit entfernt vom eigenen Wohnort sind. Vorrangig haben Videospiele aber auch etwas mit Unterhaltung und Spaß zu tun. Sie werden also um des Spielens Willen gespielt.
Was bedeuten die bunten USK-Siegel?
Grundsätzlich darf jedes Spiel, das keines der bunten Aufdrucke trägt, nur an Personen verkauft werden, die älter als 18 Jahre sind. Alle Siegel besagen, für welche Altersgruppe ein Spiel in der Regel ohne negative Auswirkungen bleibt - also ob ein Kind durch die Handlung überfordert wird, ob jugendgefährdende Inhalte Bestandteil sind, ob die Steuerung leicht zu handhaben ist. Die USK-Siegel sind keine pädagogische Empfehlung. Was die einzelnen Siegel aussagen, können Sie in dieser news.de-Fotostrecke nachlesen.
Allein oder gemeinsam kaufen?
Wenn das Videospiel nicht gerade eine weihnachtliche Überraschung sein soll, ist es ratsam, mit den Kindern gemeinsam die Läden zu durchstöbern. So bekommen Eltern einen Eindruck, was ihren Nachwuchs interessiert. Andererseits können sie eingreifen, wenn die Wahl auf ein Spiel fällt, das nicht dem kindlichen Entwicklungsstand entspricht.
Wie kann zu Hause Jugendschutz betrieben werden?
Einige Konsolen bieten spezielle Jugendschutzsysteme. Hier können sie unter anderem einstellen, dass nur Spiele mit der von ihnen erlaubten USK-Kennzeichnung dargestellt werden. Andernfalls bleibt der Bildschirm schwarz. Hier gibt es Tipps, wie Sie die Einstellungen bei PC, Xbox 360, Playstation 3, Nintendo Wii, Nintendo DSi und PSP vornehmen können. Damit Eltern an der Konsole selbst nicht in die Röhre gucken, haben die Hersteller darauf geachtet, dass sich verschiedene Benutzerkonten anlegen lassen - und damit auch unterschiedliche Schutzeinstellungen. Online-Rollenspiele wie World of Warcraft bieten die Möglichkeit einzustellen, wann und wie lange die Kinder spielen dürfen.
Sollte Spielzeit begrenzt werden?
Auf jeden Fall. Doch das sollten Eltern keinesfalls diktatorisch durchsetzen. Besser ist es, gemeinsam mit den Kindern Kompromisse auszuhandeln, beispielsweise erst nach den Hausaufgaben zu spielen oder eine dem Kindesalter entsprechende Spieldauer vor dem Abendessen. Experten raten, ein Kind bis zum Alter von sechs Jahren nicht mehr als 30 Minuten spielen zu lassen. Ab elf Jahren ist eine Stunde ein guter Richtwert.
Welche positiven Aspekte haben Videospiele?
Je nach Spieltyp können sie das Gedächtnis und Kombinationsfähigkeit trainieren, strategisches Vorgehen unter Zeitdruck schulen und die Kompetenz zur Problemlösung entwickeln helfen.
Kann mein Kind allein spielen?
Sicherlich. Doch je jünger Kinder sind, desto weniger sollten Eltern den Nachwuchs allein an die Computerspiele lassen. Der Vorteil: Eltern entwickeln ein Gefühl dafür, wie das Kind mit dem Spiel umgeht, welche Inhalte es interessieren und können die Begeisterung des spielenden Nachwuchses besser nachvollziehen. Zudem lassen sich so die Spielzeit besser begrenzen und Freizeitangebote ohne Computer besser einbringen. Gerade letzteres ist wichtig, weil Kinder, die etwa in der Schule häufig Misserfolge erleben, leicht in die virtuelle Realität flüchten.
Wo kann ich mich über passende Spiele informieren?
Hilfreiche Informationen zu kindgerechten Spielen finden Sie unter anderem auf den Internetseiten spieleratgeber-nrw.de, spielbar.de und internet-abc.de. Außerdem lohnt sich ein Blick auf die Webseite kindersoftwarepreis.de. Dort werden die Spiele vorgestellt, die mit dem Kindersoftwarepreis Tommi ausgezeichnet wurden. Tipps rund um Sicherheit für Kinder im Netz bietet das Portal klicksafe.de.
kat/news.de
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