Kaufberatung Digitalkameras Blitzlichter unterm Weihnachtsbaum

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Damit das Weihnachtsgeschenk nicht zur bösen Überraschung wird. Bild: iStock

Von news.de Redakteurin Sophia Sieber
Digitalkameras sind ein beliebtes und gleichzeitig praktisches Weihnachtsgeschenk. Denn wann, wenn nicht an den Feiertagen, bekommt man die ganze Familie vor die Linse. Welche Kamera zu Ihnen und Ihren Lieben passt, erfahren Sie hier.

«Das Equipment, welches wir gebrauchen, spielt nur eine kleine Rolle. Vielmehr kommt es darauf an, es zu beherrschen», sagte der amerikanische Fotograf Sam Abell. Deshalb sollte man seine fotografischen Fähigkeiten bereits vor dem Kamerakauf realistisch einschätzen. Constanze Clauß vom Photoindustrie-Verband rät, sich beim Kauf von Digitalkameras nicht nur auf Testergebnisse zu verlassen. Wichtig sei es, dass die Kamera gut in der Hand liege und man sich die Menüführung intuitiv erschließen kann.

Achten sie auch auf einen leistungsstarken Akku. In dem Digitalkamera-Test der Stiftung Warentest vom Oktober hatten fast alle getesteten Kameras gute bis sehr gute Werte in der Kategorie Betriebsdauer. Einzig die Pentax X70 erreichte hier nur ein «Befriedigend».

Kaufberatung Digitalkamera
Die richtige Kamera unterm Weihnachtsbaum
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Probleme kann es auch mit den Kameradisplays geben, besonders dann, wenn die Umgebung sehr hell ist und die Beleuchtung des Displays überstrahlt. Aktuelle Kameramodelle können teilweise bereits einfallendes Sonnenlicht für die eigene Display-Hintergrundbeleuchtung nutzen und das Problem so beseitigen. Auch die Displayauflösung spielt hier eine große Rolle: Nur, wenn sie entsprechend hoch ist, werden die geschossenen Bilder auch scharf abgebildet.

Zu viele Pixel verderben das Bild

Lassen Sie sich nicht von vielen Megapixeln blenden. Achten Sie lieber darauf, dass ihre Kamera auch in dunkler Lichtumgebung eine gute Bildqualität abliefert. Die Stiftung Warentest rät eher zu Kameras mit acht bis maximal zwölf Megapixeln, denn «Kameras mit vielen Pixeln liefern kaum einmal die zu erwartende Auflösung. Selten übersteigt der Schärfeeindruck das, was eine gute 10-Megapixel-Kamera liefert. Die feinen Bilddetails, die bei hohen Pixelzahlen verarbeitet werden könnten, gehen im Bildrauschen unter oder bleiben im Objektiv hängen.» Gleiches gilt übrigens auch bei den ISO-Werten, die, je höher sie sind, scharfe Bilder auch bei Dämmerung versprechen. Allerdings erhöht sich gleichzeitig auch die Gefahr von Bildrauschen.

Die Qual der Wahl – verschiedene Kameraklassen

Handliche Kompaktkameras funktionieren vollautomatisch. Manuell in die Kameraeinstellungen einzugreifen ist daher oft nur sehr begrenzt möglich. Sie sind besonders für Einsteiger leicht zu bedienen. Gute Kompaktkameras gibt es schon für etwa 100 Euro. Die Stiftung Warentest hat in ihrer Oktober-Ausgabe Kompakt- und Bridgekameras getestet. Die einzige Kompaktkamera im Test mit einer «guten» Bildqualität war die Sony Cybershot DSC-H20. Außerdem sei die Canon Digital Ixus 110 IS «kleiner und flacher und als täglicher Begleiter geeignet.»

Wer Fotografie als ernstes Hobby betreibt, kommt mit den Kompaktkameras schnell an seine künstlerischen Grenzen. Hier empfiehlt es sich in eine höhere Klasse zu wechseln, die Bridge- oder Superzoom-Kameras. Sie bilden die Brücke (engl. «bridge») zwischen Kompakt- und Spiegelreflexkameras. Wie Kompaktkameras haben sie ein fest eingebautes Objektiv, bieten aber viel mehr Zoom, so dass man Motive viel näher heranholen kann.

Optisch ähneln die Brigdekameras eher den Spiegelreflexkameras, sind aber lange nicht so vielseitig und leistungsfähig. Stiftung Warentest empfiehlt die Sony Cyber-shot DSC-HX 1 als beste Bridgekamera. Sie sei einfach in der Handhabung und überzeuge durch gute Bildqualität und einen guten Schärfeeindruck. Der Testsieger ist ab etwa 350 Euro erhältlich, das entspricht in etwa dem, was man in eine gute Bridgekamera investieren sollte. Der Photoindustrie-Verband empfiehlt beim Kauf außerdem darauf zu achten, dass externe Blitzgeräte angesteckt werden können.

Wer noch professioneller fotografieren will, der sollte zu einer Spiegelreflexkamera greifen. Einige Modelle wie die Canon EOS 1000D gibt es ohne Objektiv schon für  etwa 400 Euro, die Stiftung Warentest hat sie mit «Gut» bewertet . Im Vergleich zu Kompakt- und Bridgekameras bieten die Spiegelreflexkameras die beste Bildqualität auch in extremen Bereichen. Obwohl sie auch Automatiken anbieten, liegt der Reiz der Spiegelreflexkameras in den vielfältigen manuellen Einstellungsmöglichkeiten. Wer also nur schnelle Schnappschüsse machen will, verschenkt das Potenzial einer Spiegelreflexkamera. Trotz ihrer Komplexität sind gerade Einsteigermodelle relativ einfach zu bedienen.

Gerade die Wahl zwischen verschiedenen Wechselobjektiven macht einen großen Reiz dieses Kameratyps aus. Investitionen in gute Objektive sind daher ein Muss: «Hier sollte man auf keinen Fall am Ende sparen und auf hohe Qualität besonderen Wert legen. Zur Not kann man auch seine alten analogen Objektive weiter benutzen. Da sich in der Objektivtechnik in den letzten Jahren aber sehr viel getan hat, erreicht man nur mit aktuellen Modellen ein optimales Ergebnis», sagt Clauß.

Grundsätzlich empfiehlt sie den Kauf beim Fachhändler, hier könne man jede Kamera ausreichend testen und bekomme wichtige Tipps, wie man sie richtig einstellt.

sgo/news.de

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